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Weltklimakonferenz: 18 Staaten verkünden Ausstieg aus der Kohleenergie
DPA

Massenaustritt aus der Kohle: Auf der Weltklimakonferenz haben 18 Staaten erklärt, auf die abgasintensive Energieform verzichten zu wollen. Die Ankündigung bringt die deutsche Bundesregierung in die Defensive.

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geschädigter5 16.11.2017, 14:57
90. Nur mal so

Zur Zeit könnten Kohlekraftwerke mit 7 Gigawatt Leistung sofort abgeschaltet werden. Und, wenn 2023 das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet wird, sind „nur“ 18 Gigawatt als Reserve vorhanden. Zu lesen in SpOn, im Wirtschaftsteil. Die Versorgung wäre günstiger und problemloser, wendige Kohlekraftwerke sofort abgeschaltet werden würden. Gemäß einer anderen Tabelle würde jetzt im Oktober 17 bereits mehr wie 40% der elektrischen Energie aus regenerativen Quellen wie Sonnenenergie und Windenergie gewonnen. Die ganze erregte Debatte über Atomstrom ist also witzlos.

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Elementar 16.11.2017, 15:00
91. Besser raus aus der Kernenergie _und_ der Kohleverfeuerung

Besser komplett aus der Kernenergie _und_ der Kohleverfeuerung aussteigen. Lieber hier im eigenen Land kopnsequent auf erneuerbare Energien setzen und bei Engpässen den Strom aus den bewährten KKWs der franz. Nachbarn beziehen (die beherrschen das technisch und politisch, muss man einfach konstatieren). Plus eine Reihe schnell hochfahrbarer Gaskraftwerke zur Absicherung.
Dann kommen andere Länder "unter Druck"...

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Captain Apollo 16.11.2017, 15:04
92. habe mich köstlich amüsiert

Fidschi, die Marschallinseln, Frankreich... wirklich beeindruckend. Länder mit der Bedeutung von Kleinkleckersdorf oder mit 90% Atomkraft. Da fällt der Ausstieg aus der Kohle leicht.

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Bondurant 16.11.2017, 15:05
93. Das

Besonders Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sorgte auf der Klimakonferenz für Begeisterung, weil er mit seinem Land schon bis 2021 aus der Kohleenergie aussteigen.

ist ja schon dreist.

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Elementar 16.11.2017, 15:05
94. Besser raus aus der Kernenergie _und_ der Kohleverfeuerung

Besser komplett aus der Kernenergie _und_ der Kohleverfeuerung aussteigen. Lieber hier im eigenen Land kopnsequent auf erneuerbare Energien setzen und bei Engpässen den Strom aus den bewährten KKWs der franz. Nachbarn beziehen (die beherrschen das technisch und politisch, muss man einfach konstatieren). Plus eine Reihe schnell hochfahrbarer Gaskraftwerke zur Absicherung.
Dann kommen andere Länder "unter Druck"...

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anton_otto 16.11.2017, 15:11
95. Kunststück

Dass Länder, in den Kohle eine untergeordnete Rolle spielt, aus der Kohlenutzung aussteigen, beeindruckt ja mal überhaupt gar nicht.
Aber es zeigt sich der ganze energiepolitische Irrweg der Bundesregierung. Wenn man auf Biegen und Brechen aus der Atomenergie aussteigt, braucht man Alternativen. Man kann dann aber nicht gleichzeitig aus der Kohle aussteigen. Auch wenn die Priester der Klimakirche uns etwas anderes einreden wollen, können wir als großes, bevölkerungsreiches Industrieland unseren Energiebedarf nicht nur mit Wind- und Sonnenstrom decken.

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hinschauen 16.11.2017, 15:13
96.

Zitat von schlob
Frankreich hat kein jahrzehntelanges Anti-AKW-Hetz-Trommelfeuer der Medien hinter sich mit einer Wucht,die in der Mediengeschichte ohne Beispiel war.Das Ergebnis zeigt,dass man so ein ganzes Volk hysterisieren kann-vermutlich kann man ihm jede Überzeugung einhämmern,die man für lustig hält.
Ja die bösen Medien. Die haben ja auch die Menschen in Tschernobyl und Fukushima mit ihrer Hysterie zu Tode gehetzt.

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Freedom of Seech 16.11.2017, 15:14
97.

Zitat von seven21
Die Dummheit einiger Foristen hier ist wirklich erschreckend. Selbst wenn wir sichere AKWs hätten (wer das nicht alles glaubt), wohin mit dem Müll? Es gibt bis heute weltweit nicht ein einziges glaubhaft sicheres Entsorgungskonzept. Der Rückbau alter AKWs ist schwieriger und langwieriger als erwartet und irgendwann ist jedes AKW alt. Also was? CO2 sparen und dafür unseren Kindern tonnenweise radioaktiven Müll hinterlassen? Und dann mal zu den Saaten die einen auf große Hose machen. Frankreich mit seinen tollen AKWs beschert uns eine GAU und ein paar verstrahlte unbewohnbare Gebiete. Kanada frackt sich den selber ab. Ein Land das sich großflächig selber verödet und vergiftet kann im Klimaschutz nicht ernstgenommen werden. Kohle ist nicht die Zukunft. Und sicher müssten von den ca. 150 Kraftwerken einige sofort vom Netz. Aber dafür AKWs zu fordern oder sie länger laufen zu lassen ist das Dümmste, was ich je gelesen habe.
Das Endlager gibt nicht. Man braucht es aber auch nicht. Leute wie Sie wollen das offenbar nicht verstehen. Die Brennstäbe werden so lange gelagert bis man sie wieder verwenden will. Das wird schneller sein, als sich das viele Foristen von der Endlager-Klage Mauer erträumen (Stichwort Transmutation). Sollte sich in den kommenden Jahrhunderten herausstellen, das man mit dem Zeugs nichts mehr anfangen kann, dann wird es halt in einem vernünftigen Zwischenlager für die nächsten 10 Tausend Jahre in Sibirien verbuddelt. Das ist zwar immer noch kein Endlager, dort stört es aber allenfalls in homöopathischen Dosen - und wer glaubt schon an Homöopathie. PS: neueren Studien zufolge lösen sich die radioaktiven Nuklide auch nicht im Grundwasser sondern werden lokal im Gestein eingelagert (Mineralisierung). Unsere deutschen Nachkommen müssen also in 10 Tausend Jahren nicht befürchten, dass das in Sibirien verbuddelte Plutonium über das Grundwasser irgendwann in der Spree auftaucht - übrigens auch nicht Moskau.

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ludwigraible 16.11.2017, 15:14
98. Wenn Kohle

keinen großen Beitrag in der gesamten Stromerzeugung spielt und man hohe Kapazitäten in der Kernkraft hat, ist es leicht, die Kohle-KW abzuschalten. Bei uns ist es etwas anders. Kohle und AKW haben zusammen etwa 53 % Anteil an der Erzeugungskapazität und beide soll man abschalten. Sonne und Wind sind nicht grundlastfähig. Ich schätze, wenn man Kohle und AKW alle abschaltet, würde man eine riesige Speicherkapazität brauchen, die eine Leistung um die 30 GW über längere Zeit ermöglicht. Und die installierte Leistung der EE müsste drastisch erhöht werden, um neben dem momentanen Verbrauch auch noch die Speicher aufzuladen. Zum Vergleich: Die größten Pumpspeicherkraftwerke in D können eine Leistung bis 1000 MW (1 GW) bereitstellen. Alle Pumpspeicherkraftwerke in D zusammen um die 40 GW, aber nur 4-8 Std. lang, dann muss wieder galaden werden mit Überschußstrom (s. oben). Ich würde gerne mal ein realistisches Speicherkonzept sehen, das die sichere Versorgung Deutschlands nur mit EE zeigt.

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monolithos 16.11.2017, 15:17
99. Vielfältige Wärmeerzeugung

Zitat von darthmax
Mal zum Nachdenken : Fernwärme kann nur durch den bei der Verbrennung fossiler Energien oder radioaktiver Reaktion entstehenden Wasserdampf erzeugt werden. Sollen die Städte in Deutschland das Fernwärmenetz aufgeben ?
Haben Sie einen Wasserkocher zu Hause? Ja? Prima. Dann schauen Sie doch mal bitte nach, ob der mit Kohle oder Öl oder Gas oder Uranpellets "befeuert" wird! Vielleicht wird es ja schon bald Wasserkocher zu kaufen geben, die Strom in Wärme verwandeln können. Augen aufhalten! In größeren Dimensionen gibt es das schon: Die ersten Wärmespeicher zur Pufferung überschüssigen Wind- und Solarstroms sind im Bau oder schon fertig. Und es wird noch doller: Suchen Sie im Internet doch mal nach einer "Wärmepumpe"! Die kann sogar mehr Wärmeenergie "erzeugen" als sie an Strom "verbraucht". Und erste (elektrische) Anlagen, die Häuser mit der Wärme heizen, die sie dem Abwasser entziehen, gibt es auch schon. Und Solarkollektoren (nicht zu verwechseln mit Photovoltaik) sowieso. Manches zwar noch nicht im großen Stil, aber Wärmezeugung ist vielfältiger, als Sie denken. Vor allem ist sie nicht auf die Verbrennung fossiler Energieträger oder auf radioaktive Reaktionen beschränkt, auch nicht bei der Fernwärme.

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