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Wie krank ist Deutschland wirklich?

Rund 8000 Deutsche haben drei Jahre lang unzählige Fragebögen ausgefüllt und sich von Ärzten des Robert Koch-Instituts auf Herz und Niere untersuchen lassen. Das Ergebnis ist eine der umfassendsten Studie ihrer Art. Wie krank isr Deutschland wirklich?

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marlene55m 27.05.2013, 14:53
50. Deutschland...

... heilig Vaterland der Hypochonder (aller Länder, vereinigt euch). Ich glaube inzwischen, dass in allen Bereichen des Lebens auf so hohem Niveau gejammert wird wie bei uns. Anscheinend hat es die Mehrheit immer noch nicht kapiert: Das Leben endet tödlich. Immer. :-)

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cekay1 27.05.2013, 14:55
51. .

Zitat von mopsfidel
Ca. 300 Milliarden Euro jährlich wollen gut verteilt sein. Die Studie liefert der Industrie ein perfektes Papier dafür, wo noch mehr Geld heraus geholt werden kann bzw. wo noch Schwachstellen im "Gesundheits"-System liegen.
Dazu brauchen die die Studie nicht mal. Es werden einfach neue Risikofaktoren erfunden (aktueller Fall die Genanalyse) und schon kann der Messerwetzer in Weiss mit seinem Pillendrücker loslegen. Das ist ja das hässliche and er Medizin heute, dass im wesentlichen Risikofaktoren behandelt werden meist mit der bewussten Folge dass die NW neue Risikofaktoren zu Tage fördern.
Genaus deshalb ist der grösste Risikofaktor im Leben der Arztbesuch!

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cekay1 27.05.2013, 15:07
52. .

Zitat von kado1
Ich möchte nur Superschlaue zum Nachdenken bewegen. Wir haben eine REHA u.a. für Infarktnachbehandlung im Ort, an der Kneippanlage unterhielt ich mich mit einer 68-Jährigen, die in den letzten 6 Jahren den 7. Schlaganfall hatte, macht man da nicht offensichtlich etwas falsch ? Mit jedem Schlaganfall etwas weniger Lebensqualität, jede REHA kostet einige Tausend, ist aber kein Problem, wenn man die Beiträge einfach erhöhen kann. Manchmal denke.....
Das mag schon alles ok sein, aber ein leben lang soviele Pillen schlucken, nein Danke. "Fit mit Fett" stinkt nach Attkins! Ugs!

Mir reichen schon die paar B12 zu meiner veganen Ernährung. Mal sehen wie es mir damit im nächsten Jahrzehnt ergeht - in den letzten 2 Jahren jedenfalls absolut fabulous-fantastisch.

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medhusahh 27.05.2013, 15:21
53.

Zitat von marlene55m
... heilig Vaterland der Hypochonder (aller Länder, vereinigt euch). Ich glaube inzwischen, dass in allen Bereichen des Lebens auf so hohem Niveau gejammert wird wie bei uns. Anscheinend hat es die Mehrheit immer noch nicht kapiert: Das Leben endet tödlich. Immer. :-)
Danke, endlich mal ein intelligenter Beitrag. Allein die tendenziöse Überschrift dieses Artikels spricht Bände. Die Lebenserwartung steigt, warum sollten wir also alle krank sein? An irgend etwas muss der Mensch aber sterben. Vielleicht werde ich es noch erleben, dass die körperliche Selbstoptimierung dazu führt, dass Demenz dann die vorherrschende "letzte" und damit tödliche "Krankheit" sein wird. Dann wird wahrscheinlich gegen alles gewettert was angeblich blöd macht.

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masouki 27.05.2013, 15:35
54.

Zitat von kalle122
Soweit ich weiss ist Einkommen und Arbeitszeit korreliert...
Das diskutier doch bitte mal mit den Niedriglöhnern aus, die neben ihrem Vollzeitjob noch min 1 Nebenjob brauchen, um finanziell überhaupt zu überleben!

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herbert nau 27.05.2013, 15:43
55. Eine sehr merkwürdige Begründung

Zitat von toledo
Sie können gern asketisch nach Ihrem Erfolgsrezept leben! Die, die das nicht tun, zahlen genau wie Sie einen 100% Beitrag in der GKV und dürfen demnach eine 100% Leistung der Ärzte und der Kassen erwarten. Oder wie sehen Sie das..?
Ich muss unterstellen, dass "100% Leistung" in Bezug steht zu "100% Beitrag".

Aus dieser Sicht reduzieren die von Ihnen zitierten "gerne asketisch und nach eigenem Erfolgsrezept lebenden" Menschen den 100% Beitrag in einem absoluten Betrag, den die, die nicht so leben, entsprechend erhöhen. Oder drastischer ausgedrückt: "Die, die nichts für ihre Gesundheit tun, verhalten sich unsozial gegenüber denen, die etwas für ihre Gesundheit tun. "Oder wie sehen Sie das..?

Ein Nachsatz zur Klarstellung: Ich verurteile nicht die, die unverschuldet gesundheitliche Hilfe benötigen.

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marvin07 27.05.2013, 16:22
56.

Zitat von kalle122
Soweit ich weiss ist Einkommen und Arbeitszeit korreliert...
Wer hat Ihnen denn den Unsinn erzählt? Wer lange arbeitet bekommt viel Geld? Und wer länger arbeitet mehr? Also beim Einheitslohn sind wir noch lange nicht angekommen. ;)

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masouki 27.05.2013, 16:28
57. überschaubare Restmenge

Zitat von herbert nau
Ich muss unterstellen, dass "100% Leistung" in Bezug steht zu "100% Beitrag". Ein Nachsatz zur Klarstellung: Ich verurteile nicht die, die unverschuldet gesundheitliche Hilfe benötigen.
Da bleiben aber nur sehr wenige Menschen übrig, die von Ihnen nicht verurteilt werden.
Die Liste der "Verurteilten" dürfte endlos sein:
Dicke
Motorradfahrer
Raucher
Skifahrer
Fußballer
Bauarbeiter
Manager
Kranken- & Altenpfleger
....
Schliesslich ist auch der Skiunfall selbst verschuldet - mal abgesehen von den immensen Kosten für die Bergrettung... Und wem bei der Arbeit im Altenheim die Bandscheibe kaputt geht ist doch auch selbst schuld - hätte sich halt 'n anderen Job suchen sollen...
Oder etwa nicht?

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niedereTochter 27.05.2013, 20:30
58. Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an..

...das scheint die gängige Haltung derer zu sein, denen
es (noch) gut geht. (Krebs, das kriegen ja immer nur die Anderen ...)
Eine Gesellschaft mit einer steigenden Kinderkrebsrate hat noch
einen ganz langen Weg vor sich.
Es ist ein Fusstritt ins Gesicht eines krebskranken Kindes, wenn
permanent die steigende Lebenserwartung gefeiert wird und
gleichzeitig die Krebsrisiken (Umweltvergiftung, elektromagnetische
Strahlung, Radioaktivität usw.) nicht verringert werden. Steigende
Lebenserwartung, ohne die Körperteile (z.B. Frau Jolie), die nicht
unbedingt gebraucht werden: was für ein Fortschritt.
Wer sagt denn eigentlich, dass man diesen ganzen Konsum-Porno,
der die Umwelt vergiftet, haben und mitmachen muss? Was ist das,
Lebensqualität? Kaufen und Wegwerfen?

Zu Herzkrankheiten und Schlaganfall gibt es zu sagen:
Gesundheit ist Willenssache (nur Schwächlinge essen Salz und zuviel
tierische Fette)

Und damit manche noch was lernen können, hier die wichtigsten
Verhaltensregeln:

1. Nur Nahrungsmittel aus Bioladen, keine Gentechnik
2. kein Fleisch
3. kein Salz
4. minimal tierische Fette (1 Liter Milch und 1 Ei pro Woche)
5. Getreide nur vollwertig
6. täglich Broccoli, Tomaten, Äpfel, Bananen, Avocado, Kartoffeln,
rote Trauben, Knoblauch, Nüsse bzw. Mandeln, grüner Tee,
im Sommer Erdbeeren und Himbeeren
7. täglich 2 Stunden bewegen (Wandern, Haus- oder Gartenarbeit, Gymnastik,
Schwimmen, Radfahren, Joggen usw.)
8. viel Schlaf, kein Stress
9. täglich 1 Glas Kombucha
10. täglich 1,5 Liter Wasser

Kein Alkohol, kein Kaffee und nicht Rauchen (allgemein: keine Drogen)
versteht sich von selbst. (Drogen, das ist doch nur was für Naturvölker)

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jantiff 27.05.2013, 20:54
59. Wie man als Kranker in die Statistik kommt

Es ist noch gar nicht lange her, da gab es dynamische Blutdruckwerte, denn der passt sich den alternden Gefäßen an, was einen natürlichen Vorgang darstellt. Ein 70-Jähriger mit einem ersten systolischen Wert von 170 war gesund, und heute ist er ein schwer kranker Mensch. Quizfrage: Wer hat die WHO mit eigenfinanzierten Studien so beeinflusst, das durch die nach unten korrigierten Richtwerte allein auf dem amerikanischen Kontinent 100 Millionen Hypertoniker und die entsprechenden Milliardenumsätze zusätzlich „generiert“ worden sind.

Die Angst vor Krankheit und Tod ist ein mächtiger Umsatzfaktor, und es ist vielleicht mehr eine Fleißarbeit als echte Wissenschaft, in Studien die Datenlage so zu deuten, dass ältere Menschen ihren Schlaganfall ohne blutdrucksendende Medikamente nicht bekommen hätten.

Aktuelle offizielle Prognose: Die Zahl der Schlaganfälle wird sich bis 2050 verdoppeln, und offenbar können Blutdrucksenker das nicht verhindern. Ob die durchschnittliche Lebenserwartung bis dahin so stark ansteigt, dass diese verheerende Entwicklung plausibel erscheint? Würde diese Entwicklung nicht genauso verlaufen, wenn die Richtwerte da geblieben wären, wo sie vor 20/30 Jahren einmal waren? Das würde bedeuten, das Hunderte Millionen Menschen Blutdrucksenker nehmen, ohne das ihre Gesundheit davon merklich profitiert. Nebenwirkung Tod nicht berücksichtigt.

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