Forum: Wissenschaft
Wilderer: Kampf ums Nashorn
Thilo Thielke

Die Massaker an afrikanischen Nashörnern haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Allein in Südafrika wurden in diesem Jahr mehr als 270 Tiere abgeschlachtet. Der Schweizer Artenschützer Ammann und SPIEGEL TV haben sich der Tiermafia an die Fersen geheftet - mit überraschenden Ergebnissen.

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doc.nemo 22.07.2012, 12:27
10. Die Guten ins neureiche Kröpfchen

Zitat von sysop
Die Massaker an afrikanischen Nashörnern haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Allein in Südafrika wurden in diesem Jahr mehr als 270 Tiere abgeschlachtet. Der Schweizer Artenschützer Ammann und SPIEGEL TV haben sich der Tiermafia an die Fersen geheftet - mit überraschenden Ergebnissen.
Da die Chinesen bekanntlich alles fälschen, werden sie auch Nashornpulver in großem Stil fälschen. Aber nur für den europäischen Markt. Chinesische und russische Neureiche kriegen natürlich das Original, zu exorbitanten Preisen. Was zum Tod der afrikanischen Rhinos führen wird.
(Die Neureichen werden "sicherheitshalber" auch noch das blaue V. nehmen. Und wenn sie danach können, lag's natürlich nur am Nashornpulver.)

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Sawubona 22.07.2012, 12:41
11. Südafrika sollte verbieten,

dass auf Jagdfarmen Nashörner ggeschossent werden dürfen und die Trophäen dann auch noch legal ausgeführt werden (lt. National Geographic)
Im übrigen kann man den Asiaten offensichtlich nicht mehr helfen.
Als Nashorn-Horn-Pulver durch Viagra als Potenzmittel ersetzt wurde, war ein Rückgang der Wilderei festzustellen. Nun hat leider ein asiatischer "Gesundheitsexperte" festgestellt, dass das Pulver gegen Krebs hilft und die Wilderei geht munter weiter - leider auch mit Unterstützung von Nationalparkrangern. Veterinären und korrupten Politikern in Südafrika.

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team_gleichklang_de 22.07.2012, 12:42
12. Wir sind keinen Deut besser

Sicher, wir wollen gerne, dass Länder der dritten Welt ihre Tierwelt schützen und wir sehen auch gerne exotische Tiere in unseren Zoos, aber in Wirklichkeit sind für keinen Deut besser als die, die wir kritisieren. Es geht den Abermillionen sogenannten Nutztieren in unseren Horrorställen wohl noch bei weitem schlechter als geschossenen Wildtieren. Die Arterhaltung in der freien Wildbahn dient uns ausschließlich eigenen egoistischen Motiven, die Einzeltiere sind uns offensichtlich egal. Am meistens für Tiere, Natur und Umweltschutz täten wir, wenn wir uns von Pflanzen ernähren. Täten wir dies, könnten wir auch berechtigt andere Völker zur Verhaltensänderung motivieren.

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Barxxo 22.07.2012, 13:07
13. westlich aufgeklärt

Zitat von w.blankschein
Fazit: Ihr Zorn ist berechtigt, den Impetus westlicher Aufgeklärtheit dabei können Sie sich gänzlich sparen.
Die Welt ist schlecht, oh was für eine revolutionäre Einsicht.
Meine Spitze gegen die TCM- Verfechter in Deutschland sollte stechen, und zwar die Michel- Schlafmützen, welche "Alternativ- Medizin" toll finden und sich gleichzeitig als Naturfreunde empfinden.
Bei uns ist die Großfauna nicht von der Aufklärung ausgerottet worden, das war sie vorher auch schon.
Zwischen Aufgeklärt sein und Naturfreund ist also kein Wiederspruch zu entdecken, zwischen TCM-Verfechter und Naturfreund schon.

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papayu 22.07.2012, 13:18
14. Armut !!!!

Der groesste Anteil der Menschheit lebt in Asien und Afrika. Milliarden in China, Indien im malayischen Archipel usw.
Es duerfte wohl auch bekannt sein, dass kaum einer dieser Armen je einen Doktor von der Naehe gesehen hat!
Und in jedem Dorf gibt es einen Medizinmann, meist selbsternannt. Und wird einer krank, geht man zu diesem.

Drei Jahre lange habe ich in einem armen Fischerdorf gelebt.Einem dieser Medizinmaenner bin ich mal besuchen gegangen als ich eine Darmverstimmung hatte (Duenn...).
Dieser holte eine alte Bratpfanne schmiss dort irgendetwas hinein, ein Puelverchen mit??? . Zuletzt kamen noch 2 frisch gerupfte Huehnerfedern dazu. Als diese Pfanne sich .. durfte ich mich auf einen Balken setzen. Das stank vielleicht, die Pfanne. Und oh wunder, bald war ich geheilt.

Die Leute sind davon ueberzeugt, dass es ein Medizinmann, der immer ein sehr guter Psychologe ist,
es immer schafft, Beschwerden zu vergessen!!!!
Richtig, es ist ABERGLAUBEN!!! Und den FC Bayern auch nicht, dafuer gibt es Hahnenkaempfe, sogar im TV.
Was sind das bloss fuer Tierquaeler.Nein so etwas gibt es nicht in Europa, aber jeden Tag Fleisch!!!

Jeder Mensch glaubt. Der Eine an Nashornpulver, der Andere einen vor 2000 Jahren verstorbenen Wanderprediger und die Muslime haben auch einen, etwas Juengeren. Welcher hat denn nun Recht???

salamat po.

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CompressorBoy 22.07.2012, 14:18
15.

Zitat von anselme1
Meiner Meinung nach hilft nur, wenn man die modernen Medien wie TV oder Internet für rigorose Aufklärungskampagnen benutzt und ganz klar und deutlich vermittelt in der Art wie: " WIssenschaftlich bewiesen: Hörner tierischen Urpsungs waren, sind und werden niemals die Potenz verbessern, es ist alles wirkungsloses Hokuspokus." Ich bin sicher einige Hersteller von blauen Pillen würden sich sofort zur Finanzierung solche Kampagnen überreden lassen. Nur Aufklärung kann der Ignoranz entgegengesetzt werden und könnte hoffentlich helfen die Nachfrage deutlich zu reduzieren.
Aufklärung dauert hier zu lange. Bis ein Umdenken stattfindet, ist das letzte Tier längst tot.
Das einzige, was hilft, ist genaue Erkundung (wozu gibt es denn die Satelliten?) und gezielte Einsätze gut ausgebildeter und bewaffneter Ranger.

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snickerman 22.07.2012, 15:21
16. Ganz einfach!

Zitat von papayu
Der groesste Anteil der Menschheit lebt in Asien und Afrika. Milliarden in China, Indien im malayischen Archipel usw. Es duerfte wohl auch bekannt sein, dass kaum einer dieser Armen je einen Doktor von der Naehe gesehen hat!
Es sind die Reichen, die das teure Pulver, die Bärengalle und die Tigerknochen kaufen.

Zitat von papayu
Jeder Mensch glaubt. Der Eine an Nashornpulver, der Andere einen vor 2000 Jahren verstorbenen Wanderprediger und die Muslime haben auch einen, etwas Juengeren. Welcher hat denn nun Recht??? salamat po.
Niemand von denen!

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ob-server 22.07.2012, 15:33
17. Genau, der Unterschied zwischen Wildern und Jagen...

Zitat von Sawubona
dass auf Jagdfarmen Nashörner ggeschossent werden dürfen und die Trophäen dann auch noch legal ausgeführt werden (lt. National Geographic)
...besteht einzig darin, dass der Jäger vorher für seinen Schuss bezahlt. Einheimische, die auf dem gleichen Gelände das Gleiche tun, werden zu Wilderern.

Gilt auch für andere Tierarten, der Abschuss eines (von nun insgesamt noch vier) schwarzmähnigen Löwen in Namibia hat 80.000 US-Dollar gekostet. Diese Menscheit ist in ihrer Gesamtheit nicht mehr auszuhalten.

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petrasha 22.07.2012, 15:34
18. aufklärung der asiaten?

das wäre die einzige möglichkeit diesem morden ein ende zu setzen. so lange die asiaten dermassen viel für so ein horn zahlen, werden sie immer afrikaner finden, die hier ihre geldquelle sehen. alles beruht auf aberglaube und der chinese wird nicht potenter. der soll sich lieber die blaue pille besorgen. ich bin echt sauer, auf so eine idiotie.

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con-trau 22.07.2012, 15:51
19. China = hoffnungslos

Vielleicht bin ich inzwischen zu pessimistisch, aber auch ich glaube, dass bis Aufklaerung in z.B. China greift die meisten Arten ausgerottet sein werden. Ob Haifischknorpel, gemahlene Tigerknochen, Schildkroetenfleisch oder was auch immer, der Glaube, dass so etwas bei schwerer Krankheit hilft scheint in China nach wie vor verbreitet. Vor allem bei älteren, "ungebildeten" Menschen (Erfahrung aus erster Hand) scheint der Glaube an die Wirksamkeit derartiger "Medizin" ungebrochen. Das Problem ist der wachsende Wohlstand bei nicht unbedingt wachsender Bildung in der Generation 40 und die nach wie vor geringe Bildung in ländlicheren Gebieten (einge "Dörfler" schaffen es nämlich durch Arbeit in der Stadt sich hochzuarbeiten, allerdings ist der Wohlstand wie erwähnt selten proportional zum Bildungsniveau). Der chinesische Staat müsste hier knallhart durchgreifen (internationaler Druck? Fragt sich nur wie, denn die westliche Hemisphäre taugt auch nur begrenzt als "Vorbild") und vor allem müsste die Korruption in den Griff bekommen werden. Tier, Umwelt und Artenschutz scheint in China nach wie vor kaum im Interesse der Mehrheit (im Gegensatz zu Geld und Wohlstand). Wenn man schließlich in einem reichen Privathaushalt einen der letzten chinesischen Riesensalamander zu sehen bekommt, den hierzulande kaum ein Zoo zeigt und die Info dazu es sei ein "Geschenk" gewesen, dass nun bald geschlachtet würde kommt man schon vom Glauben ab... Als Artenschützer in China braucht man wahrscheinlich einen guten Psychologen, ansonsten wird man schwer depressiv.

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