Forum: Wissenschaft
Weltraumschrott nach Satellitenabschuss: Wenn Tausende Trümmer durchs All rasen
ESA

Indien hat unter dem Codenamen "Mission Shakti" einen Militärsatelliten abgeschossen und in Weltraummüll verwandelt. Wie groß ist die Gefahr, dass die vielen Schrotteile den Erdorbit verschmutzen?

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Das Pferd 01.04.2019, 22:49
1.

interessantes Bild. Warum erreichen die Trümmerteile dort einen Orbit von bis zu 6000 Km? nach einer Viertelumdrehung, woher kommt die kinetische Energie?

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Domainator 01.04.2019, 23:14
2. Was eine billige,...

...vorlaute und ungerechtfertigte Polemik! Auch Herr Maurer sollte, bei allem Respekt für seine Leistung, mal darüber nachdenken, woher die Weltraumverschmutzung kommt. Mit dem Finger auf andere zeigen ist immer leicht, besser wäre es aber, mal vor seiner eigenen Tür zu kehren. Jetzt wird auf Indien gezeigt genauso wie vorher auf China - von genau den Leuten, die für den allergrößten Teil des Weltraumschrotts verantwortlich sind.
"Indien ist nach den USA, Russland und China der vierte Staat weltweit, der eine Anti-Satellitenwaffe eingesetzt hat." Ich kann mich nicht erinnern, dass es ein ähnliches Geschrei gegeben hat, als Russland oder die USA ihre Waffen getestet haben. Und da sind die Unmengen an zivilem Weltraumschrott noch gar nicht einberechnet, den die Weltraummächte USA, Russland und Europa in den letzten Jahren produziert haben.

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quasi2000 01.04.2019, 23:27
3. Deutsche Weltraumbeobachtung

Woher kommt der Autor zu der Erkenntnis, dass Europa auf amerikanische Beobachtungen angewiesen sei? Deutschland verfügt mit dem System TIRA, das heutzutage zu Fraunhofer gehört und in der Nähe von Bonn steht, über eines der leistungsfähigsten Systeme zur Weltraumbeobachtung überhaupt: https://de.wikipedia.org/wiki/Radom_Wachtberg

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Hinrich7 02.04.2019, 04:37
4. mit größtmöglicher Blödheit

verseucht und verschmutzt die derzeitige Menschheit den Planeten Erde in allen zugänglichen Regionen, zu Wasser, zu Lande, zu Luft und jetzt ist der nähere Weltraum dran. Kein Mensch kann die Folgen wirklich abschätzen, was wir durch unsere Erfindungen ausgelöst haben sieht man bestens bei der Plastikflut - überall und allerorten Plastikreste. Im Rausch der Machbarkeit wird grenzenlos produziert, statt zum Wohle Aller schafft und produziert die Industriegesellschaft Müllhalden in unglaublichen Größenordnungen. Mikroplastik in den Organen, sichtbare Plastikreste in den Bäuchen der Fische und Seevögel. Jetzt also noch der angeblich ungefährliche Weltraumschrott! Neben Aktivisten fürs Weltklima bräuchte man dringend einen Aktion aller Staaten gegen die Vermüllung der Erde - es könnte sehr bald zu spät sein. Der immerwährende Slogan, Arbeitplätze und Produktionswahn könnte sich von selbst auflösen.

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Moone 02.04.2019, 07:04
5. @Das Pferd

Allein der Zusammenprall von zwei so schnellen Objekten reicht um die Partikel weit ins All zu schleudern dazu noch die Explosion.

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Niteftef 02.04.2019, 08:28
6. Das mag für Fachfremde nicht sofort klar sein

aber die Astronomen haben permanent dezente Panik vor einer Großkatastrophe mit Weltraumschrott und geben zur Überwachung viele Millionen Euro jedes Jahr aus (übrigens unsere Steuergelder, also nicht denken, es ginge uns nichts an). Zum Glück sind Position und Geschwindigkeit von allen bisherigen Trümmern bekannt, das heißt man kann berechnen, ob es Probleme geben wird.
Wenn dann ein Land wie Indien offenbar völlig ahnungslos absichtlich neue Trümmerteile erzeugt, dann ist das nicht nur eine tatsächliche Gefahr, denn von dem neuen Schrott weiß man ja noch nicht, wie er fliegt, am Ende trifft irgendwas einen wichtigen Satelliten und hunderte Millionen Euro sind Mal eben zerstört, oder gar die ISS und die Astronauten sterben, sondern es zeigt auch von einer unglaublichen Ignoranz gegenüber dieser Gefahren, die die Europäischen Astronomen zu Recht wütend macht.

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StefanXX 02.04.2019, 09:18
7. Der "Fachmann" hat gesprochen ...

Zitat von Niteftef
aber die Astronomen haben permanent dezente Panik vor einer Großkatastrophe mit Weltraumschrott und geben zur Überwachung viele Millionen Euro jedes Jahr aus (übrigens unsere Steuergelder, also nicht denken, es ginge uns nichts an). Zum Glück sind Position und Geschwindigkeit von allen bisherigen Trümmern bekannt, das heißt man kann berechnen, ob es Probleme geben wird. Wenn dann ein Land wie Indien offenbar völlig ahnungslos absichtlich neue Trümmerteile erzeugt, dann ist das nicht nur eine tatsächliche Gefahr, denn von dem neuen Schrott weiß man ja noch nicht, wie er fliegt, am Ende trifft irgendwas einen wichtigen Satelliten und hunderte Millionen Euro sind Mal eben zerstört, oder gar die ISS und die Astronauten sterben, sondern es zeigt auch von einer unglaublichen Ignoranz gegenüber dieser Gefahren, die die Europäischen Astronomen zu Recht wütend macht.
Ah .. und Sie als "Fachmann" wollen uns "Fachfremde" also aufklären hm? Das ist Ihnen aber gründlich misslungen. 1) Ich glaube die Indischen Fachleuten waren alles andere als ahnungslos, wie kommen sie als Laie nur zu dieser Behauptung Fachleuten so etwas zu unterstellen? Warum meinen Sie wurde wohl ein Satellit in so niedriger Flughöhe ausgewählt? 2) Man kennt bei weitem NICHT die Position und Geschwindigkeit von "allen bisherigen Trümmern". Schön wärs, das würde einiges erleichtern. 3) Was wollen Sie mit dem Hinweis auf unsere Steuergelder nun sagen? Forschung kostet nun mal Geld, und die Kollisionsvermeidung ist eine notwendige Voraussetzung dafür und absolut sinnvoll. Wenn die ISS von so einem Teil getroffen wird, ist nicht nur Leib und Leben der Astronauten in Gefahr (was immer Vorrang hat), sondern auch der wirtschaftliche Schaden um Größenordnungen höher als das, was für diese Systeme ausgegeben wird.

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schwerpunkt 02.04.2019, 11:28
8.

Zitat von Niteftef
aber die Astronomen haben permanent dezente Panik vor einer Großkatastrophe mit Weltraumschrott und geben zur Überwachung viele Millionen Euro jedes Jahr aus (übrigens unsere Steuergelder, also nicht denken, es ginge uns nichts an). Zum Glück sind Position und Geschwindigkeit von allen bisherigen Trümmern bekannt, das heißt man kann berechnen, ob es Probleme geben wird. Wenn dann ein Land wie Indien offenbar völlig ahnungslos absichtlich neue Trümmerteile erzeugt, dann ist das nicht nur eine tatsächliche Gefahr, denn von dem neuen Schrott weiß man ja noch nicht, wie er fliegt, am Ende trifft irgendwas einen wichtigen Satelliten und hunderte Millionen Euro sind Mal eben zerstört, oder gar die ISS und die Astronauten sterben, sondern es zeigt auch von einer unglaublichen Ignoranz gegenüber dieser Gefahren, die die Europäischen Astronomen zu Recht wütend macht.
Was interessiert Astromnomen der Schrott in der Umlaufbahn? Zumindest mir wäre dieser als Astronom ähnlich egal, außer er würde mir auf mein Teleskop fallen. Und diese Sorge wäre ähnlich begründet, wie die eines Besitzers eine Oldtimers, dass so ein Teil den gerade frisch aufgetragenen Lack verkratzen könnte.

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Das Pferd 02.04.2019, 11:33
9.

Zitat von Moone
Allein der Zusammenprall von zwei so schnellen Objekten reicht um die Partikel weit ins All zu schleudern dazu noch die Explosion.
hätten Sie das mal den Amerikanern vor 50 Jahren gesagt, die hätten sich die teure Saturn V sparen können.

Klar gibt das eine Trümmerwolke, aber nicht so.

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