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Weltnaturerbe: Unesco sorgt sich ums Great Barrier Reef
REUTERS/University of Queensland

Schütz Australien das Great Barrier Reef ausreichend? Die Unesco ist davon nicht überzeugt. Binnen eines Jahres muss das Land seine Schutzmaßnahmen vorstellen - sonst könnte das Riff seinen Status als Welterbe verlieren. Eine Schmach, die man in Deutschland gut kennt.

richardson-dutch 18.06.2013, 16:23
1. Als eine Schmach..

sehe ich das keineswegs! Es muss die Entscheidung frei bleiben, dass ich die Priorität einer infrastrukturellen Entwicklung über diesen Titel stelle. Ansonsten haben wir die UNESCO-Diktatur.

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gollummagorkse 18.06.2013, 16:28
2. Seltsames Verhalten

Zitat von sysop
Schütz Australien das Great Barrier Reef ausreichend? Die Unesco ist davon nicht überzeugt. Binnen eines Jahres muss das Land seine Schutzmaßnahmen vorstellen - sonst könnte das Riff seinen Status als Welterbe verlieren. Eine Schmach, die man in Deutschland gut kennt.
Offensichtlich wird in dieser organisation mit unterschiedlichen Maßstäben gearbeitet. Einerseits eine Brücke im Elbtal und im Vergleich dazu die Bausünden in Cuzco - da bleibt jedes Verständnis auf der Stecke. Jetzt noch das Barrier Reef, geht es noch?

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kai kojote 18.06.2013, 16:34
3.

"Die Entscheidung des Komitees bekräftigt die großen Sorgen, die Wissenschaftler, Fischer und Anwohner sowie Besucher aus aller Welt haben"

Der Fischer? Die greifen doch selbst in das Ökosystem ein. Und die Besucher? Die stören es doch auch stark. Sehr seltsame Auflistung. Aber gut, die kommt ja vom WWF, deren Logo sogar auf Fischstäbchen vermarktet wird :D

Aber es ist halt wie immer und überall: Nichtmal die letzten, kleinsten, oder wichtigsten, und sogar nicht profitabelsten geschützten Gebiete sind vor ihrer Zerstörung sicher.

Aber naja, ein Hurricane macht ja auch nicht halt sondern walzt einfach Platz, der Mensch ist eben auch eine Naturkatastrophe und die kennt kein Pardon.

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gadus 18.06.2013, 16:54
4.

Zitat von kai kojote
Der Fischer? Die greifen doch selbst in das Ökosystem ein. [...] Aber es ist halt wie immer und überall: Nichtmal die letzten, kleinsten, oder wichtigsten, und sogar nicht profitabelsten geschützten Gebiete sind vor ihrer Zerstörung sicher.
Sie denken, ein Fischer hat generell kein Interesse an einem gesunden Ökosystem? Dass das GB Riff als Brut- und Aufwuchsgebiet von sehr vielen Fischarten garantiert positive Auswirkungen auf befischbare Bestände in angrenzenden Gebieten hat, steht wohl außer Frage.
Darüber hinaus: Auch wenn Fischer standardmäßig immer als Ökosystemzerstörer gebrandmarkt werden, ist das viel zu kurz gedacht: Wovon sollen Fischer in den kommenden Jahren leben, wenn sie sich ihre eigene Lebensgrundlage durch exzessiven Fang bzw. Uweltzerstörung kaputt machen?

Weiterhin denke ich, dass weite Bereiche (wenn nicht das komplette Riff?) ohnehin als Schutzgebiet deklariert sind, in dem keine Fischerei erlaubt sein dürfte bzw. diese nur eingeschränkt möglich ist.

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geri&freki 18.06.2013, 20:22
5. Prädikate wollen verdient sein!

Zitat von richardson-dutch
sehe ich das keineswegs! Es muss die Entscheidung frei bleiben, dass ich die Priorität einer infrastrukturellen Entwicklung über diesen Titel stelle. Ansonsten haben wir die UNESCO-Diktatur.
Die UNESCO handelt völlig richtig, Etikettenschwindel nicht zu dulden! Wenn die zu Recht strengen Standards nicht erfüllt werden, gibt es eben kein Prädikat oder wird wieder aberkannt! Was wäre der Kölner Dom ohne seine Türme? Doch nur ein trauriger Torso, ein Schatten seiner selbst!
Einmal weniger euphemistisch ausgedrückt hieße „infrastrukturelle Entwicklung“ doch auch hier ganz klar Zerstörung!
Das Killerargument mit der Diktatur ist eine abgedroschene Phrase aus der neoliberalen Rüstkammer, die einmal mehr völlig fehl am Platz ist! Das Gegenstück dazu wäre die Herrschaft des Vandalentums...

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richardson-dutch 18.06.2013, 21:54
6. Irrtum

Zitat von geri&freki
Die UNESCO handelt völlig richtig, Etikettenschwindel nicht zu dulden! Wenn die zu Recht strengen Standards nicht erfüllt werden, gibt es eben kein Prädikat oder wird wieder aberkannt! Was wäre der Kölner Dom ohne seine Türme? Doch nur ein trauriger Torso, ein Schatten seiner selbst! Einmal weniger euphemistisch ausgedrückt hieße „infrastrukturelle Entwicklung“ doch auch hier ganz klar Zerstörung! Das Killerargument mit der Diktatur ist eine abgedroschene Phrase aus der neoliberalen Rüstkammer, die einmal mehr völlig fehl am Platz ist! Das Gegenstück dazu wäre die Herrschaft des Vandalentums...
Das haben Sie aber falsch verstanden. Es geht keineswegs um Etikettenschwindel, sondern darum, dass man sich wie im Fall des Dresdner Elbtals bewusst für Weiterentwicklung und auch bewusst gegen den Titel entscheidet.

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