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WM-Simulationen im Check: Prognose gut, Spiel schlecht
DPA

Tausende Male simulierten Mathematiker die Fußball-WM, Deutschland war auch für sie ein Top-Favorit. Doch jetzt ist der Weltmeister schon draußen. Wie gut sind dann solche Prognosen überhaupt? Ein Check.

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wannbrach 29.06.2018, 12:35
1.

Jetzt ist die Zeit gekommen einen totalen Neuanfang zu starten mit einem neuen Trainer und jugendlichen Spielern die langsam aufgebaut werden und die noch hungrig auf Erfolg sind.

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lau 29.06.2018, 12:47
2. Grober Unfug

von 3 speziellen Fällen kann keine Rede sein. Jedes Spiel für sich gesehen ist ein spezieller Fall un kann trotz aller Algorithmen, die größtenteils auch spezielle Fälle betreffen, nicht hinreichend genau vorgerechnet werden. Schlecht ist Schlecht und einen Algorithmus für schlechte Tage gibts nicht.

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fatfrank 29.06.2018, 13:10
3. Alles sehr interessant, aber...

Fußballspieler (selbst Profis) sind Menschen und keine Maschinen. Und Wahrscheinlichkeiten sind eben nur das: Wahrscheinlichkeiten. Wer der Meinung ist, den Ausgang eines Fußballspiels (oder gar eines ganzen Turniers) vorhersagen zu können, der hat - gelinde gesagt - einen an der Waffel. Es gibt so unzählige Faktoren (Tagesform, Schiedsrichter, Verletzungen, Ausrutscher, Wind&Wetter, gewählte Taktik, VAR und und und), die einen Einfluss auf den Spielverlauf haben, dass man das Spiel durchaus als chaotisch (im wissenschaftlichen Sinne) bezeichnen kann. Es ist schlicht nach drei oder vier Ereignissen nicht mehr vorhersagbar, wie es sich weiter entwickeln wird. Ist wie beim Wetterbericht: Vorhersagen über drei Tage hinaus kann man locker als Kaffeesatzleserei (weil Wahrscheinlichkeit unter 50%) abtun. Was man aber machen kann: Im Nachhinein(!) leicht sagen, woran es denn nun gelegen hat. Dafür(!) gibt es allerlei Analysetools. Aber das heißt eben nicht, dass beim nächsten Mal der gleiche(!) Faktor (z.B. die von Löw gewählte Taktik) den Ausschlag gibt. Es ist und bleibt ein Spiel, dessen Ausgang von sehr, sehr vielen Faktoren abhängt. Chaostheorie also.

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Paul Max 29.06.2018, 14:49
4. ...

Sie sind so gut und so viel wert, wie all diese Prognosen, ob sportlich oder politisch.
Also schlecht und wertlos!
Sonst bräuchte es weder Fußballspiele noch Wählen. Gott (oder wem auch immer) sei Dank ist das anders. Das macht den Fußball und das Leben spannend.

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dr.eldontyrell 29.06.2018, 14:54
5. Wie man gesehen hat,

macht offensichtlich grade das ein erfolgreiches Team aus, was man nicht mit einem Algorithmus berechnen und in einer Kurve oder Statistik wiedergeben kann. Kampfgeist, Wille, Opferbereitschaft. Dazu noch körperliche und mentale Tagesform etc. etc.
Als Trainer einer E-Jugend eine Banalität.

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skusku 29.06.2018, 15:47
6.

Einerseits wollen hier alle wissen, dass ein Algorithmus nur Wahrscheinlichkeiten voraussagt, andererseits wird dem Algorithmus dann aber Unfähigkeit vorgeworfen wenn er nicht das richtige Ergebnis liefert. Ich weiß nicht mal ob ?P-Space-vollständig? für das gegebene Problem reicht aber: Mehr als ne Wahrscheinlichkeit wird mit solchen Modellen und Algorithmen nie drin sein und niemand behauptet was anderes, schon gar nicht die, die sie entwickeln. Dass man aber gute und schlechte Modelle bauen kann, die öfter oder seltener Recht haben sollte wohl klar sein. Um einen Wahrscheinlichkeitsprozess zu überprüfen braucht man nun mal eine ganze Reihe an Versuchen bzw. Realisierungen, und dafür ist die WM halt etwas zu selten. Ganz toll find ich ja den Kommentator der schreibt, dass man daran, dass der Wetterbericht nach 3 Tagen ungenau wird, erkennt dass Prognosen allesamt für'n Hugo sind. Und was ist mit den ersten 3 Tagen? So ein Quark.

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trueffelschwein 29.06.2018, 19:34
7. Erleichtert

Ich bin sehr erleichtert, dass wir trotz computersimulation und mathematischen Prognose Algorhythmen im Fussball immer wieder überrascht und eines besseren belehrt werden, im Guten wie im Schlechten

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labuday 29.06.2018, 21:01
8. ein Weltmeister kann seinen Titel nicht verteidigen (Ausnahmen

bestätigen die Regel), wenn nicht ein starker Bruch vorgenommen wird.
Hatte ich von einem Hirnforscher gelesen - vor dem Schwedenspiel - weil im Gehirn der Akteure unbewußt ein Schalter umgelegt wird, die haben nach 4 Jahren weder Biß noch letzten Einsatzwillen und sie sind 4 Jahre älter. Wenn man seinen Titel verteidigen will, muß man direkt nach dem Gewinn einen tiefen Schnitt machen - Trainer und Betreuerstab wechseln und 90 % der Mannschaft. Nur ganz wenige ganz junge Spieler sollten weiter eingebunden werden.

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Stäffelesrutscher 29.06.2018, 23:03
9.

»Mit dem 0:2 gegen Südkorea war die WM für das deutsche Team so schnell zu Ende wie nie zuvor.«

Das ist falsch. 1938 war die WM für den DFB bereits nach zwei Spielen wieder vorbei, nämlich in der ersten Runde, dem Achtelfinale. 1:1 und im Wiederholungsspiel 2:4 gegen die Schweiz.

Das bis vor kurzem immer wieder zu lesende »Deutschland ist noch nie in der Vorrunde ausgeschieden« sollte offensichtlich stets von dieser mit der Annexion Österreichs verbundenen Schmach ablenken.

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