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Weniger Strom trotz praller Sonne: Warum Solarmodule im Sommer schwächeln
Getty Images/ Westend61

Solaranlagen lieferten jüngst ein Drittel des deutschen Stroms. Trotzdem sorgte das Traumwetter nicht für einen Leistungsrekord: Den gab es ausgerechnet im Frühling, als die Sonne weniger stark schien.

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A. Merkel 28.06.2017, 22:44
160. Agora Energiewende

Die erwähnte Firma "Agora Energiewende" ist kein "Think Tank", sondern eine ein Geschäftsbereich einer stinknormalen GmbH und wird von der Bundesregierung direkt und indirekt finanziert und gesteuert. Weil sie eine Firma ist, steht sie übrigens auch im Berliner Handelsregister. Im Prinzip ist Agora bzw. die Mutterfirma eine Lobbyfirma, die sich die Bundesregierung hält, um ihre eigene Politik zu bestätigen. Um das zu bemänteln sitzen noch ein paar Leute aus den Bundesländern, vom WWF und der Industrie mit im "Rat" der Firma. Agora ist ein Musterbeispiel für die Korruption und Intransparenz der Großen Koalition.

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Meerkönig 29.06.2017, 23:01
161. Zu unkritisch

Zitat von kritischergeist
. Eine optimal positionierte PV-Anlage bringt einen Jahresertrag von 1000 kWh pro m3. In sonnengünstigen Lagen im Süden Deutschlands können es auch 1200 kWh sein. Wer jedoch einen hohen Eigenverbrauch anstrebt und sein Stromverbrauch in Vormittags- und Nachmittagsstunden am höchsten ist, für den kann eine Ost- Westausrichtung der PV-Module finanziell lukrativer sein, denn die Leistungshyperpel ist dann in der Mitte abgeflacht zugunsten eines höheren Ertrags in den Vormittags- und Nachmittagsstunden.
Als kritischer Geist sollten sie vor dem Abschicken ihr Pamphlet mehrfach lesen.. Denn falls sie pro m^2 schreiben wollten, ist das natürlich auch hanebüchener Unsinn. Ein gutes Modul von Panasonic bringt etwa 250 Watt je m^2 x 1000 = 250000 Watt im Jahr =250 kWh. Gilt etwa für die Kölner Bucht (Ausrichtung 200°). Viel mehr geht nicht in Deutschland .
Dazu kommt weiterer Unfug, nämlich Ostausrichtung (Ausrichtung 90°) etwa 30% Dachneigung bringt ab September bis Ende April gar nichts. Von April bis September etwa 70% der Module die nach Süd /West ausgerichtet sind.

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Meerkönig 29.06.2017, 23:19
162. Hilfe

Zitat von Flari
Richtig. Und mit der Praxis und Finanzierung. Rund 10 Jahre lang habe ich reichlich PV-Anlagen konzipiert, kalkuliert, gebaut.. U.a. auch mit motorischer Nachführung nach Sonnenkurve und helligkeitsgesteuert bei bedeckten Himmel, dazu auch Import der Module aus Asien, usw.. Was möchten Sie wissen?
Bitte helfen sie mir dann!
Ich habe hier 50 Module rum liegen a 260 Watt, Nennstrom 5,6 A und Nennspannung 31 V. (je Modul)
Dazu einen Wechselrichter für 14 kW, der hat 2 x + = und 2 x - = - DC-Anschlüsse und 1 x 5 polig für AC,
Haben aber auch Verschattung durch Gauben.
8 Module liegen vormittags zu 70% im Schatten und 8 liegen Nachmittags zu 70% im Schatten.
34 Module sind immer Süd/ West ausgerichtet.
Wie verdrahte ich jetzt das ganze Spiel?

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Dres-- 29.06.2017, 00:23
163. Die Sonne schien im Frühling also weniger stark?

Immer wieder traurig, dass selbst in solchen wissenschaftlichen Artikeln Fehler gemacht werden, die eigentlich nur dem uninteressierten (!) Laien unterlaufen sollten! Die Sonne scheint (abgesehen von ihrem 11-jährigen Zyklus) recht konstant. Und auf das Jahr gesehen scheint die Sonne im Januar am stärksten (wenn man von der Strahlungsmenge ausgeht, die die Erde erreicht), weil die Erde dann der Sonne am nächsten ist.
Was der Author hier wohl meint ist, dass die Sonneneinstrahlung pro Fläche im Juni höher ist als im Frühjahr.

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roby111 29.06.2017, 00:46
164. Ok, also 35% Solarstrom, aber:

das gilt ja nur um die Mittagszeit herum! Seien wir mal großzügig und rechnen wir mit 8 Stunden und 33% der verbrauchten Leistung, das ist mehr, als die Realität hergibt, aber ok, wir wollen nicht kleinlich sein!

Dann wird eine Kopfrechnung draus: die derzeitig installierte Solarzellenarmada könnte dann auf den Tag gerechnet 10% der elektrischen Energie bereitstellen. Man würde also 10x soviele Module benötigen, um zu 100% solare Energie nutzen zu können. 10 mal so viele, das hiesse: nicht nur sämtliche Dächer, sondern auch gut 20% der nutzbaren sonstigen Flächen müssten solar "überdacht" werden! Nach der Verspargelung also nun die Überdachung Deutschlands...

Nun, und selbst diese Rechnung ginge dann nicht auf: Mittags haben zwar die privaten Stromkunden ein Verbrauchsmaximum (von mehreren am Tag!) aufgrund der vielen parallel laufenden E-Herde, aber was ist in den 16 Stunden, in denen die solare Energie nicht oder nur unwesentlich zur Versorgung beitragen kann?

Das hiesse also, das man von den erzeugten 2400 Gigawattstunden 1600 Gigawattstunden sozusagen einlagern müsste für Nacht- und Dämmerungsstunden. Im Winter müsste man übrigens nochmals min. das Dreifache der Solarkapazität bereitstellen und noch mehr einlagern, da die Anzahl der nutzbaren Stunden dann auf 4 je Tag zurückgeht (und es Tage ohne jede Solarrendite gibt, wenn Schnee und Eis die Zellen abdecken!)

Deutschlands populärstes Speicherkraftwerk, das Walchenseewerk hat eine Leistung von 124 MW lt. Wikipedia und kann diese Leistung vermutlich ebenso wie die Solarzellen nur einen Teil des Tages abgeben, da im anderen Teil ja wieder Wasser hochgepumpt, sprich der "Wasserakku" geladen werden muss. Gehen wir mal davon aus, das auch hier 8 Stunden Nutzbetrieb 16 Stunden "Ladebetrieb" gegenüberstehen und dass die Effizienz dabei 80% beträgt (also je gut 10% je Wandlungsrichtung, das ist selbst für E-Motore und -Generatoren ein guter Wert! Für oberschlaue: 0,9 x0,9 = 0,81, mir auch klar, aber wir wollten ja bei einfachen Zahlen bleiben...)

Dann kann ein Walchenseewerk also 8x 124 MW/h, wieder gerundet gut 1GW/h am Tag speichern und wieder abrufen.

Hiesse aber, das man 1600 dieser Kraftwerke für die Zwischenspeicherung bräuchte, allein für den deutschen Bedarf, versteht sich! Weltweit wären das dann vermutlich rund 80.000 solcher Pumpwerke. Allein deren Wassermenge dürfte zu einem Absinken der Ozeane in durchaus wahrnehmbarem Maßstab sorgen, oder Wassernot in der Natur, da man Grundwasser abpumpen und "höher" legen müsste...

==> Teil 2

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roby111 29.06.2017, 00:46
165. Teil 2:

Ach so, stimmt ja, die eMobilität soll es ja retten! Also machen wir die Rechnung da nochmals: ein Tesla hat einen 100kW/h Akku, der ca. 2000 Ladevorgänge von 20 auf 80% (und umgekehrte Entladevorgänge) aushält und ca 50.000 EUR kostet aktuell, das sind also 60 kW/h. Den Wirkungsgrad von etwa 80% für beide Wandelvorgänge und Akkualterung im Mittel noch eingerechnet kommt man auf gut 50kW/h netto.
Man bräuchte also 20.000 Teslas, um ein Walchenseewerk zu ersetzen, Teslas im Übrigen, die NICHT genutzt werden zu dieser Zeit! Also umgerechnet gut 320 Millionen Teslas für Deutschland, die NUR rumstehen! Also min. ein Drittel mehr noch, damit man auch ab und an noch damit fahren kann/darf! (und den Strom, den man dabei verbrät noch gar nicht in Form steigenden Bedarfs mit eingerechnet!)

Und die nach acht Jahren 500kg Sondermüll für je 50.000 EUR darstellen und insofern den Strompreis für die zwischengespeicherte Energie von 50.000x 320.000.000 EUR/(KW/h) / (365 x 8 x 1600.000.000) /= 3,42 EUR je kW/h verteuern! Also um Faktor 10 im Vergleich zu selbst happigen "Öko"-Tarifen aktuell!

noch Fragen?

Meine Meinung: Atomenergie sofort wieder einsteigen und ausbauen!

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lrtnick 29.06.2017, 02:00
166. Anstrengend....

Das Leute sich jetzt darüber aufregen, das bei Laborbedingungen (25°C), die PV-Anlagen getestet werden ist mir unverständlich....
Bei welchen Temperaturen bzw. allgemeinen Bedingungen sollten die Solarzellen denn getestet werden, und zwar so, dass diese auch Vergleichbar mit anderen sind?!
25°C ist doch eine gute gemittelte Temperatur, schließlich wird ja nicht nur im Sommer Strom generiert, sondern auch im Winter, Frühling und Herbst, in denen nunmal keine +30°C herrschen.
Darüber hinaus, müsste man das Labor auch erst auf 30°C hochheizen... Dann heißt es wieder, welch Energieverschwendung....
Schuster bleibt bei euren Leisten, oder denkt vorher zumindest einen kurzen Augenblick darüber nach, was ihr schreiben wollt und warum die Dinge so sind, wie sie sind!

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Ökofred 29.06.2017, 10:10
167. gibt es alles

Zitat von wasnulos
Ich starte gerade bei Kickstarter voll durch, ich habe nämlich eine Idee wie man die Überschusswärme in Säcke packt und diese in der Garage bis zum Winter lagert. Damit werde ich alle Energieprobleme lösen und ich hoffe auf viele Grüninnen-Unterstützerinnen die Physik abgewählt und lieber ihren Namen tanzen gelernt haben.
Das wird wohl eine Pleite, denn so was gibt es schon längst, zB:
https://www.haasetank.de/produkte/waermespeicher.html?gclid=CLWrgeDM4tQCFQi37QodoqYP xQ
Aber der Unterhaltungswert Ihrer Beiträge ist immer wieder neu und grossartig...

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knuty 29.06.2017, 10:16
168.

Zitat von roby111
das gilt ja nur um die Mittagszeit herum! Seien wir mal großzügig und rechnen wir mit 8 Stunden und 33% der verbrauchten Leistung, das ist mehr, als die Realität hergibt, aber ok, wir wollen nicht kleinlich sein! Dann wird eine Kopfrechnung draus: die derzeitig installierte Solarzellenarmada könnte dann auf den Tag gerechnet 10% der elektrischen Energie bereitstellen. Man würde also 10x soviele Module benötigen, um zu 100% solare Energie nutzen zu können. 10 mal so viele, das hiesse: nicht nur sämtliche Dächer, sondern auch gut 20% der nutzbaren sonstigen Flächen müssten solar "überdacht" werden! Nach der Verspargelung also nun die Überdachung Deutschlands...
Sie wollen den kompletten Strombedarf Deutschlands nur mit PV-Strom abdecken?
Auf solche Ideen kommt noch nicht mal ein bekiffter Basisgrüner.

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karl-felix 29.06.2017, 10:58
169. Das

Zitat von darthmax
d.h. sie sind nur für den umliegenden Verbraucher von nutzen. Da nützen auch keine Prozente.
ist ja einer der grossen Vorteile der PV . Lange Leitungen vermeiden .

Dezentral erzeugten Strom direkt vor Ort nutzen .Deshalb mähe ich
des Nachts und im Regen
meinen Rasen nicht
sondern nur bei Tageslicht,
der Umwelt wegen .

Optimal die Solaranlagen auf den Fabrikdächern von VW und den Verkaufshallen von ALDI und den Kühlhäusern der deutschen Fischindustrie und auf den Schwimmbaddächern der Kommunen . Auch die hochwertigen Fassadenverkleidungen von Banken und Versicherungen eignen sich hervorragend zur Stromerzeugung.

Erst jedes 6. Wohngebäude in Deutschland erzeugt Solarstrom . Da gibt es noch viel Luft nach oben .
Ich glaube nicht, dass in der nächsten Generation noch ein Haus gebaut wird, das nicht mehr Energie erzeuigt als verbraucht.

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