Forum: Wissenschaft
Windrad-Syndrom: Krank aus Angst vor Infraschall
DPA

Glaubt man einigen Ärzten, hat der von Windrädern verursache Infraschall eine verheerende Wirkung auf die Gesundheit. Wissenschaftlich ist das nicht belegt - und kaum zu erklären. Eine neuseeländische Studie bietet nun eine andere These: Der Nocebo-Effekt könnte hinter dem Leiden der Betroffenen stecken.

Seite 1 von 69
krejsa 25.03.2013, 06:47
1. optional

Ist ja wirklich lustig. Jetzt kämpfen die Windkraftwerk-Befürworter mit denselben Problemen, die Kernkraftwerksbetreiber hatten. Mit, wie sie sagen, eingebildeten Kranken. Die ersten waren krank, weil sie von vielen Atomen bombardiert worden sind. Ihre tägliche natürliche Strahlendusche haben sie hingegen erfrischend gefunden.
Und jetzt? Wieso sehen die Leute nicht ein, fragen sich unsere WiWaSo Naturenergieanhänger, wieso finden die Leute das Geknatter, Geächze und Getöse der Windräder nicht ebenso romantisch und gesund wie einen Sonnenuntergang am grandios tosenden Meer? Ist doch dasselbe!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alfons Emsig 25.03.2013, 07:01
2. Nocebos, überall?

Dieses Phänomen ist auch nach Fukushima bekannt geworden, als Menschen, die nachweislich keiner erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt waren, über zum teil heftige Symptome der Strahlenkrankeit klagten (und teilweise noch immer klagen). Der Unterschied zum Windrad besteht darin, dass die gesundheitsschädigende Wirkung von radioaktiver Strahlung per se unumstritten ist. Es ist gefährlich, alles, was noch nicht ausreichend erforscht ist, gleichsam als Nocebo-Effekt abzutun, wie es beispielsweise der Mediziner (sic!) Professor Shunichi Yamashita getan hat, der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden durch sein Postulat, glückliche und lächelnde Menschen blieben von der Strahlenkrankheit verschont.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
entropie25 25.03.2013, 07:12
3. Neuzeit vs. Steinzeit

Da trifft die High Tech auf urzeitlich Instinkte. Sicher bitter für diejenigen die ihr Leiden mit absoluter Sicherheit in bösartiger Technik begründet sehen - wenn man ihnen sagt dass sich das nur in Ihrem Kopf abspielt.
Aber ist das so bizarr? Ist nicht der größte Teil der heutigen Symptomatiken unserem überforderten Geist entsprungen?
Es ist für die Betroffenen wohl einfacher einen Rückbau solcher Anlagen zu fordern als in ihrem Geist ein funktionierendes Krisenmanagement zu etablieren das sie schützt vor den Anmaßungen einer täglich komplexer werdenden Welt. Menschlich nachvollziehbar. Können wir das Rad nicht nochmal zurückdrehen in Richtung gute alte Zeiten? So Richtung Jungsteinzeit etwa, das war das Leben noch lebenswert. Mit Keulen und Fellen, ohne Elektrosmog und Infraschall.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
uterallindenbaum 25.03.2013, 07:16
4. nur Einbildung

Alles nur einbildung.

Schade dass die art des Schalls nicht als Kriterium eingeplant wurde. Denn so werden wieder einige kommen und behaupten dieser Test ist Wertlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PhysikerTeilchen 25.03.2013, 07:19
5. erwartete Folgen

Wir koennen uns ja denken, wie die Lobby der Betroffenen auf diese Studie reagieren wird - mit weiteren unqualifizierten Angriffen auf die ach so fehlerhafte Schulmedizin. Windraeder sind wie Homoeopathie und andere Religionen: Glaube ist Logik nicht zugaenglich, und wenn Logik die Frechheit besitzt, es trotzdem zu versuchen, dann wird sie diskreditiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Layer_8 25.03.2013, 07:25
6. Infraschall

Zitat von sysop
Glaubt man einigen Ärzten, hat der von Windrädern verursache Infraschall eine verheerende Wirkung auf die Gesundheit. Wissenschaftlich ist das nicht belegt - und kaum zu erklären. Eine neuseeländische Studie bietet nun eine andere These: Der Nocebo-Effekt könnte hinter dem Leiden der Betroffenen stecken.
Das ist doch wirklich eher ein plausibler möglicher Krankmacher. Da stecken Leistungen dahinter wogegen hyperchondrische Handystrahlen eher dem allgemeinen kosmischen Rauschen zuzuordnen sind. In unmittelbarer Nähe von solchen Windrädern, oder überregionalen Stromleitungen, wollte ich wirklich nicht wohnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
XRay23 25.03.2013, 07:34
7.

Der eingebildete Effekt existiert. Ich habe mal bei einer Dame einen WLAN Router installiert, sie hatte sich zu dem Zeitpunkt bereits Gedanken gemacht ob die "Strahlen" bis in die 2. Etage in ihr Schlafzimmer dringen würden. War kaum Empfang da...Trotzdem rief sie mich nach 3 Tagen völlig entnervt an und fragte wie sie das WLAN abschalten kann, sie könne wohl nicht mehr schlafen und habe ständig Kopfweh. Nach etwas erklären am Telefon hatte sie dann eine Kabelverbindung zum Router und das WLAN abgeschaltet.
Als ich 3 Tage später das Provisorium richtig verlegen sollte fand ich eine ausgeschlafene Frau und ein eingeschaltete WLAN vor - sie hatte EA nur ihrer Meinung nach abgeschaltet. ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
randhesse 25.03.2013, 07:35
8. Diddl in Heidelberg verloren

Zitat von sysop
Eine neuseeländische Studie bietet nun eine andere These: Der Nocebo-Effekt könnte hinter dem Leiden der Betroffenen stecken.
Yepp!

Schöner, und _Treffender_ kann man den sich immer weiter ausbreitenden "Zivilisationsphobie"- Wahn gar nicht beschreiben!

Ist wahrscheinlich die gleiche Sorte "Hohlroller", die sich auf 'ner Kaffeefahrt "Anti- Magnetfeldsmatratzen" und "Erdstrahlungsschutz- Armbänder" aufschwatzen lässt, aber in jedem zweiten Zimmer der Wohnung eine Basistation für ein DECT- Phone stehen hat, und selbstverfreilich 'ne Mikrowelle in der Küche, und 'nen aktiven WLAN- Sender am DSL- Router, weil der "Mitgeliefert" wurde, auch wenn Oma *maximal* mit 'm "abgelegten" Windows- 98- PC vom Enkel surft, der das Wort "WLAN- Adapter- Treiber" nichtmal "Buchstabieren" könnte.

Immer wieder "Wunderbar", wie sich die mentale Verfassung der "Krone der Schöpfung" darin outet, _wie Wenig_ sie sich vom "Lagerfeuer der Neandertaler" emanzipiert" hat!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dertheoretiker 25.03.2013, 07:37
9. Einbildung oder doch nicht?

Als Naturwissenschaftler habe ich grosse Zweifel was das Thema Beeinträchtigung durch Infraschall oder Elektrosensibilität angeht. Ein Erlebnis hat mir zumindest zu denken gegeben: Meine Mutter, sicher sehr empfänglich für Esoterisches und in grosser Sorge vor Elektrosmog, war sehr schwer krank. In ihren letzten Tagen war ich zuhause und wollte das WLAN nutzen das normalerweise abgeschaltet ist. Da dies in einem anderen Raum war hat sie davon nichts mitbekommen. Doch als ich zurück kam fragte sie mich unvermittelt, ob ich das WLAN eingeschalten hätte und klagte über grosse Schmerzen.
Sicher ist dies kein wissenschaftlicher Beweis, aber da ich ihr keinen Hinweis gegeben habe, dass ich vorhabe das WLAN zu benutzen und sie mich unmittelbar nach Inbetriebnahme fragte, liegt für mich der Verdacht nahe, dass bestimmte Personen wohl doch empfindlich sind für Elektrosmog. Meine Folgerung ist, dass ich zuhause zumindest nachts das WLAN ausmache..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 69