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Weniger Pestizide, kleinere Felder: Umweltministerium legt Plan zum Insektenschutz vo
DPA

Umweltministerin Schulze will das Insektensterben bekämpfen. In einem Aktionsprogramm fordert sie mehr Forschung und eine umweltfreundlichere Landwirtschaft. Umsetzen kann sie allein aber nichts.

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ollis.post 03.05.2018, 10:42
1.

Die Nachfolger warten schon:

„Das «Umweltinstitut München» hat letzte Woche mit einem offenen Brief an das deutsche «Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, und nukleare Sicherheit» vor drei neuen Pestiziden mit den Wirkstoffen Cyantraniliprol, Sulfoxaflor und Flupyradifuron gewarnt, welche laut Plan der Pestizid-Industrie die drei bienenschädlichen Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam ersetzen sollen.“

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Tim-Goe 03.05.2018, 11:26
2. Immer auf die Landwirtschaft

Ich bezweifel die Effizienz der Maßnahmen. Weniger Pflanzenschutz? Bei noch mehr Verboten steigt das Resistenzrisiko für die verbleibenden Wirkstoffe noch weiter an. Ich bin besorgt, dass die Nahrungsmittelversorgung, wenn das so weitergeht, bald in schwierigen Jahren an ihre Grenzen kommt. Das Glyphosatverbot ist nur politisch motiviert - dann pflügen wir halt und killen zusätzlich zu den Unkräutern noch die Regenwürmer, Spinnen und Krabbelkäfer, die die Glyphosatanwendung überleben würden. Mehr Hecken und Wildpflanzen? Das unterstütze ich. Nur wie? Bitte nicht durch kleinere Felder! Ich will keine hessischen Zustände in ganz Deutschland. Das verringert auch die Effizienz in Bezug auf den Spritverbrauch, wenn man auf solchen Handtüchern wirtschaften will. Mein Vorschlag: -kleine (z.B. ca. 0,1ha) ineffeziente Felder mit Prämie dauerhaft stilllegen (besonders an Biotopen und Saumstrukturen), -große Felder nicht zerschneiden, sondern nach Größe gestaffelt einen entsprechenden Randstreifen (Grünbrache, Blühstreifen, o.ä.) belassen. - Ansonsten die Bodenversiegelung einschränken (je nach Quelle 30-60ha pro Tag), denn auf einem versiegelten Boden wächst gar nichts mehr.

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Europa! 03.05.2018, 11:37
3. Der richtige Ansatz

Eine Verkleinerung und bessere Gliederung der Anbauflächen ist der richtige Ansatz, um die Schönheit unserer Landschaft mit ihren Pflanzen und Tieren zu retten. Man kann nur hoffen, dass sich das Umweltministerium in diesem Punkt durchsetzen kann. Chemische Gifte, industrielle Landwirtschaft, riesige Raps- und Maissteppen dürfen nicht das letzte Wort sein. Auch die Landwirtschaftsministerin muss das begreifen. Es geht genau um den Heimatschutz, den sich gerade die Konservativen innerhalb und außerhalb der Union zu Recht wünschen.

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permissiveactionlink 03.05.2018, 11:48
4. Der Bauernverband

hat noch nie zum Wohle gesellschaftlichen Nutzens gearbeitet. Es geht ihm nur noch um das weitere ungehinderte Fließen von Subventionen an die ganz großen Betriebe, an eine reibungslose Zusammenarbeit mit der Nahrungsmittel- und Agrarchemieindustrie. Landwirte mit kleineren Bewirtschaftungsflächen oder vergleichsweise wenigen Nutz-/Masttieren werden von diesem Verband gar nicht mehr ernsthaft vertreten. Ökologie und Artenvielfalt sind beim Reibachscheffeln eher lästig und dienen wenn überhaupt nur einer besseren Vermarktung nicht ökologisch produzierter Produkte auf Verpackungen, die die heile Welt suggerieren. Solange die EU die Subventionen mit der Gießkanne verteilt (die Großen der Branche bekommen das meiste aus dem Topf, ihr ökologisches Engagement und die Einhaltung von Regeln spielt dabei keine Rolle !) wird sich an den verheerenden Produktionsbedingungen für unsere Mitgeschöpfe in der Tiermast und der "Natur" nichts Wesentliches ändern, nichts an der Stickstoff-, und damit Trinkwasser-Problematik durch das Ertränken der Äcker mit Fäkalien, nichts an der immer weiter Fortschreitenden Konzentration der Großbetriebe und dem Sterben der Kleinen, nichts an der chemischen Verseuchung der Umwelt, die wahllos alles tötet, was Geschäftsinteressen im Wege ist, nichts an der hemmungslosen Ausbeutung der Milchbauern durch Supermarktketten und Molkereien oder unter erbärmlichen Zuständen arbeitenden und vegitierenden osteuropäischen Arbeitern in den Schlachthäusern. Wir sind der Souverän. Wir müssen Schluss machen mit diesem Wahnsinn. Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt zu sehen wünschen !

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regelaltersrentner 03.05.2018, 11:54
5.

Zitat von Europa!
Eine Verkleinerung und bessere Gliederung der Anbauflächen ist der richtige Ansatz, um die Schönheit unserer Landschaft mit ihren Pflanzen und Tieren zu retten. Man kann nur hoffen, dass sich das Umweltministerium in diesem Punkt durchsetzen kann. Chemische Gifte, industrielle Landwirtschaft, riesige Raps- und Maissteppen dürfen nicht das letzte Wort sein. Auch die Landwirtschaftsministerin muss das begreifen. Es geht genau um den Heimatschutz, den sich gerade die Konservativen innerhalb und außerhalb der Union zu Recht wünschen.
Sie schreiben von "unserer" Landschaft, vergessen jedoch, wer die Mehrkosten bezahlt. Die Landwirte, welche die kleinen Parzellen bewirtschaften sind gerade dabei die Hoftore für immer zu schließen.

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darthmax 03.05.2018, 12:25
6. Biowüsten

wenn statt Raps und Mais zur überflüssigen Energiegewinnung jetzt Eichen, Buchen und andere Bäume gepflanzt werden, dann würde sich von selbst wieder ein Biotop entwickeln.
Die o.a. Industrelle Landwirtschaftwurde aber von den angeblichen Umweltschützern ins Leben gerufen.hler muss man auch eingestehen können.

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drose28357 03.05.2018, 12:54
7. Mehr lokale Pflanzarten im eigenen Garten

Hier kann jeder unsere Natur unterstützen, in dem er keine für Deutschlands Fauna biologisch tot Pflanzen verwendet. Weg mit Kirschlorbeer-Hecken und Bambus-Büsche.

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joanz74 03.05.2018, 13:22
8. heran tasten an die realität

So langsam tasten wir uns an die realität heran, dieses maßnahmen Paket kann nur ein Anfang seien, dabei könnte könnte vieles schon anders seien. Als aller erstes die Güle Düngung drastisch einschränken, in dem die Güle konsequenter zur Energie Gewinnung genutzt wird, und damit die Felder die mit Raps und Zucker Mais bepflanzt werden, mit anderen Kulturen bewirtschaftet werden können. Was fließend zum nächsten Punkt geht, anreize schaffen für Frucht folgen bzw größere Vielfalt bei den angebauten Kulturen schaffen. 2 punkte die heute schon realität seien könnten, hätte man auf unabhängige Agra Ing in den 90er gehört. Zum Bauernverband, und zur Politik verkneife ich mir einen Kommentar

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regelaltersrentner 03.05.2018, 13:29
9.

Zitat von darthmax
wenn statt Raps und Mais zur überflüssigen Energiegewinnung jetzt Eichen, Buchen und andere Bäume gepflanzt werden, dann würde sich von selbst wieder ein Biotop entwickeln. Die o.a. Industrelle Landwirtschaftwurde aber von den angeblichen Umweltschützern ins Leben gerufen.hler muss man auch eingestehen können.
Um in BW Wald neu anzulegen, braucht es eine Genehmigung, die in den meisten Fällen versagt wird.

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