Forum: Wissenschaft
Weltbürgerbewegung: Der Mann, der die Menschheit einte
The LIFE Picture Collection/Getty Images

Vor 70 Jahren gelang etwas Unglaubliches, trotz Kaltem Krieg: Die Uno verabschiedete den wichtigsten Text der Menschheitsgeschichte. Womöglich wegen der Eskapaden eines Broadway-Schauspielers.

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nachdenk... 05.11.2018, 01:16
20. als Leitlinien notwendig

Dass die Menschenrechte nicht global durchgesetzt sind, ist eine Binsenweisheit – sonst wären sie als Kompass nicht so bitter notwendig. Aber sie sind in Europa längst in einklagbares Recht überführt worden und helfen unzähligen Menschen jeden Tag. Wer meint, solche Ideale seien verzichtbar, gibt nichts weniger als den Fortschritt unserer Zivilisation auf. Gerade in Zeiten der (gefühlten) Krise brauchen wir solche Leitlinien und müssen sie zeitgemäß interpretieren, etwa in Bezug auf Migration oder die Digitalisierung. Und auf lange Sicht zeigt sich, dass gerade die Sündenfälle gegen die Menschenrechte einem langfristig auf die Füße fallen, ob in sowjetischen Gulags, Vietnam, oder Abu Ghureib, in Saudi Arabien, der Türkei oder sonstwo.

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Margit Alm 05.11.2018, 04:57
21. Wie steht es mit Verpflichtungen

Jetzt, wwo ich diesen Artikel lese, kann ich mich daran erinnern. Natuerlich sind das noble Ideen, basierend auf der weltgeschichtlichen Philosophie. Es waere schoen, wenn sich alle daran halten wuerden, denn..... es gibt keine Rechte ohne Pflichten. Ein Recht auf Leben verpflichtet dazu, dieses Leben verantwortungsvoll zu leben und nicht anderen zur Last zu fallen. Leider werden die Menschenrechte heutzutage oft als Ansprueche (Entitlements in Englisch) ausgelegt, und dann gibt es Streit.
Als Atheist habe ich ein Lieblingsgebot: "Man soll nicht das Hab und Gut des Naechsten begehren". Man stelle sich mal vor, daran wuerde sich die ganze Welt ganz streng halten. Da gaebe es keinen Krieg mehr. Fuer mich ist das wichtigste Gebot eigentlich "Do no harm", weder an Mensch, Tier, Pflanze, und darueber hinaus stehe ich auf Seiten der Utalitarier. Doch sehe ich um mich herum eigentlich zu viele Egozentriker und Anthropozentriker.

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stefan.p1 05.11.2018, 06:29
22. Was sind den die Gründe dafür?

Zitat:
Sie zeigt anschaulich, dass die Menschheit in ihrer Selbsterkenntnis schon einmal weiter war als heute. Nun sind wieder Männer an der Macht, die nicht nur heimlich, sondern ganz explizit hinter diese Freiheiten und Rechte für alle zurückwollen: von Orbán bis Bolsonaro, von Erdogan bis Duterte, von Putin bis Trump.

Alle der erwähnten Männer sind mehr oder weniger demokratisch durch ihr Volk legitimiert - irgendwas
scheint doch mit der so gepriesenen Globalität nicht bei den Bürgern ankommen. Liegt es vielleicht an dem System selbst, was nur wenige große Gewinner produziert dafür aber viele Verlierer?

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Dengar 05.11.2018, 06:36
23. Menschenrechte

"Von wegen "westliche Werte"."

Natürlich sind das westliche Werte, denn nur in diesen Staaten wurden Menschenrechte einigermaßen verwirklicht. Und Aufgabe der Uno sollte es sein, diese auch im Rest der Welt durchzusetzen, statt einfach Migration in noch funktionierende Staaten zu fordern und diese auch noch zu zerstören. Aber das wäre von diesem armseligen, bigotten Verein, der vorwiegend aus undemokratischen Staaten besteht, wohl zuviel verlangt.

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yksas 05.11.2018, 08:04
24. Aktuell

Habe mich über den Artikel gefreut. Vor allem wegen meinem Bewusstsein in einer Zeit zu leben in der mal wieder mehr oder weniger mächtige Männer mit ihrer Macht hantieren wie es ihnen gefällt, ohne die ethische Basis der menschengemachten Menschenrechte zu berücksichtigen, einfach nur weil ihre Weltanschauung, meist mit eingebauter Gottesbehauptung, das hergibt. Das jeweilige Projekt ist zustimmungsbedürftig und vielleicht sogar bekämpfenswert. Auch ohne Pass sind wir 7-8 Mrd. Menschen lebendig und dadurch berechtigt im Rahmen der Menschenrechte zu handeln. Das ermöglicht viel und ist der einzige menschliche Weg in die Zukunft.

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im_ernst_56 05.11.2018, 08:43
25.

Zitat von Don Donoso
Die Erklärung der Menschenrechte durch die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen ist eine reine Sonntagsrede. Die Charta war denn auch so allgemein gehalten, dass z.B. Stalins Sowjetunion einverstanden sein konnte. Zur Erinnerung: Das war ein Staatsgebilde, in dem 10-30 Millionen Menschen ermordet wurden. Da die Erklärungen so vage sind, kann jeder seinen Alltagshass (z.B. gegen Trump) in die Gestalt hehrer Worte kleiden. Und wer die längst widerlegte Legende vom Payment Gap zwischen den Geschlechtern wieder hervorkramen will, kann dazu die edlen Phrasen genauso bemühen wie der, der politische Gegner zu Feinden der Humanität entmenschlichen möchte. Wie gesagt: Die Menschenrechte sind eine Sonntagsrede: im besseren Fall eine Predigt, im schlimmeren Fall Stammtisch-Talk, so wie der Beitrag hier.
Im Jahr 1990 haben die islamischen Staaten in der Kairoer Erklärung eine eigene Deklaration der Menschenrechte im Islam als Gegenstück zur Erklärung der Menschenrechte der UNO verabschiedet. Die UNO-Charta ist offenbar nicht so vage, dass sie bei niemandem aneckt.

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wahrsager26 05.11.2018, 09:26
26. An dengar. Nr23

Stimme zu! Es ist eben geistiger Luxus,sich derartigen Gedanken hinzugeben.Und den Befürworten möchte ich folgendes entgegenhalten: jede Medaille hat zwei Seiten.Man kann also bedingungslos den Menschenrechten frönen,so lange,bis der 'gute' Staat kaputt ist.Sie haben das ja dankenswerterweise richtig erwähnt! Wenn man nachdenkt, dann bitte auch so, das die ' Nebenwirkungen' benannt werden! Danke

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dirk.resuehr 05.11.2018, 09:42
27. Zeitgeist

bringt unterschiedlichen Geist hervor. Nach der Katastrophe ist mehr Geist vorhanden als vorher.
Wir befinden uns mal wieder im "Vorher", noch. Die Karastrophe bahnt sich an. Die sinnvollen Organisationen werden bekämpft und verbal niedergemacht, unser Zeitgeist des Individuellen Nutzens ist dabei, die Welt zu zerstören. Für Manche ist Profit der einzig geltende Wert, was mir keinen bringt, ist falsch. So zerstört man alle
"menschlichen" Errungenschaften.Die nächste Katastrophe kommt, Anzeichen gibts reichlich, Menschen tanzen ums goldene Kalb, ob in Brasilien, USA, Rußland, Europa. Wir kommen nicht ins E
ndspiel. wir sind mitten drin!
(Nach)denkenswerter Artikel, der die Kraft der Visionen zeigt, und auch beweist, wie furchtbar Helmut Schmidt sich irrte. Seine Organisation geht an dem Mangel an Visionen baden!

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Bondurant 05.11.2018, 10:07
28. Gähn

Wenn wir nicht begreifen, dass wir eine Menschheit sind, werden wir an den globalen Herausforderungen einer globalisierten Welt - exponentielle technologische Entwicklung, Klimawandel, Atomkriegsgefahr und so weiter - scheitern.

Das hat man ja noch nie gehört, wirklich neue Erkenntnis. - Der Kolumnist sollte inzwischen verstanden haben (oder ist er noch unter 16?), dass seine Vorbedingung nie eintreten wird. Wie wäre es also mal mit realistischen Herangehensweisen?

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hman2 05.11.2018, 10:12
29.

Zitat von Stäffelesrutscher
Möchte der Autor damit ausdrücken, dass Kanada nicht zu Amerika gehört? Oder dass Eleanor Roosevelt Bürgerin eines ganzen Kontinents war?
In der Tat, Kanada ist bis heute kein Mitglied der Vereinigten Staaten von Amerika geworden, richtig erkannt!

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