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Weltraumschrott: "In 100 Jahren könnte es zu gefährlich sein, ins All zu fliegen"
DPA / Esa

Sie sind oft winzig klein - und haben die Wirkung von Granaten: Eines Tages könnten Weltraumschrott-Partikel die Raumfahrt unmöglich machen. US-Experte Donald Kessler erklärt, was sich dagegen tun lässt.

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sozialismusfürreiche 20.04.2017, 10:17
30. Science Fiction

Zitat von Morpheus Nudge
Ich (als Laie) könnte mir vorstellen, dass automatisiertes Aufräumen als internationale Kooperation bezahlbar wäre, auch weil keine Eile geboten ist. Will sagen: Mehr und mehr Dronen sammeln selbständig / vollautomatisch Müll. Und wenn ich ganz tief in den Keller meines Laientums gehe, frage ich mich, ob es möglich, sinnvoll und sauber wäre, den Müll auf den Weg zur Sonne zu schicken. Teil solcher Aufräum-Schwärme könnten auch einzelne größere Konstrukte sein, die als Sammellager und Abschußbasis dienen. Laienhafte Science-Fiction oder reell?
Richtungsänderungen, Beschleunigen und Abremsen zum Schrott sammeln geht nur über Reaktionsmasse (Antrieb). Problem ist aber dann auch dass mit Geschwindigkeitsveringerung der Orbit tiefer wird mit Geschwindigkeitssteigerung höher wird. Ein Einholen heißt dann nicht auf gleichem Orbit schneller oder langsamer zu werden. Ein Einholen geht nur in dem man auf oder absteigt im Orbit.

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trompetenmann 20.04.2017, 10:18
31. Geostationäre Satelliten nicht für GPS!

Zitat von vlado13
Ganz einfach: Es gibt neben Objekten, die die Erde auf welcher Bahn auch immer umkreisen, auch geostationäre Objekte. Zu letzterer Gruppe gehören u.a. Navigationssatelliten, denn das ganze System hängt davon ab, dass diese auf ihrer Position verharren.
Höre ich öfters, ist aber falsch, siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System
Geostationäre Satelliten werden hauptsächlich für Telekommunikation verwendet (Fernsehen), damit der Sender/Empfänger das Signal nicht nachführen muss (Was bei sog. Uplink-Antennen tatsächlich doch gemacht wird, da die Bahn des Satelliten nicht konstant ist.) Die geostationäre Bahn existiert logischerweise nur über dem Äquator in einer Entfernung von ca. 35 000 km; und da ist es schon relativ voll, vor allem über Europa.

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sozialismusfürreiche 20.04.2017, 10:22
32. das Problem sind nicht die großen Teile ....

Das Problem sind nicht die großen Weltraumschrott-Teile außer sie würden miteinander kollidieren, denn sie werden ja regelmäßig erfasst und die Umlaufbahnen bestimmt.

Das Problem sind die kleinen Schrott-Teile die nicht erfasst werden und nicht erfasst werden können. Das sind die gefährlichen Objekte.

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lookinside13012 20.04.2017, 10:23
33. Komplexität?

Komplexe Probleme koennen zumeist nicht mit 140 Zeichen abgehandelt werden!
Hier ist ein Link für Anfänger,die diese Problematik angehen wollen.
https://www.youtube.com/watch?v=y-c1WJoYdF8

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lookinside13012 20.04.2017, 10:33
34. Etwas lesen...

Zitat von winandy
Warum lesen Sie sich zu dem Thema nicht erst mal etwas ein bevor Sie anderen etwas empfehlen?
Es geht nicht darum etwas zu lesen!
Es geht darum das "richtige" zu lesen!
Die Quelle ist doch sehr entscheidend ob ein Problem
in wissenschaftlicher Art und Weise begriffen werden kann.

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andreasw.1983 20.04.2017, 10:35
35.

Zitat von winandy
Warum lesen Sie sich zu dem Thema nicht erst mal etwas ein bevor Sie anderen etwas empfehlen? Raumfahrzeuge werden fast ausschließlich in westlicher Richtung und möglichst nahe am Äquator gestartet. Das hat den einfachen Grund dass die Geschwindigkeit an der Erdoberfläche maximal ist, also delta-v das die Rakete weniger aufbringen muss. Retrograde Bahnen gegen die Drehrichtung der Erde sind deshalb sehr selten. Reste solcher Missionen, z.B. Trümmerteile von Raketenstufen, sind in der Tat gefährlich. Für Polarbahnen gibt es ein eigenes Höhenband, welches oberhalb des Low Earth Orbit liegt. Fast alle Objekte im LEO, in dem sich die bemannte Raumfahrt abspielt, bewegen sich also in westlicher Richtung. Ihre Bahnen unterscheiden sich in Inklination (Winkel zum Äquator) und in den beiden Halbachsen. Die Inklination ist meist so um die 50 Grad, um die bewohnten Gebiete der Erde abzudecken. Die Relativgeschwindigkeit ist deshalb in der Regel gering. Objekte im Geostationären Orbit bewegen sich alle Richtung Westen und mit Inklination 0. Das Problem Weltraumschrott ist ohne Frage ein reales Problem. Aber es ist längst nicht so dramatisch wie es in solchen Artikeln gerne dargestellt wird. Sonst wäre es nämlich nicht erst in 100 Jahren zu gefährlich ins All zu fliegen.
Sie meinten sicherlich in östliche Richtung :-)

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fritzderhase 20.04.2017, 10:38
36. Stanislaw Lem hat schon in den 60ern davon erzählt!

Lem lässt in einer Story den Piloten Pirx die Verfolgung einer uralten Rakete abbrechen, weil "er mit mehreren tausend Tonnen Weltraumschrott" unterwegs ist, den er eingesammelt hat.
Lem hat das Problem also bereits erkannt, da war noch gar kein Schott unterwegs!

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nikoniac 20.04.2017, 10:47
37. @vlado13

Das ist leider vollkommener Unsinn. Geostationäre Satelliten werden für Kommunikation und TV verwendet. Ausgerechnet die Navigationssatelliten aller Betreiber (GPS, GLONASS, BEIDU, GALILEO) befindet sich auf mehr oder weniger kreisförimigen Bahnen um die Erde!

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winandy 20.04.2017, 10:49
38. Beharren auf falschen Tatsachen

Zitat von lookinside13012
Warum hängen denn 2 Sojus Kapseln an der ISS? Aus Spaß an der Freude? Beharren auf falschen Tatsachen ist zu mindestens fahrlässig...:)
Als Rettungskapsel. Im All kann alles mögliche passieren. Auf der Mir hat es sogar mal gebrannt.

Bitte lesen Sie einfach mal die Überschrift dieses Artikels: da wird der führende Experte zum Thema Weltraumschrott zitiert dass es in 100 Jahren zu gefährlich sein könnte ins All zu fliegen. Könnte! in 100 Jahren!

Das Problem Weltraumschrott will ich nicht klein reden. Wir müssen da definitiv umsteuern. Aber die Aussagen des Experten sollten auch Ihnen zu denken geben, wie groß das Problem tatsächlich ist.

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winandy 20.04.2017, 10:57
39. Erddrehung

Zitat von trompetenmann
Wieso fliegen die Trümmerteile alle in die selbe Richtung? Können Sie das erläutern?
Weil sich die Erde in Richtung Westen dreht. Startet man mit der Erddrehung, erhält man die Drehgeschwindigkeit an der Eroberfläche als kostenlose Zugabe. Startet man gegen die Erddrehung muss man die Geschwindigkeit zusätzlich aufbringen. Deshalb sind die besten Startplätze am Äquator, weil da die Drehgeschwindigkeit am höchsten ist.

Wer glaubt dies wäre nebensächlich, sollte sich mal vor Augen führen welchen Aufwand die Europäer getrieben haben um in den Dschungel von Französisch Guayana einen "Weltraumbahnhof" zu bauen. Kourou liegt auf ca. 5 Grad nördicher Breite.

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