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Wenn Menschen morden: "Das tut man kein zweites Mal. Denken wir"
Thamrongpat Theerathammakorn/ EyeEm/ Getty Images

Mit 18 Jahren erschießt Karsten B. einen Nebenbuhler. Als er aus dem Gefängnis freikommt, scheint alles gut - bis er erneut mordet. Der Kriminalpsychiater Hans-Ludwig Kröber hat untersucht, was "Mehrfachtöter" antreibt.

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Rechtsrum 11.05.2019, 18:43
1. Grundsätzliches Problem unserer Justiz

Die "Resozialisierung" als oberstes Ziel ist schon grundsätzlich völlig falsch. Bei uns haben Gewalttäter mehr Rechte, als Opfer von Gewalttaten (falls diese Opfer die Tat überlebt haben). Die meisten Verhandlungen und Urteile sind für die Opfer reiner Hohn. Der Staat will natürlich sparen, es ist billiger, Straftäter wieder aus dem Gefängnis zu entlassen, als sie ein Leben lang wegzusperren. Schutz der Bevölkerung und Gerechtigkeit für die Opfer zählt bei uns nichts. Ein wegen Mordes (nicht Totschlag) Verurteilter sollte kein Recht haben, jemals wieder in Freiheit entlassen zu werden. Wer einmal töten kann, kann es immer wieder. Auch sollte bei Mord kein anderes Mass bei jugendlich Straftätern angelegt werden. Spätestens seit 2015 sieht man, dass unser Justizsystem keinerlei Autorität besitzt und eigentlich eine völlige Lachnummer ist. Man hat als Verkehrssünder, Schwarzfahrer, GEZ-Nichtzahler und Steuerhinterzieher eine höhere Chance ins Gefängnis zu kommen, als als Gewalttäter. Ausserdem sollten Gefängnisse eine Strafe sein und kein Sanatorium für vom Leben Benachteiligte. Aber, wie bei vielem, ist Deutschland hier eher eine internationale Lachnummer, die keiner Ernst nimmt - und inzwischen vielen Menschen im Land das Leben gekostet hat.

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kascha_2013 11.05.2019, 18:45
2. Bestimmt wollen das nicht alle wahrhaben,

aber in den USA gibt es Strafen die solche Probleme ein für alle Male lösen. Ich für meinen Teil habe kein Problem damit, vielmehr habe ich ein Problem mit all diesen Gutmenschen und Allesversteher. Die Gesellschaft muß nachhaltig vor solchen Menschen geschützt werden.

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martin0569 11.05.2019, 19:07
3. Pseudonym sagt schon alles...

Zitat von Rechtsrum
Die "Resozialisierung" als oberstes Ziel ist schon grundsätzlich völlig falsch. Bei uns haben Gewalttäter mehr Rechte, als Opfer von Gewalttaten (falls diese Opfer die Tat überlebt haben). Die meisten Verhandlungen und Urteile sind für die Opfer reiner Hohn. Der Staat will natürlich sparen, es ist billiger, Straftäter wieder aus dem Gefängnis zu entlassen, als sie ein Leben lang wegzusperren. Schutz der Bevölkerung und Gerechtigkeit für die Opfer zählt bei uns nichts. Ein wegen Mordes (nicht Totschlag) Verurteilter sollte kein Recht haben, jemals wieder in Freiheit entlassen zu werden. Wer einmal töten kann, kann es immer wieder. Auch sollte bei Mord kein anderes Mass bei jugendlich Straftätern angelegt werden. Spätestens seit 2015 sieht man, dass unser Justizsystem keinerlei Autorität besitzt und eigentlich eine völlige Lachnummer ist. Man hat als Verkehrssünder, Schwarzfahrer, GEZ-Nichtzahler und Steuerhinterzieher eine höhere Chance ins Gefängnis zu kommen, als als Gewalttäter. Ausserdem sollten Gefängnisse eine Strafe sein und kein Sanatorium für vom Leben Benachteiligte. Aber, wie bei vielem, ist Deutschland hier eher eine internationale Lachnummer, die keiner Ernst nimmt - und inzwischen vielen Menschen im Land das Leben gekostet hat.
Gott-sei-Dank haben Menschen wie Sie in unserem Lande nichts zu melden! Mehr fällt einem geistig gesundem Menschen dazu nicht ein. Und ich kann Ihnen versichern, daran wird sich auch nie was ändern! Und, auch wenn sie und ihre Gesinnungsgenossen es nicht wahrhaben wollen: Der Zenit ist bereits überschritten, der vermeintliche Höhenflug der faschistischen alternative für deutschland ist zum Glück schon wieder vorüber! Und am Ende wird es ihr nicht anders gehen als dvu, reps, und wie sie alle hießen...

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d4L 11.05.2019, 19:08
4. @1

1. Wo steht, dass Resozialisierung "oberstes" Ziel ist?
2. Welches Mehr an Rechten haben Täter gegenüber den Opfern?
3. Wieviele Verhandlungen und Urteile haben Sie denn schon mitverfolgt, dass Sie zu dem Schluss kommen, die statistische Mehrheit sei "blanker Hohn"?
4. Weshalb soll Schutz und Gerechtigkeit hier nichts zählen?
5. Weshalb darf Ihrer Ansicht jemand wieder in Freiheit entlassen werden, der eine Person von vorne statt von hinten erschießt?
6. Was ist denn 2015 vorgefallen, dass auf einmal die Justiz "keine Autorität" mehr besitzt?
7. Ist es statistisch erwiesen, dass Verkehrssünder eher ins Gefängnis kommen als "Gewalttäter"? Ist ersteres häufig nicht vielmehr eine Ordnungswidrigkeit statt eines Vergehens/Verbrechens?
8. Was stellen Sie sich unter einer "Strafe" im Gefängnis vor? Einen Kerker wie im Mittelalter?
9. Letzter Punkt zum eigenen Nachdenken: Was würden Sie für eine Strafe für Sie selbst fordern, falls Sie aus möglicher Unachtsamkeit oder wegen geringer Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit im städtischen Straßenverkehr ein zwischen parkenden Autos hervorrennendes Kleinkind totfahren? Lebenslanger Führerscheinentzug und 10 Jahre Gefängnis? Schließlich soll doch die Allgemeinheit vor gefährlichen Tätern geschützt werden, oder doch nicht?

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noalk 11.05.2019, 19:09
5. Justizversagen

"Denn solche Fälle bedeuten auch ein Versagen der Justiz, die eigentlich für die Resozialisierung des Täters sorgen soll." Justizversagen ja, aber nicht wegen nicht gelungener Resozialisierung, sondern wegen nicht erkannter Wiederholungsgefahr.

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josef2018 11.05.2019, 19:09
6. Ja,

in manchen US-Bundesstaaten würde Opfer Nr.2 noch sein Leben leben, weil der Täter nicht mehr auf die Menschheit losgelassen worden wäre. Für mich steht das Recht auf Leben des Einzelnen über dem Recht auf Freiheit für solche Täter.

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d4L 11.05.2019, 19:11
7. @2

Ja da haben Sie recht, dass viele das nicht wahrhaben möchten. Es soll ja die Möglichkeit geben, dass Personen auch mal zu Unrecht verurteilt werden. Ist Ihnen sicherlich auch bekannt oder? Was wäre denn, wenn Sie plötzlich unberechtigterweise vor Gericht stehen und um Ihr "Überleben" kämpfen müssten? Wäre es dann nicht von Vorteil, wenn die "guten" und "alles verstehenden" Menschen Gesetzesänderungen verhindert haben, die Sie vorher gefordert hatten?

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waterloo369 11.05.2019, 19:13
8. Die Gutachter

mit ihren phänomenalen Fähigkeiten, Straftätern eine positive Zukunft vorherzusagen, tragen eine nicht geringe Mitschuld daran, daß viele frühzeitig entlassene Mörder als tickende Zeitbomben auf die Gesellschaft losgelassen werden. Wer schützt uns vor solchen Gutachtern, die glauben, die Psyche eines Menschen vorherschauen zu können?

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Freifrau von Hase 11.05.2019, 19:20
9.

"Erst als er in ein Heim in Norddeutschland kam, fing er sich, hatte gute Noten, begann eine Ausbildung. Doch dort konnte er nicht ewig bleiben. Mit 18 Jahren zog er aus und beging kurze Zeit später den ersten Mord. "

Vielleicht muss man auch hier mal ansetzen. Es gibt offenbar Menschen in unserem Land, die mit 18 Jahren (noch) kein eigenes, selbstbestimmtes Leben führen können - aus welchen Gründen auch immer. Aber für die gibt es offenbar nicht genug Angebote. Warum konnte B. nicht in dem Heim bleiben? Weil er 18 wurde? Und warum gibt es dann kein "weiterführendes" Heim für sagen wir mal, Menschen von 18 bis 25 Jahren?

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