Forum: Wissenschaft
Windkraft-Gegner: Ihr klagt unsere Zukunft kaputt
Uwe Anspach/ DPA

Deutschland könnte im Zukunftsmarkt Windkraft ein Superstar werden. Leider scheitert das an Bürokratie, Naturschützern - und an Leuten, die erwarten, von den Zumutungen der Moderne verschont zu werden.

Seite 1 von 147
Anna-Lena19 17.11.2019, 18:09
1.

Die jungen Leute um Greta und Luisa Neubauer gehen jeden Freitag auf die Straße um für den Umweltschutz zu demonstrieren. Dabei ist es für sie zweitrangig, dass sie durch das Fernbleiben vom Unterricht persönliche Nachteile (schlechtere Noten, die letztlich in den meisten Fällen zu einem geringeren Einkommen führen) erleiden oder hier im Forum regelmäßig diffamiert werden. Die Erwachsenen hingegen gründen Bürgerinitiativen um gegen Windräder und Stromleitungen zu demonstrieren, die Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren. Und dies ist nur ein Beispiel, denn auch Schnellstrecken der Bahn wollen sie nicht in ihrer Nähe haben. Es scheint mir, als wäre die ältere Generation, anders als die Jugend, stärker am Erhalt des Erreichten interessiert, zum Schutz persönlicher Vorteile wie der beruflichen Stellung oder dem Wert des Eigenheims. Die Jugend hingegen kümmert sich ehrlich um die Zukunft der Menschheit.

Beitrag melden
Rodini 17.11.2019, 18:18
2. Wasch mich, aber mach mich nicht nass

So umschreibt man doch Leute, die Änderungen wollen, aber nicht bereit sind dadurch evtl. Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen.
Letztendlich gibt es nichts zum Nulltarif ,schon gar nicht eine sauberere Umwelt.

Beitrag melden
wolfgangahrens 17.11.2019, 18:18
3. Deutliche Ansage

Sehr schön, dass in der gebotenen Klarheit den Verhinderern einer sauberen und sicheren Energieerzeugung mal die Leviten gelesen werden. Ich lebe in der Hamburger Innenstadt und unterhalte mit einer Gruppe von Leuten einen Bauernhof an der Nordsee als Feriendomizil. Dutzende Windräder um uns herum. Wunderschön!

Beitrag melden
laermgegner 17.11.2019, 18:19
4. Ha, ha

Wer soetwas schreibt, hat noch kein Windrad gesehen, geschweige erlebt, und wenn er es erlebt hat, war er oder sie nur noch wenige Minuten oder Stunden in diesem Bereich gestanden. Es ist eine Unversämheit den Mitmenschen gegebenüber zu behaupten, doof zu sein- nur bei man deren Gequakte sich entgegenstellt.
Windräder gehören an die Ränder von Braunkohlegruben und in die Städte und in die Grünflächen der Stadt , dann haben alle etwas davon. Aber für die Städter ist das ja nicht zumutbar !.

Beitrag melden
abergdolt 17.11.2019, 18:21
5. Statistik

Leider wiederholt der Author den schon länger bekannten statistischen Fehler bei der Zahl der toten Vögel: Auf Seiten der Windräder werden nur die großen Greifvögel gelistet, von denen es in Deutschland nur noch wenige gibt. Beispiel Rotmilan: Bestand in Deutschland ca. 10 bis 15.000 Brutpaare, da tut wirklich jeder einzelne verlorene weh. Auf der Seite der Glasflächen finden sich dann die geschätze Anzahl aller getöteten Vögel, incl. der um viele Größenordnungen häufigeren Arten wie Taube, Amsel, die Meisenarten und die Sperlinge. Leider wird nicht aufgezählt, wie viele der z.B. Rotmilane denn jährlich mit Fensterscheiben kollidieren. Solange Windkraftbefürworter mit solchen Tricks arbeiten, kann ich der Sache leider nicht trauen.

Beitrag melden
Donnerklang 17.11.2019, 18:21
6. Treffer...

...genau ins Schwarze.
Ich habe noch unter keinem Windrad einen Vogelleichenberg gefunden. Die Hauskatze von nebenan legt mir aber regelmäßig ein Kücken vor die Tür.

Beitrag melden
sagitta 17.11.2019, 18:22
7. plötzlich ist Fortschrittsfeindschaft schlimm..

Man kann dem eigentlich nur zustimmen. Aber es ist doch nur "same process as every year". Sobald eine neue Technologie entwickelt wird, treten in Deutschland die Skeptiker, Warner, Moralapostel und ewig gestrigen in einer breiten Koalition von Kirchen über Gewerkschaften, Naturschützern, Bürokraten und Esoterikern dagegen auf den Plan. Gestern war es Atomkraft, dann kam Gentechnik und Biotechnologie, jetzt ist es gerade künstliche Intelligenz, und eben Windkraft. Windkraft erfährt also keine Ausnahme in der Behandlung durch die fortschittsfeindliche deutsche Öffentlichkeit. Nur weil es eine "gute" Technologie ist, stöhnen jetzt die üblichen Fortschrittsverhinderer mit auf. Und jetzt taucht auf einmal auch hier das industriepolitische Argument auf. Das hat bei der Gentechnik nicht gefruchtet, mit dem Resultat von 1000en von Jobs, die hier erst gar nicht entstanden sind, und wird auch hier nicht überzeugen.

Beitrag melden
eunegin 17.11.2019, 18:22
8. Verunsicherung. Rundum.

Bei dem Thema wie auch E-Auto kennt man sich nicht mehr aus. Gut, böse, sinnvoll, unsinnig, nützlich, schädlich. Was nun? Kürzlich war hier zu lesen, wie schwierig das Recycling dieser Windräder ist. Und dass sich E-Autos erst nach mind. 100.000 km umweltmäßig amortisieren. Wohin dann mit den Akkus? So ganz ausgegoren ist das alles nicht, wenn auch das Prinzip wohl gut ist. Jedenfalls besser als bisher. Aber wo wollen wir hin? Und zu welchen Preis? Bis dahin sehe ich zu, weniger oder einfach moderat zu konsumieren und überlegt mobil zu sein.

Beitrag melden
beppovomhuegel 17.11.2019, 18:23
9. Ich kann es verstehen

Wer aufs Land zieht, macht das meist aus Gründen der Lebensqualität, die er oder sie im urbanen Raum nicht hat, oder auch aus finanziellen Gründen. Wer in der Stadt wohnt, kann nicht nachvollziehen, wie nervig ein Schlagschatten von einem Windrad sein kann. Vorschlag: erst testen, dann meckern

Beitrag melden
Seite 1 von 147
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!