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Widerstand gegen Schul-Computer: Nicht hören, nicht sehen, nicht digitalisieren
DPA

Die Bundesbildungsministerin will Milliarden in Computer für Schulen investieren - und wird dafür heftig kritisiert. Die Argumente der Kritiker illustrieren, was in Deutschland schiefläuft in Sachen Digitalisierung.

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fördeanwohner 16.10.2016, 14:44
1. -

Man kann das mit der Digitalisierung der Schule und dem Zwangsgebrauch von Tablets &Co und dem Internet dort vielleicht auch anders sehen. Die Kids finden ja Dinge, die sie in der Schule machen MÜSSEN, meistens per se doof. Meine Erfahrung: Lernsoftware für Englisch, die wirklich nett aufbereitet ist, wird natürlich nicht zuhause verwendet, da das ja "Schule ist". Vielleicht nehmen die Kids dann privat auch weniger ihre Smartphones usw. in die Hand, wenn sie ständig in der Schule damit arbeiten müssen.

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wpkatz 16.10.2016, 14:45
2. nützlich?

Die unbewiesene Behauptung, dass ständiges Verbundensein mit der Welt auch in der U-Bahn ungeheuer nützlich sei, zweifle ich stark an.

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langenscheidt 16.10.2016, 14:45
3. Digitalisierung des Alltag

Ist doch in Ordnung, wenn es Gegner gibt. Man nimmt deren Kritik zur Kenntnis und vearbeitet diese mit eigenem Wissen und Erkenntnissen. Ist es nicht das, was "Alt-Pädagogen" wünschen? Übrigens: mittlerweile sollten beim Thema Digitalisierung des Alltags nicht allein die Schulen lehren sondern auch die Eltern. Die heutigen Eltern sind allgemein alt genug für das Thema Digitalisierung des Alltags. Und das man nicht jeden derzeitigen Schüler wegen Dummheit der eigenen Eltern über Digitalisierung des Alltags aufklären kann ist kein Weltuntergang.

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Alice D. 16.10.2016, 14:50
4. das bringt das Problem auf den Punkt.

hatte der werte Herr Präsident des Lehrer Verbandes nicht gefordert, das ganze Geld statt in Digitalisierung in Schulbibliotheken zu stecken? Da es grade ärmere Kinder nötig hätten, Zugang zu Büchern zu kriegen.
Nun ist diesem Herrn anscheinend nicht bewusst, dass die größte Menge an Informationen in Netz erreichbar ist, und dies zudem in Textform. Da kann keine Bibliothek der Welt mehr mithalten.
Um dafür Sorge zu tragen, dass künftige Generationen nicht so inkompetent und abhängt von Fortschritt sind, ist diese keine ?Digitalisierung der Schule? weniger als ausreichend, es bedarf viel mehr. da s Problem ist, das die meisten Personen, welche hier Entscheidungsgewalten haben, leider aus einer Generation kommen, wo Digitalisierung keine Rolle gespielt hat. Es bedarf eines Aufstandes der Jugend, denn alle vor 1980 geborenen sind leider grade dabei heutigen und künftigen Generationen ein Digitalisierungsdefizit (Internet, Bildung, Aufklärung, Sicherheit) einzubrocken, was ist auf eine persönliche Ablehnung oder Furcht vor dem Thema, oftmals auch einfache Unwissenheit zurückzuführen ist.

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Orgelprof 16.10.2016, 14:55
5. Computer sind Arbeitsmittel,

sind Werkzeuge wie Tafeln, Kreide, Stifte, Lexika und, und, und.
Sie ersetzen auf keinen Fall die pädagogische Interaktion zwischen Lehrern und Schülern, können diese aber vielfältig unterstützen. Sie sind einfach Teil der Infrastruktur, die ja überall in Deutschland verbessert werden muß.
Investitionen in Lehrer und Lehrerstellen, intakte und "schöne" Gebäude, Verwaltungspersonal usw. dürfen keinesfalls mit Kosten für Digitalisierung verrechnet werden.
Mehr strukturelle Investitionen täten Not. Das ist vermutlich auch die Kernkompetenz des Staates; ewig neue pädagogische Konzepte sind es nicht.

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strubinsky 16.10.2016, 14:56
6. Ignoranz und Dummheit

Nichts ist so gefährlich für den Fortschritt der Gesellschaft wie die Ignoranz alter Männer. Sage ich als Mann im mittleren Alter. hoffentlich ist das nicht ansteckend...
Blickt doch bitte mal nur etwas hinter das Brett vor Eurem Kopf und in Nachbarländer und kommt von eurer Arroganz runter.
Die Welt um Euch herum ändert sich, bleibt in der Schmollecke oder gestaltet sie mit und lasst euch nicht immer von solchen selbsternannten Experten wie Herrn K. für dumm verkaufen.

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der_unbekannte 16.10.2016, 14:58
7. Was ist der Grund

Ich habe bei der Digitalisierung von Schulen auch so meine Bauchschmerzen. Warum, weil einfach ein vernünftiges pädagogisches Konzept fehlt und die meisten Lehrer nicht auf diesen Wandel vorbereitet werden. Es ist so als wollten Blinde Blinde führen. Es reicht einfach nicht aus die Schulen nur mit Computern und WLAN zu versorgen, es müssen auch sinnvolle Inhalte her. Fakt ist aber auch, dass auch viel Zeit in die Anwendung von Technik im Klassenzimmer drauf gehen wird, ich kenne es noch von meiner Berufsschule. Dann muss die ganze Technik auch noch administriert und aktuell gehalten werden, meist wird das jetzt nebenher von technikinteressierten Lehrern gemacht, bei einer flächendeckenden Ausstattung wird dies nicht mehr funktionieren. Die Eltern wollen wissen wie das alles bezahlt werden soll. Also liebe Politiker, dann sorgt doch für mehr Aufklärung, es gibt noch zuviele Fragezeichen.

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Emderfriese 16.10.2016, 14:59
8. Oldschool

Wär ja auch ein Ding, wenn die Schüler das soeben vom Lehrer gelehrte und aufgenommene Wissen per Internet schnell mal prüfen können. Vielleicht steckt das hinter der Angst von Paukern der "alten" Schule (die noch gar nicht so alt sein muss)vor PC und Internetanschluss im Unterricht.
Dass aber die Schule sich öffnen muss den neuen digitalen Möglichkeiten gegenüber - da hat der Autor des Artikels mehr als Recht.

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heavenstown 16.10.2016, 14:59
9. Ja und Nein...

Digitale Technik in der Schule gerne, aber bitte nicht in Fächern wie Schreiben und Rechtschreibung. Aufsätze sollten auch nach wie vor von Hand geschrieben werden da dies die Motorik und das Denken viel mehr fördert als das dumpfe einhacken von Sätzen in den Computer.
Auch sollte das recht beleibte "copy & paste" was ja bei Jugendlichen stark verbreitet ist unterbunden bzw. überwacht werden.
Dies schreibt ein Vater von 3 Kindern die in der althergebrachten Weise erzogen wurden, trotzdem aber techniksicher sind!

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