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Weniger Pestizide, kleinere Felder: Umweltministerium legt Plan zum Insektenschutz vo
DPA

Umweltministerin Schulze will das Insektensterben bekämpfen. In einem Aktionsprogramm fordert sie mehr Forschung und eine umweltfreundlichere Landwirtschaft. Umsetzen kann sie allein aber nichts.

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Goldwin 04.05.2018, 08:09
40.

Zitat von Lord Menial
Eine Reduktion der Intensität ... ERHÖHT unseren Import"bedarf"? Ist das so? Gegenfrage: WAS importieren wir denn im Wert von 2 Mio. Hektar? Orangen aus? Zitronen aus? Kiwi aus? Paprika aus? Erdnüsse aus? Paranüsse aus? Etc. Ein Großteil der importierten Lebensmittel (Paprika, Tomaten, etc.) stammen gar nicht aus dem Land-, sondern aus dem Gartenbau (Unterglaskultur = Gewächshaus). Könnte man in D.land auch machen. Süd- und andere exotische Früchte lassen sich größtenteils aus klimatischen Gründen hier nicht anbauen. Da muss man halt importieren. Oder verzichten. Tja, so ganz ziehen das Import- und das "Abhängigkeits"argument also nicht. Eine Grundversorgung zur Ernährung ist jederzeit in vollem Umfang möglich! Dann gäbe es bloß nicht 5x die Woche irgendein Carpaccio mit orginalneukadelonischem Pazifikpfeffer, sondern wieder öfter Wirsingeintopf.
Nun, ich denke mein Import-Argument zieht sehr wohl wenn man diese Import-Export Bilanzierung versteht. Es geht nicht darum ob wir Produkte importieren die bei uns nicht wachsen. Wir exportieren ja auch reichlich Prdukte von hier. Die Bilanzierung wird meißt in Form von Getreideeinheiten (GE) oder Stärkeeinheiten berechnet. Unser Verbrauch und unsere Erzeugung an landwirtschaftlichen Produkten wird in GE umgerechnet und bilanziert. Ob das nun Bananen oder Kartoffeln sind ist da erstmal egal. Wir haben einen massiven Importbedarf. Und wenn wir hier bei uns unsere Erträge absenken steigt dieser Importbedarf. Das ist ein Fakt der nicht weg zu diskutieren ist.
Alternativ können wir natürlich auch unseren Bedarf senken. Stichworte Lebensmittelverschwendung, Fleischkonsum etc. Aber dann muss man das auch ehrlich sagen. Wenn unsere Politiker kommen und eine massive Reduzierung von Pflanzenschutzmittel fordern, dann stimmen dem wahrscheinlich 95% der Verbraucher / Wähler zu. Wenn man aber ehrlich wäre und sagt: "Wir reduzieren den Pflanzenschutzmitteleinsatz und legen politisch fest, dass ihr Verbraucher weniger Fleisch essen dürft und die Restaurants ihre Preise erhöhen da Lebensmittel nicht mehr weggeworfen werden dürfen, dann nimmt die Zustimmung rapide ab. DAS wäre ehrlich. Alles andere ist aus meiner Sicht verlogen!
Und wenn man sieht, dass hier im forum auch kaum jemand auf das Argument Importbedarf eingeht, dann sieht man, dass auch hier viele das Thema absolut einseitig betrachten.

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Goldwin 04.05.2018, 08:17
41.

Zitat von cave68
da haben sie natürlich auch ein Thema angesprochen,dass sich eigentlich ändern müsste:Die Flächenversiegelung.Schon schlimm für welchen hanbüchenen Unsinn gerade bei uns im ländlichen Raum massenweise Fläöchen zubetoniert werden. Teilweise nur,weil Gemeinden meinen sie müssten mit der Nachbargemeinde in puncto Neubaugebiet,Infrastruktur und vor allem Gewerbegebiet konkurrieren. Ich sehe es momentan gerade hier:Da wird ein Gewerbegebiet erschlossen obwohl die Nachbargemeinde selbst eines erschlossen hat welches noch massiv Freiflächen hat...und wer siedelt sich dort im Endeffekt an:Keine neuen Arbeitsplätze sondern nur die Auslagerung alter Arbeitsplätze....(Gewerbe)-Bauland ist hier einfach viel zu billig...
Das ist aber etwas, womit v.a. die Lokalpolitiker auftrumpfen können. Svenja Schulze will die Landwirtschaft insektenfreundlicher machen. Natürlich! Hier trifft man lediglich eine kleine Wählerschicht die ohnehin überwiegend CDU wählt. Frau Schulze sollte mal an die anderen Faktoren für ein mögliches Insektensterben gehen. Pflanzenschutzmittel sollen gesetzlich verboten werden, die Düngung soll gesetzlich reduziert werden, Hecken sollen gesetzlich gepflegt udn angelegt werden unjd dann gibt es noch eine Empfehlung für eine Reduktion der Lichtverschmutzung. Empfehlungen! ^^ ...und kein Wort zu Flächenversieglung. Man kann es sich auch einfach machen Frau Schulze. Aber wenn man die Reaktionen hier sieht, dann muss man schon sagen: politisch alles richtig gemacht Frau Ministerin. Der Wähler WILL die volle Wahrheit nicht hören.

Ich glaube es vergeht kein Abend an dem nicht irgendwo im TV eine Reportage über die bösen Bauern kommt. Nitrat, Glyphosat, Massentierhaltung, Tierquälerei, Subventionswahnsinn, Turbokühe etc.
Das geht soweit, dass mittlerweile Bauernkinder in Schulen massiv gemoibbt werden und die Landwirte gesellschaftlich geächtet werden. Allein in NRW leiden über 50.000 Bauern an BurnOut!

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regelaltersrentner 04.05.2018, 08:52
42.

Zitat von cave68
es müsste noch nicht mal zwingend ein neuer Wald angelegt werden.Es gibt beispielsweise Versuchsprojekte mit Agroforst...es gibt oder gab in jeder Gemeinde Mehr-Grün-durch-Flurbereinigungsprojekte,die durchaus weitergeführt werden könnten ohne den Landwirt irgendwie ins Gehege zu kommen. Ich hab mir das mal bewusst in meiner Gemeinde angeschaut wieviel Gemeindeflächen,die Felder und Weideland angrenzen mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt werden könnten.Es käme genügend zusammen um es nachhaltig zu Nutzen und mit Mehreinnahmen für Gemeinde oder in Sachen Agroforst eben für den Landwirt.
Flurbereinigungen - zumindest bei uns im Weinbau - werden inzwischen selbst von Naturschützern begrüßt, weil Flächen für den Naturschutz bereitgestellt werden.
Auch die Kommunen könnten eigene Felder für das Anlegen von Blumenwiesen zur Verfügung stellen, bezahlt von Steuergeldern, dies ist eine Aufgabe der Allgemeinheit, nicht alleine der Bauern.
Tatsache ist, dass die Gemeinden ihre Felder für Höchstpreise verpachten, wenn dann Gemeinderäte von den Pächtern Blumenwiesen verlangen, für mich hat das einen faden Beigeschmack.

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regelaltersrentner 04.05.2018, 09:22
43.

Zitat von heinrich-wilhelm
Vor 20-30 Jahren kauften wir Insektenschwämme zur Reinigung der Autoscheiben und Scheinwerfer nach jeder Überlandfahrt. Heute „ retten“ wir schon Mücken,damit die Nahrungskette gestützt wird . Ursache? Flächen Arrondierung zum wirkungsvollen Einsatz der chem Keule durch unsere doch um die Umwelt so besorgten Agrarier mit ihren Spitzenlobbyisten in der Regierung. Klar,wir müssen ja die halbe Welt mit billigem Fleisch versorgen unterstützt von Aldi und Co hier zu Hause. Was doll da noch Forschung,ausser man will noch mehr Zeit schinden für weiteren Umweltfrevel. Bayer und Monsanto und unsere „Bauern „müssen doch überleben!
Glauben sie ernsthaft dass bei der heutigen Verkehrsdichte und mit den Luftverwirbelungen im Straßenbereich sich noch Insekten aufhalten?

Eine Frage hätte ich noch:

Was machen die Bauern mit den erzeugten Lebensmittel, essen die sie selbst?

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cave68 04.05.2018, 13:32
44.

Zitat von regelaltersrentner
Flurbereinigungen - zumindest bei uns im Weinbau - werden inzwischen selbst von Naturschützern begrüßt, weil Flächen für den Naturschutz bereitgestellt werden. Auch die Kommunen könnten eigene Felder für das Anlegen von Blumenwiesen zur Verfügung stellen, bezahlt von Steuergeldern, dies ist eine Aufgabe der Allgemeinheit, nicht alleine der Bauern. Tatsache ist, dass die Gemeinden ihre Felder für Höchstpreise verpachten, wenn dann Gemeinderäte von den Pächtern Blumenwiesen verlangen, für mich hat das einen faden Beigeschmack.
natürlich kann man nicht von den Bauern verlangen Hecken in Eigenregie anzulegen...dafür muss die Gemeinde schon selbst herhalten.
Die Sträucher sollten natürlich auch nur an Ackergrenzen angelegt werden und nicht auf Flächen die an Bauern verpachtet worden sind.
Und natürlich kann die Gemeinde nicht einerseits Pacht verlangen und dann noch vorschreiben wollen eine Blumenwiese anzulegen....da gebe ich ihnen Recht,da muss die Gemeinde mal auf Pachteinnahmen verzichten...fürs optisch schöne Ortsbild und somit auch für den Fremdenverkehr hilft es allemal.

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cave68 04.05.2018, 13:38
45.

Zitat von Goldwin
Das ist aber etwas, womit v.a. die Lokalpolitiker auftrumpfen können. Svenja Schulze will die Landwirtschaft insektenfreundlicher machen. Natürlich! Hier trifft man lediglich eine kleine Wählerschicht die ohnehin überwiegend CDU wählt. Frau Schulze sollte mal an die anderen Faktoren für ein mögliches Insektensterben gehen. Pflanzenschutzmittel sollen gesetzlich verboten werden, die Düngung soll gesetzlich reduziert werden, Hecken sollen gesetzlich gepflegt udn angelegt werden unjd dann gibt es noch eine Empfehlung für eine Reduktion der Lichtverschmutzung. Empfehlungen! ^^ ...und kein Wort zu Flächenversieglung. Man kann es sich auch einfach machen Frau Schulze. Aber wenn man die Reaktionen hier sieht, dann muss man schon sagen: politisch alles richtig gemacht Frau Ministerin. Der Wähler WILL die volle Wahrheit nicht hören. Ich glaube es vergeht kein Abend an dem nicht irgendwo im TV eine Reportage über die bösen Bauern kommt. Nitrat, Glyphosat, Massentierhaltung, Tierquälerei, Subventionswahnsinn, Turbokühe etc. Das geht soweit, dass mittlerweile Bauernkinder in Schulen massiv gemoibbt werden und die Landwirte gesellschaftlich geächtet werden. Allein in NRW leiden über 50.000 Bauern an BurnOut!
An diesem Dilemma der Bauern hat die Discountindustrie und der Lebensmitteleinzelhandel die grösste Schuld..man hätte einige Konzerne nie so mächtig werden lassen dürfen.
Flächenversiegelung ist EINES von vielen Gründen...die anderen spielen leider Gottes aber auch eine Rolle.
Ich sehe leider auch auf hektarweise zusammenhängenden Flächen,wo in den letzten Jahrzehntnen keinerlei Fläche zubetoniert wurde dass dort kaum noch Insekten rumschwirren...geschweige denn irgendwelche Feldlerchen die es bei uns früher zuhauf gab...irgendwie erschreckend.

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regelaltersrentner 04.05.2018, 14:46
46.

Zitat von om108
das rasante Verschwinden von Insekten, Bienen und Schmetterlingen in unserer Gartenanlage. Dieses Jahr ist es besonders schlimm - und diese Beoabchtungen wecke böse Vorahnungen...
Wenn in ihrer Kleingartenanlage das Verschwinden von Insekten, Bienen und Schmetterlingen beklagt wird, sollten sie mal ihre Wirtschaftweise überdenken.

Gerade in Kleingärten werden Pflanzenschutzmittel ausgebracht,
3 Fach konzentriert, dass es auch hilft.

Ps. Im Kräutergarten meiner Frau ist kein Rückgang zu verzeichnen, im Gegenteil, es gibt Schmetterlinge die auf bestimmte Pflanzen angewiesen sind. Englischer Rasen findet sich nicht, auch auf die inzwischen obligatorischen Schotterbeete wurde verzichtet.

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