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Weniger Pestizide, kleinere Felder: Umweltministerium legt Plan zum Insektenschutz vo
DPA

Umweltministerin Schulze will das Insektensterben bekämpfen. In einem Aktionsprogramm fordert sie mehr Forschung und eine umweltfreundlichere Landwirtschaft. Umsetzen kann sie allein aber nichts.

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Lord Menial 03.05.2018, 13:39
10. Jahr für Jahr 11 Millionen Tonnen

Zitat von Tim-Goe
Ich bin besorgt, dass die Nahrungsmittelversorgung, wenn das so weitergeht, bald in schwierigen Jahren an ihre Grenzen kommt.
Ist das ernst gemeint? Besorgt, dass die Nahrungsmittelversorgung bald an ihre Grenzen kommt?
Wir leben in Überfluss und Verschwendung:

"Stand: 24.04.2018:
Jahr für Jahr landen in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von circa 25 Milliarden Euro im Müll."
siehe: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/auswaehlen-zubereiten-aufbewahren/lebensmittel-zwischen-wertschaetzung-und-verschwendung-6462

IN einem Land, daß sich den unglaublichen Luxus - oder die Dekadenz? - leistet, MILLIONEN TONNEN Lebensmittel wegzuwerfen, sind wir von Versorgungsgrenzen weit, weit entfernt. Ein solches Land kann sich eine Menge Insekten- und allgemeinen Naturschutz leisten, bis die gedankenlose Verschwendung "an ihre Grenzen" kommt.
Solange wir pro Jahr Lebensmittel für fünfundzwanzigtausend Millionen Euros wegwerfen können, muss sich über Versorgungsprobleme niemand irgendwelche Gedanken machen.

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bettyblue 03.05.2018, 13:47
11. Nicht nur im Grossen liegen die Dinge im Argen!

Und im Kleinen kann man auch schon viel bewirken:
Die Gemeinden und Städte könnten die Grünflächen nachhaltiger begrünen. Wer braucht Beete und Verkehrsinseln, die mit, für die Tierwelt völlig nutzlosem, kommunalem Grün oder Blumen in Reih-und-Glied bepflanzt sind? In der Schweiz sieht man immer öfter Strassenränder und öffentliche Grünflächen, auf denen Wildblumenmischungen angesät sind.
Pestizide für Privatgärten sollten verboten werden. Im Gegensatz zu den Landwirten haben viele Klein- und Hobbygärtner oft wenig oder keine Kenntnisse in welchen Dosierungen die Produkte überhaupt ausgebracht werden dürfen. Der Einsatz im privaten Bereich geschieht völlig unkontrolliert. Es gibt tatsächlich Leute, die mit Round-up die gepflasterte Hofeinfahrt „unkrautfrei“ halten, den Vorgarten mit Kieselsteinen und formgeschnittenen Koniferen gestalten, dann aber das Insektenhäuschen an der Garagenwand hängen haben!!! Ich habe schon viel Aufklärungsarbeit in meinem Umfeld geleistet, aber manche Zeitgenossen/Innen sind wirklich beratungsresistent.
Es braucht Grün-Projekte in den Kindergärten und Schulen, damit die nachwachsenden Generationen von klein auf sensibilisiert werden.
In meiner Heimatstadt Singen gibt es einen Tafelgarten der AWO, ein Traum von einem Gemüse- und Obstgarten mit Totholzhäufen, XXL-Insektenhaus, Streuobstbäumen und Wildkräutern. Auch ein vorbildliches Projekt. Und vielleicht sollten sich auch viel mehr Guerilla-Gärtner/Innen, mit Samenbomben, (die es übrigens schon fertig zu kaufen gibt) für mehr Vielfalt im öffentlichen Raum sorgen.

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GungaDin 03.05.2018, 14:01
12. Bauern und Naturschutz?

Gibt es sicherlich, aber irgendwie sehe ich das, zumindest in der Feldwirtschaft in weitem Umkreis um meinen Heimatort, nicht. Vor gut 20 Jahren hatte jeder Feldweg seinen breiten Grünstreifen links und rechts, und es gab immer wieder Hecken und auch Bauminseln. Die Hecken wurden immer wieder radikal zurechtgestutzt bis sie verschwunden waren, die Bauminseln sind auch weg, und es wird zentimetergenau an den Weg gepflügt. Legal oder illegal, ganz egal, hauptsache optimierte, robotbearbeitbare Flächen so weit das Auge reicht.

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taglöhner 03.05.2018, 14:20
13. Selbstschussanlage

Zitat von darthmax
wenn statt Raps und Mais zur überflüssigen Energiegewinnung jetzt Eichen, Buchen und andere Bäume gepflanzt werden, dann würde sich von selbst wieder ein Biotop entwickeln. Die o.a. Industrelle Landwirtschaftwurde aber von den angeblichen Umweltschützern ins Leben gerufen.hler muss man auch eingestehen können.
Ein großer Teil unserer Flora und Fauna kommt bei uns nur vor, weil die Landschaft offen gehalten bzw. besiedelt wird. Ziehen Sie alle Ihnen bekannten Arten, die mit Feld- Wiesen- Korn- Acker- Garten- Haus- beginnen von Ihrem Biotop schon mal geistig ab und extrapolieren Sie von Ihrem persönlichen Artenwissen auf alle tatsächlich vorhandenen Arten. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Biologen.

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taglöhner 03.05.2018, 14:28
14. Forschungsbedarf ist prima

Der in einigen Naturschutzgebieten beobachtete Rückgang an Biomasse fliegender Insekten ist durch diese Untersuchung nämlich nicht geklärt. Auch nicht durch Landnutzung. Auch nicht seine Übgertragbarkeit auf andere Gebiete.
Wer jetzt unbedingt jemanden baumeln sehen möchte, trägt auch nicht zur Aufklärung bei. Bildung, Forschung, Uni statt NGO, Mob und Populismus.

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taglöhner 03.05.2018, 14:46
15. Zusatzaufgabe

Zitat von darthmax
wenn statt Raps und Mais zur überflüssigen Energiegewinnung jetzt Eichen, Buchen und andere Bäume gepflanzt werden, dann würde sich von selbst wieder ein Biotop entwickeln. Die o.a. Industrelle Landwirtschaftwurde aber von den angeblichen Umweltschützern ins Leben gerufen.hler muss man auch eingestehen können.
Stellen Sie eine Liste Ihnen bekannter Arten zusammen, die Ihrer Ansicht nach nur im Wald vorkommen und googeln Sie, ob Sie richtig lagen.

Bitte nicht persönlich nehmen, ich will Ihren natürlich gut gemeinten Rat nicht niedermachen, sondern anhand Ihres Posts alle Beteiligten dazu ermuntern, Verfolgungseifer und tätige Empörung in echte Bildung umzusetzen.

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cave68 03.05.2018, 14:49
16.

Zitat von regelaltersrentner
Um in BW Wald neu anzulegen, braucht es eine Genehmigung, die in den meisten Fällen versagt wird.
es müsste noch nicht mal zwingend ein neuer Wald angelegt werden.Es gibt beispielsweise Versuchsprojekte mit Agroforst...es gibt oder gab in jeder Gemeinde Mehr-Grün-durch-Flurbereinigungsprojekte,die durchaus weitergeführt werden könnten ohne den Landwirt irgendwie ins Gehege zu kommen.
Ich hab mir das mal bewusst in meiner Gemeinde angeschaut wieviel Gemeindeflächen,die Felder und Weideland angrenzen mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden könnten.Es käme genügend zusammen um es nachhaltig zu Nutzen und mit Mehreinnahmen für Gemeinde oder in Sachen Agroforst eben für den Landwirt.

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ddhaus 03.05.2018, 14:54
17. Monokulturen, welche ...

... nur mit Chemie überleben, dürfen nicht weiter subventioniert werden. Das heißt, die Förderung des Biomassewahns mit Raps- und Maismonokulturen einfach beenden. Dann wird's auch ohne Chemie ...

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taglöhner 03.05.2018, 15:11
18. Mint

Zitat von ddhaus
... nur mit Chemie überleben, dürfen nicht weiter subventioniert werden. Das heißt, die Förderung des Biomassewahns mit Raps- und Maismonokulturen einfach beenden. Dann wird's auch ohne Chemie ...
Ohne Chemie geht nicht mal Wüste.

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Goldwin 03.05.2018, 15:48
19. Eine Antwort?

Es ist relativ einfach Forderungen nach einer Reduktion der landwirtschaftlichen Intensität (und nichts andeeres ist das ja) zu stellen. Schwieriger ist es dann schon die Folgen davon ordentlich abzuwägen und v.a. auch öffentlich zu diskutieren. Ich habe schon mehrfach hier im Forum andiskutiert, dass Deutschland ein Nettoimportland von landwirtschaftlichen Produkten ist. Wir importieren netto (also nach Abzug der Exporte) jährlich die landwirtschaftliche Poroduktion von 2 Mio Hektar. Eine Reduktion der Intensität durch reduzierten Pflanzenschutzmitteleinsatz oder auch Biolandbau bzw. Heckenanpflanzung ERHÖHT unseren Importbedarf. Vielleicht bekomme ich hier und jetzt mal eine Antwort der vielen Foristen die intensive Landwirtschaft als Ursache alles Bösen sehen ob ein MEHR an Import aus anderen Ländern die Probleme wirklich lösen oder ob wir uns nur hier bei uns ein gutes Gewissen erkaufen?

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