Forum: Wissenschaft
Weltkriegswracks vor Helgoland: Das letzte Gefecht des Torpedoboots "V-187"
Florian Huber

Am 28. August 1914 sanken in der Nordsee vier deutsche Kriegsschiffe im Gefecht gegen die britische Marine. Raubtaucher plündern die Wracks - was Unterwasserarchäologen nun verhindern wollen.

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gruebi01 31.08.2018, 01:14
10. Absurde Argumentation

Ohne die "Raubtaucher" hätte der Herr Unterwasserarchäologe also von den Wracks garnichts gewusst? Und wenn das Demontieren von Geschützen als Grabplünderei bezeichnet wird, was ist dann bitteschön das Ausstellen von Funden im Militärmuseum - Nekrophilie? Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Beschlagnahme - von mir aus, aber die Leute vor den Kadi bringen und sie als "Grabräuber" zu bezeichnen ist schon reichlich übertrieben.

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playitagainsam 31.08.2018, 06:59
11. @Nelkenghetto

Bevor Sie sich selber solche Fragen stellen und Ihr Unwissen öffentlich kundtun, sollten Sie sich vielleicht erst einmal über das Militärhistorische Museum der Bundeswehr (MHM) in Dresden informieren. Vorhandene Exponate sind z. B. der aus Fragmenten des ersten deutschen U-Boots rekonstruierte "Brandtaucher" (Original von 1850) sowie das 1968 in Dienst gestellte Binnenminensuchboot Atlantis der Bundesmarine. Und jetzt sind Sie wieder dran - warum haben die Teile der im Artikel genannten Kriegswracks nichts in Dresden verloren?!

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MatthiasPetersbach 31.08.2018, 08:37
12.

Zitat von gruebi01
Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Beschlagnahme - von mir aus, aber die Leute vor den Kadi bringen und sie als "Grabräuber" zu bezeichnen ist schon reichlich übertrieben.
Nein, das ist UNTERtrieben.Das sind gemeine Diebe und Verbrecher. Und Zerstörer von historischen Schauplätzen. Aus rein persönlicher Wollust und/oder Profitgier.

Und mal abgesehen von Historie und so: Das Zeux GEHÖRT denen nicht. Das steht da nur offen rum. So wie der Radlader nachts auf der Baustelle rumsteht, auf dem Kirchturm ein Kreuz ist oder in ihrer Einfahrt Ihr Auto steht . Daß das (im Idealfall) trotzdem nicht verschwindet, ist ein Zeichen von zivilisatorischem Verhalten.

Diebstahl bleibt Diebstahl - und ein Dieb ein Vollpfosten.

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bronstin 31.08.2018, 11:58
13. Plündern ist wie Raubgräberei

Die Niederländer hatten dort nichts verloren und letztlich ist es Fledderei. Schönstes Beispiel für Fledderei sind die brit. Schiffe, die 1942 in der Java-See sanken - von den Schiffen, die erst 2007 entdeckt worden sind, war 2016 nichts mehr zu finden: Offenbar sind die Schiffe von Altmetallplünderern zerlegt worden. Das es auch ein Kriegsgrab für 2300 Tote war, hat nicht interessiert...

Zum Untergang von SM T-Boot V 187 gibts übrigens mindestens zwei zeitgenössische Berichte...

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Hamberliner 31.08.2018, 15:50
14. Man kann sich als Moralapostel auch lächerlich machen.

Zitat von MatthiasPetersbach
Und mal abgesehen von Historie und so: Das Zeux GEHÖRT denen nicht. Das steht da nur offen rum. So wie der Radlader nachts auf der Baustelle rumsteht, auf dem Kirchturm ein Kreuz ist oder in ihrer Einfahrt Ihr Auto steht . Daß das (im Idealfall) trotzdem......
Wenn man einen Wertgegenstand in der Bahn vergisst und anschließend dauerhaft zu faul ist sich den beim Fundbüro abzuholen bleibt man wie lange Eigentümer? Zweitausen Jahre lang? Fünf Millionen Jahre lang? Wir unterhalten uns hier über Hinterlassenschaften aus dem Ersten Weltkrieg, die zu bergen oder zu nutzen der rechtmäßige Eigentümer ein Jahrhundert lang kein Interesse hatte. Wenn nicht rechtlich, dann doch zumindest ethisch verliert er dadurch seine Eigentümerrechte, und jeder kann zugreifen. Hinterbliebene, die diese angeblichen Gräber zu wirklichen Gräbern gemacht hätten, indem sie die Orte regelmäßig mit dem U-Boot oder wenigstens an der Oberfläche besucht und an die Verstorbenen gedacht hätten, scheint es auch nicht zu geben. Dieselbe Situation wie auf einem Friedhof, wo ein normales Grab auch nicht Jahrtausende bestehen bleibt wenn niemand mehr lebt, der den Verstorbenen gekannt hat und es nötig hätte, das Grab zu besuchen.

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