Forum: Wissenschaft
Weltbürgerbewegung: Der Mann, der die Menschheit einte
The LIFE Picture Collection/Getty Images

Vor 70 Jahren gelang etwas Unglaubliches, trotz Kaltem Krieg: Die Uno verabschiedete den wichtigsten Text der Menschheitsgeschichte. Womöglich wegen der Eskapaden eines Broadway-Schauspielers.

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omop 05.11.2018, 10:17
30. Menschenrechte einfordern sind wichtig..

allerdings sollte man in der praktischen Politik weniger im Weltmaßstab denken, sondern die jeweiligen nationalen/regionalen Interessen im Blick haben. Genau das ist das Problem einiger (linker) Politiker, die sich als Weltbürger fühlen und dabei völlig die Nähe zu den Bürgern verloren haben.

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Andre V 05.11.2018, 10:39
31. Lücken, Lücken, wohin man sieht

Ein sehr schöner Artikel aus geschichtlicher Perspektive, und mit dem Verweis auf Saudi-Arabien gerade noch so den Schwanz des weißen Elefanten erwischt. War 1990 in Kairo nicht die Konkurrenzveranstaltung zur "Allgemeinen" Erklärung der Menschenrechte?

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Kastner64 05.11.2018, 10:57
32. Die Erklaerung ist ein Anstoss

Man sollte die Erklaerung nicht mit dem Satz miesmachen: "wir Warren schon einmal weiter." Als sie verabschiedet wurde, betrieben die USA eine brutale Apartheidpolitk mit Ausgrenzung der Schwarzen auch in den Nordstaaten und in der Sowjetunion begann Stalin gerade mit seiner eigenen Judenverfolgung. Die Tatsache, dass sie ueberhaupt verabschiedet wurde, ist eine Grosstat aller Beteiligten. Seitdem haben wir einen international anerkannten Masstab fuer Menschenrechte, und das ist eine Leistung an sich.

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creatext 05.11.2018, 12:09
33. Schön wär's...

Würden sich alle Staaten an die Menschenrechte halten, gäbe es keinen Kapitalismus, keinen Faschismus und keinen Nationalismus. Stattdessen gäbe es eine Weltregierung, ein Weltparlament und eine Weltjustiz, der sich alle Staaten unterzuordnen haben. Alle Staaten wären verpflichtet, in ihren Verfassungen die Verwirklichung der Menschenrechte als Staatsziel zu verankern und die Einhaltung der Menschenrechte durch strafbewehrte Gesetze zu garantieren. Noch ist das eine Utopie, aber da es zu dieser Utopie keine sinnvolle Alternative gibt, lohnt es sich für alle Menschen, an ihr festzuhalten und in die individuelle Lebensführung einzubauen.

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martinm70 05.11.2018, 13:37
34. Wir brauchen eine Welt Regierungs KI

Ein Computersystem was alle wichtigen Entscheidungen für die Menschheit trifft. Diese Computer KI müßte wie eine Art Open Source Projekt verwaltet werden das sich gegenseitig kontrolliert und dezentral auf tausenden Rechnern weltweit läuft um Manipulation auszuschließen, ähnlich wie Bitcoins.

Wichtig wäre sicher das jeder Mensch weltweit bei jeder KI Entscheidung nachprüfen kann was die Gründe dafür sind wieso eine bestimmte Entscheidung getroffen wurde. Ebenso muß es eine Schnittstelle geben wo jeder Mensch seine Wünsche eintragen kann welche die KI mit in die Entscheidung einrechnet.

Klar, alle wollen Reich werden und im Luxus leben, aber die KI wüßte daß das nicht möglich ist und würde akzeptieren daß das nur nur bestimmte Personen erreichen könnten, aber sie könnte verhindern das diese Personen z.B. Verbrecher sind.

Der Mensch hat schon einmal zu oft bewiesen das er kaum in der Lage ist die gute Entscheidungen zu treffen weil ihm zuviele Informationen fehlen die aber dafür wichtig wären, er aus Eigennutz handelt oder um eine Lobby zu bedienen etc.

Wir brauchen also etwas besseres, ein System was die Intelligenz und das Wissen sehr vieler Menschen bündelt, sortiert, bewertet und daraus dann die beste Entscheidung trifft.

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sonnemond 05.11.2018, 13:53
35. Kann Ihnen da nur Recht geben, Herr Stöcker

Angesichts der elementaren Probleme, die die Menschheit vor sich herschleppt wie Klimawandel, Plastik-Apokalypse, Umweltverschmutzung, Hunger, Armut etc. wäre eine Weltregierung wohl ein guter Weg damit zu arbeiten. Das größte Problem und ursächlich für alle anderen ist jedoch die drastische Überbevölkerung. Wie lässt sich eine Welt mit den ultra-heterogenen Interessen von 7,6 Milliarden (in den nächsten Jahrzehnten zehn Milliarden) einigen? Afrika mit über 50 Staaten und exponentiell wachsender Bevölkerung von 1,2 Milliarden. China auf seinem aggressiven Welt-Imperatoren-Trip? Der Islam ähnlich, nur von religiöser Seite aus? Ein globaler Islamischer Staat? Wir wünschen das Beste. Persönlich bin ich da immer mehr hoffnungslos.

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im_ernst_56 05.11.2018, 18:58
36.

Zitat von hman2
In der Tat, Kanada ist bis heute kein Mitglied der Vereinigten Staaten von Amerika geworden, richtig erkannt!
Um für meine kanadischen Freunde zu sprechen: Und das ist auch gut so.

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frank08ma 05.11.2018, 19:13
37. Einmal mehr - keine Glanzleistung!

Dass die Menschenrechte sich aus einer überwiegend christlichen Kultur heraus konstituierten, von einem Team verfasst, dass zumind. z.T. mit engagierten Christen besetzt war, dass der erwähnte George Mason, mit der maßgeblich von ihm verfassten Virginia Declaration of Rights, die in der Forschung als Blue Print der Unabhängigkeitserklärung, der Franz. Bürgerrechtserklärung ff. gilt, sich nicht etwa auf Micius oder Epikur bezog, sondern John Locke, der in seinen Arbeiten permanent bibel-exeget. argumentiert (wie übrigens auch der eher säkulare T. Paine!) , dass Kant das "Evangelium" pries als "unvergänglichen Leitfaden wahrer Weisheit" Das alles ist Herrn Prof. Stöker unbekannt (oder bleibt bewusst unerwähnt?). Die Virgina Declaration of Rights beschwört feierlich - nicht etwa Platons Dialoge - sondern "die Ehrfurcht, die wir unserem Schöpfer schulden" und "die gemeinsame Pflicht aller, christliche Nachsicht, Liebe und Barmherzigkeit aneinander zu üben.".. Auch die von antiklerikalen Fanatikern hingerichtete Olympe de Gouges berief sich als Vorkämpferin der Frauenrechte auf die "wunderbare Weisheit des Schöpfers"
Nun sind nicht jedem die Konfliktherde der Welt präsent, die überwiegend binnenstaatlich sind und von daher die Idee, dass eine Weltregierung den ewigen Frieden sichern könnte, als schönen aber naiven Gedanken entlarvt und ad absurdum führt.. Und natürlich ist eine Broschüre der umstrittenen Giordano-Bruno-Stiftung schneller gelesen, als bspw. Hans Joas Schriften zur "Genealogie der Menschenrechte"..
Aber solche Lässigkeit hat ihren Preis.. Die säkular-"humanistische" GBS und Menschenrechte! Als 1947 die UN Human Rights Declaration - wie bereits erwähnt - von einem multireligiösen Team erarbeitet wurde, publizierte zeitgleich das große GBS-Vorbild, Begründer des "evolutionären Humanismus" Julian Huxley (auch in der Broschüre erwähnter, viel gelobter Vordenker der GBS) seine Abhandlung "Man in the Modern World", in der er u.a. folgende Ideen zur verbesserung des menschlichen Genpools erörtert:
"The lowest strata ... are reproducing relatively too fast. Therefore birth-control methods must be taught them; they must not have too easy access to relief or hospital treatment lest the removal of the last check on natural selection should make it too easy for children to be produced or to survive; long unemployment should be a ground for sterilization, or at least relief should be contingent upon no further children being brought into the world."
Die GBS zeichnete Peter Singer, Pop-Philosoph der säkularen Szene, mit einem Ethik-Preis aus; ein Mann, der das Lebensrecht gesunder Affen gegen das behinderter Menschen abwägt oder mit Vorschlägen wie dem, Eltern ein Recht zur Tötung ihrer bis zu 4 Wochen alten Säuglinge einzuräumen, brillierte (Vgl. SPIEGEL Interview 25.11.2011)... Die GBS kooperiert eng mit Mina Ahadi, deren iran. kommunistische Arbeiterpartei vom Verfassungsschutz überwacht wird..
Gerade ein wichtiges Thema wie das der Menschenrechte, hätte etwas mehr Engagement in der Ausarbeitung verdient..

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keinguternamemehrfrei 05.11.2018, 19:41
38. soso die schweiz

Zitat von Stäffelesrutscher
»Guantanamo, Drohnenmorde, Massenüberwachung - selbst die USA der Obama-Jahre schafften es keineswegs, die Menschenrechte einzuhalten.« Warum »selbst« die USA? Wie kommt man auf die Idee - nach Hiroshima, Nagasaki, den Putschen in Guatemala, Chile, der Dominikanischen Republik, dem Iran, den Invasionen in Vietnam, Grenada, ... ausgerechnet die USA zu einem »Champion« der Menschenrechte zu machen? Wenn da Norwegen gestanden hätte, oder Finnland, oder die - erst 2002 der UNO beigetretene - Schweiz ...
jaaa, die schweiz und menschenrechte, das waer was gewesen.
also die rede ist im artikel von den .
denn wer hat 2009 den friedens-nobelpreis erhalten? genau.
vielleicht erst mal genau lesen, dann nachdenken, dann schreiben.

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SIR-ENE 06.11.2018, 13:40
39. Rechte ohne Gerechtigkeit in den Händen der ohnmächtigen Masse

Der größte Feind der Menschheit ist das menschliche Individuum, das mit seinem bisschen mehr Hirn das, was sich tatsächlich ereignet, ein wenig mit sich selbst zu gut gemeint wahrnimmt, wertet, erinnert und entsprechend unklug erwartet. Aber von den Selbsttäuschungen dabei nichts wissen will und damit produzierte Denkfehler gerne nur bei anderen vermutet. Damit wächst die Erwartung auf Einhaltung der Menschenrechte Mächtigen zu, während die vielen Ohnmächtigen, die Gesellschaften ausmachen, sich weiterhin so dumm und bescheuert verhalten, dass überall jede Menge Alltagsungerechtigkeiten die Systeme am Laufen halten und Änderungen stets nur Vorhandenes bestätigen. Nur das erklärt, warum weltweit die Vermögensscheren ihre Schenkel immer schamloser spreizen, trotz so viel vermeintlicher Gegenma§nahmen.

Wüsste der Mensch wenigstens, dass alles auf Gemeinsamkeiten beruht und nicht das Geringste ohne das mächtige Werkzeug Kommunikation geschieht, das im besten Falle genug Verständigung über ein wirklich gerechtes Geben und Nehmen ermöglicht und damit auch größte Menschenhäufen dauerhaft friedlich im Wohlstand miteinander zurechtkommen lassen kann, hätten wir schon längst den unfassbaren Makel vom Hals, grausamste Kreatur im Universum zu sein, die sogar Artgenossen massenhaft tötet.

Solange der Einzelne nicht erkennt, wieviel Macht er tatsächlich hat, er ja auch immernoch den größten Teil seiner Leistungskraft selbstbestimmt nutzt für seine Interessen, die auch die Akzeptanz machtvoller Fremdbestimmung mit einschlie§t, wird sich nicht das Geringste ändern. Wenigstens das sollten Vernunftwesen doch endlich mal kapieren. - Wo ist denn die Denkelite, die sich als Tommler unserer Welt hinter ihren Schreibtischen verkriechen und wie erfolgsgewohnt mit dem beschäftigen, was Mächtige noch nie in den Griff bekommen konnten …?? Die können wirklich nicht zaubern und das Verhalten so vieler Schwachsinniger ändern, die blöde aus der Wäsche gucken, fragt man sie, was für sie Gerechtigkeit bedeutet …

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