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Weltraumforschung - Rehabilitation des Entdeckerdranges?

Geldverschwendung, Forscher-Eitelkeit, falsche Prioritäten: Die Erforschung des Weltalls stand lange Zeit nicht sehr hoch in der Gunst der Öffentlichkeit. Jetzt genießt die Weltraumforschung nach gelungenen Missionen auf Mars und dem Saturnmond Titan, der unentbehrlichen Satellitenkommunikation und zuletzt durch die spektakuläre "Deep Impact"-Unternehmen wieder hohe Akzeptanz. Eine längst fällige und gerechtfertigte Rehabilitation? Oder sind die Nutzeffekte der Erforschung des Alls trotz schöner Bilder weiterhin zweifelhaft?

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Shalashaska 07.07.2005, 07:30
1.

Zitat von sysop
Oder sind die Nutzeffekte der Erforschung des Alls trotz schöner Bilder weiterhin zweifelhaft?
Die Erforschung des Alls. Ein ziemlich breitfächernder Begriff. Die Zielbreite der Forschungen sollte mehr eingeschränkt werden. Wieso z.B. werden keine Bilder von der Rückseite des Mondes veröffentlicht? Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung.
Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein.
Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir?

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Hans-Joachim Grüßner 07.07.2005, 09:29
2.

Zitat von Shalashaska
Was nutzt uns ein "Deep Impact" auf einem Kometen? Nichts, reine Geldverschwendung.
Moin,

erst nachdenken, dann schreiben.
Die Deep Impact-Mission gibt uns erste Daten darüber, wie man es anfangen könnte, einen Kometen, der die Erde zu treffen droht (ist ja schon öfter passiert), von diesem Kurs abzubringen, zu bremsen, zu zerstören.

Wenn so ein Teil die Erde mal getroffen hat, spielt Geld überhaupt keine Rolle mehr. Nie mehr.

Zitat von Shalashaska
Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein.
Aha. Und von welchem Nutzen ? Den nicht unbemannte Sonden auch erbringen könnten ?

Wohl zuviel SF gelesen....

Da frag ich mich, wo leben Sie .. ;-)

Gruß von der Ostsee

Hanjo Grüßner

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Sina Kleist 07.07.2005, 10:16
3.

Zitat von Shalashaska
Eine bemannte Mission zu fernen Himmelskörpern wäre angebrachter und würde der Forschung auch von Nutzen sein. Wie bei dem Artikel von "von Brauns Raumschiff". Die Arbeiten wurden eingestellt weil ja Vietnam wichtiger war, da frag ich mich wo leben wir?

hmmmm..... da draußen sind Sonden zum Teil seit Jahrzehnten unterwegs und liefern recht gescheite Daten. Warum sollte man Menschen auf One-Way-Missionen schicken, wenn es auch anders geht?

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Daniel Klein 07.07.2005, 10:24
4. Nicht nach den Sternen gereifen ohne Ahnung

Sie sprechen von bemannten Missionen zu Planeten und über deren bessere Erforschung.
Doch kennen wir nicht einmal das ganze Potenzial unseres Planeten und haben noch nicht einmal seine Erhaltung im Griff.
Ich bin auch dafür das man die Erforschung des Weltraums nicht links liegen lässt.
Doch Eile mit Weile. Eines der großen Probleme der Menschen, die jetzt schon von bemannten Flügen zum Mars oder gar anderen Planeten (was ganz und gar unmöglich ist) sprechen, ist: Das sie es vermeindlich schon gesehen haben. Bruce Willis Landet auf Kometen,
Val Kilmer erichtet Basisstadionen auf dem Mars und Arni
lebt auf dem selben.
Wenn man solche Bilder,aus der beeindruckenden Trick- schmieden Holywoods, sieht beeindrucken keine Steine oder erstaufnahmen der Marsoberfläche mehr.
Doch das sollten sie denn es ist einfach das beste was wir zum heutigen Stand der Technik erreichen können.

Weiter mache weiter Forsche irgendwann ereichen wir den Mars. Doch zur Zeit, sich mit dem zufrieden geben was möglich ist.

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5(077y 07.07.2005, 11:50
5. ziemlich gewagt...

Moin zusammen...

Also ich fand das experiment doch ein wenig gewagt; wer sagt denn das der Klotz die komplette kinetische energie, die bei dem Aufprall enstand absorbiert hat... was wäre, wenn sich herausstellt, das die sache doch mehr Einfluss auf die Flugbahn des Kometen hatte als ursprünglich berechnet?! Ok, das ist zwar im Anbetracht der Größenverhältnisse äußerst unwarscheinlich... aber wenn man hier ein kleinwenig mit der Chaostheotie herumfuchtelt, klingt die Sache doch schon ein bischen interessanter.

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URi 07.07.2005, 12:06
6.

Zitat von Sina Kleist
hmmmm..... da draußen sind Sonden zum Teil seit Jahrzehnten unterwegs und liefern recht gescheite Daten. Warum sollte man Menschen auf One-Way-Missionen schicken, wenn es auch anders geht?
Beispiel Voyager I
Gestartet 1977
Entfernung mittlerweile 95AU (13 Lichtstunden)
immer noch in Funktion. Allerdings weiß ich nicht, ob da noch sinnvolle Daten kommen. Schließlich haben die 2 Voyagers unser Sonnensystem verlassen und jetzt kommt erst mal lange, lange nix mehr...

Andererseits wird es immer Leute geben, die für einen Flug zum Mars (oder sonstwohin) bereit sind jegliches Risiko einzugehen. Wenn ich die Chance bekommen würde auf den Mars zu fliegen, würde ich sofort ja sagen.
Und es gibt Dinge, die kann (noch) keine Sonde. Andere (defekte) Sonden, Maschinen, etc. reparieren. Dazu brauchts dann doch noch einen Menschen.

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Marvin 07.07.2005, 13:02
7. Feinheiten der Formulierung :-))

Zitat von 5(077y
Also ich fand das experiment doch ein wenig gewagt; wer sagt denn das der Klotz die komplette kinetische energie, die bei dem Aufprall enstand absorbiert hat...
Energie kann nicht "entstehen".

Energie kann man auch nicht "erzeugen" (wie im Begriff "Energieerzeugungsunternehmen").

Energie kann man auch nicht "verbrauen" (wie im Begriff "Energieverbraucher") oder "vernichten".

Das einzige, das man tun kann, das ist das Umsetzen bzw. Überführen von einer Energieform (z.B. kinetische Energie) in eine andere Energieform (z.B. innere Energie).

Zitat von 5(077y
aber wenn man hier ein kleinwenig mit der Chaostheotie herumfuchtelt, klingt die Sache doch schon ein bischen interessanter.
Kennen Sie die Szene aus dem Film "Fargo", wo der eine Typ, der ein bisschen schräg aussieht, die Prostituierte volllabert. Und die Prostituierte sagt dann schließlich zu ihm: WOVON REDEST DU ÜBERHAUPT ?

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Sina Kleist 07.07.2005, 13:30
8.

Zitat von URi
Andererseits wird es immer Leute geben, die für einen Flug zum Mars (oder sonstwohin) bereit sind jegliches Risiko einzugehen. Wenn ich die Chance bekommen würde auf den Mars zu fliegen, würde ich sofort ja sagen. Und es gibt Dinge, die kann (noch) keine Sonde. Andere (defekte) Sonden, Maschinen, etc. reparieren. Dazu brauchts dann doch noch einen Menschen.
Klar gibt es immer jemanden, der sich auf so etwas einlassen würde. Aber ob der Nutzen größer wäre ...?
Vielleicht irgendwann einmal.

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Hans Engler 07.07.2005, 18:28
9.

Zitat von 5(077y
... aber wenn man hier ein kleinwenig mit der Chaostheotie herumfuchtelt, klingt die Sache doch schon ein bischen interessanter.
Die Chaostheorie ist genau deshalb etwas in Verruf geraten, weil man mit ihr "herumfuchteln" kann.

Mal ernsthaft - die Astronomen und Ingenieure am JPL haben bewiesen, dass sie einen mit 30km/sec vorbeirasenden Kometen mit einer Ungenauigkeit von 1km treffen koennen. Und da soll man ihnen nicht abnehmen, dass sie die Bahnveraenderung durch den Aufprall nicht ausrechnen koennen? Das ist doch eine Uebungsaufgabe fuer eine Studentin im dritten Semester.

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