Forum: Wissenschaft
Widerstand gegen CO2-Steuer: Wir schützen die Profiteure der Katastrophe
Patrick Pleul/ DPA

Eine CO2-Steuer ist eine einfache und elegante Möglichkeit, effektive Klimapolitik zu machen - mit dem Markt als Mechanismus. Warum also haben ausgerechnet CDU und FDP etwas dagegen?

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thomas_linz 29.04.2019, 07:13
190. Ooh, wow

Zitat von paul_michaelis
Bitte informiert euch selbst (hast Du glaube ich noch nicht gemacht): CO2 soll die Infrarotstrahlung der Erde (zwischen ca. -40 und +60 Grad, entsprechend den Temperaturen auf der Erde) zurückstrahlen? schaut euch das Infrarot-Spektrum von CO2 an (nur bei +400 und -58 Grad, dazwischen NiCHTS!) und fragt euch bitte, wie das physikalisch gehen soll! Danke, wenn Du, JJ2005, mir das erklären könntest! Selber nachforschen macht schlauer! Dass die Klimamodellierer des IPCC nicht ehrenamtlich arbeiten, weißt Du aber schon, oder?
Noch so eine These, je naeher an der Sonne, desto waermer. Deswegen haben wir am Mt. Everest auch im Winter hochsommerlichen Temperaturen. Man lernt nie aus.

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thomas_linz 29.04.2019, 07:37
191. Sehr geehrte Frau Winkler

Zitat von BärbelWinkler
Seit wann sind wir per Du? Sie schreiben unter einem merkwürdigen Pseudonym - weshalb stehen Sie eigentlich nicht mit Ihrem tatsächlichen Namen zu Ihren (irreführenden) Aussagen? Ich habe jedenfalls keinen Grund, mich hinter einem Screenname zu verstecken. Ich bin tatsächlich Co-Autorin von Cook et al. 2013 und 2016 (und noch ein paar weiteren Veröffentlichungen des Skeptical Science Teams). Hier ist der Link zu meinem Profil bei Google Scholar: https://scholar.google.de/citations?user=kjmiHdYAAAAJ&hl=en Wo sind Ihre Veröffentlichungen? Ich finde es auch ziemlich bezeichnend, dass Sie (fast) immer nur Behauptungen und Studien von Leuten erwähnen, die in der Desmog-Datenbank stehen. Sie scheinen sich für die wissenschaftlichen Erkenntnisse der tatsächlichen Klimaexperten überhaupt nicht zu interessieren, sondern nur an Ihren vorgefassten Meinungen festhalten zu wollen Warum eigentlich? Übrigens - auch wenn Sie das jetzt wahrscheinlich überrascht - wäre es mir persönlich viel lieber, wenn die Zweifler/Abstreiter Recht hätten und wir keine Probleme durch unsere CO2-Emissionen und sonstigen Aktivitäten hätten. Leider spricht da aber der Konsens unter den Klimawissenschaftlern dagegen, und die Wahrscheinlichkeit, dass sie falsch liegen, geht, so weit ich das durch meine direkten Kontakte mit Wissenschaftlern und meine Mithilfe bei Skeptical Science beurteilen kann, leider gegen Null. Waren Sie schon einmal auf einer wissenschaftlichen Fachtagung wie z. B. der Jahrestagung der European Geosciences Union? Ich war vor ein paar Wochen wieder dabei (übrigens in meiner Freizeit) und da wurde klar kommuniziert, auf welche Probleme wir hinsteuern, wenn wir nicht endlich etwas dagegen tun. Das Abzustreiten und es Nicht-Wahrhaben-Wollen hat mit gesunder Skepsis nichts zu tun.
Danke fuer diese Worte. Leider werden Sie beim Buerger solange gegen Beton rennen, bis er den Klimawandel am eigenen Leib spürt und zwar schmerzhaft. Er wird hernach die Politik und Konzerne beschuldigen und dann nach Hilfe schreien. Vermutlich sollte die Wissenschaft schon jetzt an moeglichen Korrekturmassnahmen forschen, statts an wesentlich preiswerteren praeventiven Schritten. Du kannst einem Kind 10 mal erklären, die Herdplatte ist heiss, es wird Dir erst glauben, wenn es drauf gefasst hat. Ich denke, in 10-20 Jahren werden die meisten Menschen damit beschäftigt sein, wie man genug Essen kaufen kann, um die Familie zu versorgen.

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ford_mustang 29.04.2019, 07:58
192. Geld reguliert Nichts!

Egal ob die Produzenten, der Zwischenhandel oder gleich der Endverbraucher bezahlen muss. Am Ende trifft es immer den Letzten in der Kette, nämlich uns. Alle davor legen die Preise dann entsprechend höher an, um weiterhin den gleichen Gewinn zu haben. Es wird immer ein Strukturwandel, inklusive technischer Lösungen, benötigt. Es darf nicht mit monetärer Strafe gehandelt werden, sondern einer Belohnung bei weniger Verbrauch. Ansonsten endet es wie beim Strom. Technische Verbesserungen, die Leute gehen bewusster damit um und zahlen trotzdem immer mehr. Trotz Überfluss Preise wie für Mangelware. Hier reguliert das Geld nichts und bedient nicht mal die einfachste Wirtschaftsregel.

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Makrönchen 29.04.2019, 08:06
193. Die Steuer gibt es schon

Die CO2-Steuer gibt es längst, sie heißt nur nicht so.
Sondern Minderalölsteuer oder Stromsteuer. Allenfalls beim Kerosin müsste man sie einführen. Und dafür sorgen, dass auch die Industrie diese bezahlt.

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merlin 2 29.04.2019, 08:33
194. Häää? AfD?

Zitat von richey_edwards
...Freiwilligensteuer daraus machen? Wer an den Klimakollaps glaubt bezahlt. Das sind doch angeblich fast alle. Und die anderen zahlen halt nicht aber das sind ja auch nicht viele. So gibt es nicht diesen Zwang der allen Öko-Vorgaben anhängt. Und später können sich die Klimaschützer freuen die Welt gerettet zu haben und alle sind happy.
So oder so ähnlich stelle ich mir jemanden vor, der es nicht begreifen will. Es ist bereits Viertel nach Zwölf und Sie kommen mit freiwillig? Das reicht leider nicht.
Kein relevantes Unternehmen würde sich das leisten, sondern lieber die Kohle behalten und weiter CO2 rausblasen. Also freiwillig ist schon sehr naiv.
Dazu zeigt der Artikel auf, daß die Erzeuger von uns als Steuerzahler sogar noch subventioniert werden, was ein Unding ist.
Hier muß sich ganz schnell was tun und die CDU/CSU/SPD/FDP Granden haben leider kein Konzept dafür, sind sicherlich auch viel zu stark mit den diversen Lobbygruppen verheiratet.

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claudiasy 29.04.2019, 08:50
195. Armut ohne Fleisch, Auto und Flugreise?

Mit meinem geringerem Einkommen verzichte ich schon seit Jahren auf ein Auto und leiste mir selten Fleisch. Aus finanziellen und ökologischen Gründen. Ich finde es merkwürdig, dass manche glauben, die Ärmeren zahlen die Zeche. Ist man etwa arm, wenn man sich kein Auto, keine Flugreise, kein Fleisch leisten kann??? Was habt ihr denn für eine Vorstellung von Armut?! Das ist ja der Sinn der Sache, dass wir in Zukunft weniger davon konsumieren.
Natürlich ist Biogemüse momentan noch teurer, aber das spare ich in der Schweiz locker, wieder ein, wenn ich einfach weniger Fleisch konsumiere. Hey und bei euch in Deutschland ist das Fleisch viel !!! zu billig.
Gleichzeitig müssten aber die ökologisch, sinnvolleren Alternativen ( weniger CO2 produzierend ) vermehrt und günstiger angeboten werden: ÖV, Ökostrom, Bioprodukte. Unbedingt muss, aber etwas dafür gemacht werden, dass wir alternativen zum Heizöl bekommen. ( ja, man erfriert nicht bei 18°, und es gibt Pullover) Es geht, darum das Verhalten zu (be) steuern. Auf Freiwilligkeit können wir und leider nicht verlassen, dann verzichten einfach nur maximal 5% und das bringt keinen Erfolg.

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home.pilot 29.04.2019, 09:05
196. nicht zu Ende gedacht...

Sehr geehrter Christian Stöcker!

Leider habe ich den Eindruck, Sie haben die Sache nicht zu Ende gedacht....

Ich würde vermuten, das 80% des Alltags eines Bundesbürgers mit CO2 Ausstoß in Verbindung stehen.
- Heizung der Wohnung
- Fahrt mit dem Auto zur Arbeit
- Lebensmittelproduktion, besonders Fleisch
- Internet Server und Infrastruktur
- der Flug zur Konferenz oder Urlaub
- Konsumproduktion und Transport
Als diese Dinge würden um 20-30 % teuerer werden. Das würde eine Schrumpfung des Konsums bedeuten, denn schon heute kommen geschätzt 50% der Deutschen, gerade so über die Runden: Viele haben neben den kleinen Luxusdingen die sie sich leisten (auch um dazu zu gehören) kaum Geld übrig, um privat noch für das Alter vorzusorgen.
Das würde eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung bedeuten (das ist ja auch das ZIEL), eine De- Industrialisierung mit einem Verlust von Arbeitsplätzen und dem Verlust von Steuereinnahmen und einer möglichen Destabilisierung der gesellschaftlichen Ordnung.
Es wäre gut, wenn Sie das mal duschdekliniert und zu Ende gedacht hätten!
Es ist zugegeben ein riesiges Dilemma: Entweder werden wir vom Klimawandel gegrillt und der Umweltzerstörung vergiftet oder wir müssen eine Deindustrialisierung mit schrumpfendem Verbrauch oder Konsum so organisieren, ohne das es zu gravierenden gesellschaftlichen Verwerfungen kommt...

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w.moritz 29.04.2019, 09:19
197. Es ist doch so einfach

die CO2 Steuer einzuführen und auf die jetzige Abgabenlast von ca.70% drauf zu satteln.
Die Gutverdiener und Dienstwagenbesitzer tragen das schon mit. Aber die 3Millionen
Bürger/Rentner/Arbeiter/Pendler usw die noch nicht einmal 2000.-Eus brutto haben die leiden.
Die TouriBomber sind ohnehin voll besetzt von Klimaschützern die sich den eigenen Urlaub, oder das
Eis essen in USA nicht vermiesen lassen und diese CO2 Steuer wird ja auch nicht auf Kerosin
erhoben oder auf Schiffsdiesel wg. Kreuzfahrten bis ans Ende der Welt, sondern nur auf Heizöl,
Benzin und Diesel. Zudem sind die Berechnungen der grünen Klimalobby zum künftigen Wettergeschehen mehr als fragil und teilweise unglaubwürdig, aber es geht auch nur um die politische Ausrichtung der BRD. Steuer erhöhen geht aber bei den Gutverdienern immer, denn die merken es nicht so im Geldbeutel.
Was ein schräges Vorhaben das auch noch vom Spiegel und der übrigen Presse befeuert wird.
W.Moritz, Worms

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jj2005 29.04.2019, 09:20
198. Mineralölsteuer

Zitat von Makrönchen
Die CO2-Steuer gibt es längst, sie heißt nur nicht so. Sondern Minderalölsteuer oder Stromsteuer. Allenfalls beim Kerosin müsste man sie einführen. Und dafür sorgen, dass auch die Industrie diese bezahlt.
Stimmt genau! Interessant ist, dass diese Steuer in ganz Europa schon immer erhoben wurde, in den USA dagegen nicht. Das Resultat ist, dass die Amerikaner viel mehr fahren in schrecklich ineffizienten Lastwägelchen, und deswegen unterm Strich praktisch dasselbe für Sprit ausgeben. Wobei der Grossteil ihrer Ausgaben direkt an die lieben Scheichs fliesst, während in Europa die Steuern in unseren Haushalt fliessen. Man kann es drehen und wenden wie man lustig ist, Steuern auf Energie sind einfach volkswirtschaftlich sehr, sehr sinnvoll, wenn man nicht gerade Ölexporteur ist. Und ja, Kerosinsteuer wäre toll, auch Heizenergie nicht vergessen, und mit den Mehreinnahmen bitte die MWSt auf Grundnahrungsmittel senken oder das Kindergeld erhöhen.

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MatthiasPetersbach 29.04.2019, 09:22
199. falscher Ansatz....

...es gibt CO2 und Abfälle und Verschmutzung, die zwar nicht GUT sind - aber notwendig. Und es gibt anderes.

Die Auspuffgase des Autos der Krankenschwerster zum OP MUSS man anders bewerten als alles, was für z.B. Netflix aufgewendet wird. Oder für Klimaanlagen. Und allen anderen, nicht unmittelbar wichtigen und unabdingbaren Aufwand.

M. Es. Löhne und Steuern auch. Aber genau DAS kriegen wir offensichtlich nicht hin. Und deshalb erstickt der Planet an Müll und Abgasen von völlig unnötigem und überflüssigem Zeux.

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