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Weltklimakonferenz in Madrid: Wir erleben gerade das heißeste Jahrzehnt seit Beginn d
Martin Moxter/ Westend61/ Getty Images

Um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten, müssten die Treibhausgas-Emissionen jährlich um 7,6 Prozent sinken. Doch sie steigen kontinuierlich und mit ihnen die Temperaturen. Das zeigt ein aktueller Uno-Bericht.

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hausfeen 03.12.2019, 13:07
1. Ha, da steht es ja: "seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", ...

... also ist dann die Aussage auch aussagekräftig oder ist es nicht doch ein Erhebungsfehler?

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Ein_denkender_Querulant 03.12.2019, 13:07
2. Wir kommen aus der Falle nicht heraus

Den meisten Menschen ist überhaupt nicht klar, wo denn überall wieviel Energie drin steckt. Ich bin schon lange für einen Entfall der Mehrwehrsteuer und Einrichtung eines genauso aufwendigen Systems auf Basis vom Verbrauch fossiler Energie.

Im Kapitalismus lenkt man Verkaufsströme mit dem Preis. EWenn etwas nachweißlich hohe Folgekosten erzeugt, muss es besteuert werden. Wenn dafür im Gegenzug die Besteuerung von Arbeit reduziert wird, haben alle gewonnen.

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der_nachtarbeiter 03.12.2019, 13:08
3. Daran wird sich nichts ändern...

...weil kein Verbraucher dafür zahlen will und Politiker von eben diesen gewählt werden wollen. Man bräuchte grundsätzlich höhere Einkommen und echte Förderungen in Technik, Entwicklungen etc. die nicht den Endverbraucher ausschließlich belasten. Bspw. Biokraftstoffe, Brennstofftechnik, Wärmedämmung (die dann nicht als getarnte Umlage den Mieter das Geld in Form ewigen Mietanstiegs aus der Tasche zieht) usw.

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Gluehweintrinker 03.12.2019, 13:16
4. Zaghafte Regierungen und Verantwortung beim "Verbraucher"

Das sind die Hauptgründe dafür, dass wir es vermasseln. Tag für Tag wird unser Handlungsspielraum geringer. Selbst das noch verfügbare "CO2-Budget", welches wir bis zum Jahr XYX noch ausstoßen "dürfen", ist mir sehr großen Fragezeichen garniert. Es ist gut möglich, dass die angestoßenen Prozesse nicht mehr aufzuhalten sind und ein Kipppunkt nach dem anderen erreicht wird. Permafrost-Auflösung mit massiver Ausgasung von CO2 und Methan, Verlust von Meer- und Landeis, mit Reduzierung der IR-Reflektion usw. - und gar nichts hört man von den gigantischen Kohlenstoffspeichern des Methanhydrat in den Kontinentalschlelfen.

Und was hört man aus der Politik? Man müsse die Mensche "mitnehmen" und dürfte ihnen nicht zu viel "zumuten"... soso. Der böse Infraschall durch Windkraftanlagen und der Trennungsschmerz, wenn man statt SUV die Straßenbahn benutzen soll. Und dann erst die 20.000 Arbeitsplätze der Braunkohleindustrie, für die man auch gern mal 200.000 Arbeitsplätze bei Erneuerbaren zu opfern bereit ist. Was für ein elendes Schmierentheater.

Man ist also bereit, den Menschen den Verlust der Lebensgrundlagen "zuzumuten". Ich bin gespannt, wohin man den in 100 Jahren die Menschen "mitnehmen" will. Nach Nordnorwegen und Grönland? Fridays For Future ist der Hoffnungsschimmer, der den Silberstreif am Horizont darstellen könnte, doch ich fürchte, dass er zu spät kommt. Tröstlich ist, dass all diese Jugendlichen bald volljährig werden und wählen dürfen.

Entweder gelingt uns unter einer gigantischen gesellschaftlichen Kraftanstrengung national, europäisch und global der Schwenk hin zu einer Nachhaltigkeit, die diesen Namen verdient, oder wir läuten das Ende der Zivilisation ein wie wir sie kennen. Nein, das ist keine Unkerei oder eine Klimakirche, es ist die vernünftige Interpretation von Fakten, z.B. Messwerten.

Das Zaudern der Politik und das Zuschieben der persönlichen Verantwortung auf den Verbraucher, er könnte ja selbst entscheiden, Bahn statt PKW zu fahren, Gemüse statt Fleisch zu essen, das wird nicht reichen. Wer das meint, der kennt den Begriff des Allmende-Dilemmas nicht. Umfragen zeigen deutlich, dass mutige Entscheidungen gefragt sind und dass das Klima-Minipäckchen der Bundesregierung für unzureichend gehalten wird. Also, worauf wartet man - dass man endgültig abgewählt wird?

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der.tommy 03.12.2019, 13:19
5.

Es nützt alles nix. Die große Masse der Menschen gefällt sich augenscheinlich darin nichts dagegen zu tun obwohl wir es besser wissen. Sämtliche Messungen deuten in genau eine Richtung. Sogar EXXON wusste intern bereits vor 40 Jahren wohin die Reise geht, wie SPON erst kürzlich wieder gut aufbereitet gezeigt hat. Den ewig-gestrigen ist all das egal. Augen und Ohren werden zugehalten und es wird laut gesummt und die Wahrheit nicht wahrzunehmen und dann wird immer wieder so getan, als müsse man „erst mal abwarten“ und man müsse noch „weiter forschen“....nichts weiter als eine Taktik des Hinhaltens in der Hoffnung dass die Auswirkungen in der eigenen Lebenszeit nicht zu gravierend sind.

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emmillie 03.12.2019, 13:24
6. Jeder kann etwas tun

Ich nenne nur einige Beispiele:
1. Ganzer oder weitgehender Verzicht auf Fleisch bzw. Mastviehhaltung:
Essen ohne Fleisch ist gesünder und schmackhafter. Rezeptvorschläge sind überall im Internet zu finden.
Dadurch sinkende Nachfrage nach Viehfutter aus Soja aus Brasilien und dadurch wiederum weniger Brandrodungen des Regenwaldes in Brasilien
Weniger Gülle und damit weniger Verunreinigungen des Wassers
Weniger Wasserverbrauch: Denn 1 Kilo Fleisch verursacht einen Wasserverbrauch von 15000 Litern Wasser
2. Spanien, dem Land der Klimakonferenz:
Verzicht auf Stierkämpfe und damit auf 40000 weniger Stiere pro Jahr
3. Tempo drosseln auf Autobahnen und Landstraßen:
Das geht auch ohne Tempolimit, wenn man nur will
4. Flüge vermeiden, ggf. Bahn nutzen oder Urlaub zu Hause
5. Kleidung tragen, solange sie hält und nicht wegwerfen, wenn die Mode sich ändert.
6. Gleiches bei Möbeln und anderen Gebrauchsgegenständen: Verwenden, so lange es eben geht.
7. Betreiber von Restaurants und Gasstätten:
Anbieten veganer und ggf. vegetarischer Gerichte. Das würde den Umsatz auch steigern.
8. Heizungsthermostate so niedrig wie möglich einstellen
Es gibt sicher noch einige Bereiche, wo man als Privatperson CO2 einsparen kann, die ich hier nicht aufgezählt habe.

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antelatis 03.12.2019, 13:26
7.

Zitat von der_nachtarbeiter
...weil kein Verbraucher dafür zahlen will und Politiker von eben diesen gewählt werden wollen. Man bräuchte grundsätzlich höhere Einkommen und echte Förderungen in Technik, Entwicklungen etc. die nicht den Endverbraucher ausschließlich belasten. Bspw. Biokraftstoffe, Brennstofftechnik, Wärmedämmung (die dann nicht als getarnte Umlage den Mieter das Geld in Form ewigen Mietanstiegs aus der Tasche zieht) usw.
Na ja, man kann ja ganz einfach wählen, wer es wie bezahlen soll. Wenn man die Grünen mit CDU und FDP in die Regierung wählt, dann werden es die 90% ärmsten bezahlen. Wenn man die Grünen mit SPD und Linken in die Regierung wählt, dann werden es die 10% reichsten bezahlen müssen.

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derleibhaftige 03.12.2019, 13:28
8. Sinneswandel

Solange sich nur ein sehr kleiner Teil der Weltbevölkerung überhaupt gedanklich mit der Thematik befasst, wird das nichts. Die Deutsche Bevölkerung macht nur ca. 1 % der Weltbevölkerung aus, mit stark fallender Tendenz. Die größten Verursacher sitzen aber gar nicht in Deutschland und kümmern sich nicht um das Problem.

Klimawandel ist auch Sinneswandel !

Die Chinesen, Inder, Russen, Saudis und Amerikaner müssten halt auch erstmal eine grüne Partei gründen, die ihnen vorschreibt, wie sie zu denken haben und wie sie die mögliche Rettung der Welt mitgestalten könnten.

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petreg5544 03.12.2019, 13:28
9. Warum...

war der CO2-Wert vor 15 Millionen Jahren so hoch...ohne von Menschen gemacht?

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