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Woher der Hass kommt: Die Ratte in uns
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Viel wird darüber gesprochen, warum Herabblicken und Hass auf andere derzeit so populär sind. Es gibt dafür eine einfache psychologische Erklärung - und damit eine Handlungsanweisung für den Umgang mit all der Verachtung.

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hasimen 20.11.2016, 12:07
210. Überheblichkeit hoch zehn

Mein "Sebsterklärungssystem" deutet auf eine klare Fehlinterpretation hin, die natürlich in Abhängigkeit des individuellen Standpunktes ist. Bei all den Versuchen Erklärungen "festmachen zu wollen" vergessen Sie klar den Faktor: "Schicksal". Es ist dieser Faktor der es begründet sich nicht alle Schuhe der Welt anziehen zu können, für z.B. religiösen Fanatismus in diversen Ländern sich nicht ständig "schuldig" fühlen zu müssen. Diese unterschwellig ständige "Einimpfung" des "Ihr seid es SCHULD" ist mit eine Ursache der "Polarisierung" und impliziert vollkommen falsche Tatsachen, denn ich behaupte mal das es z.B. den Verantwortlichen in Saudi-Arabien "am Ars?? vorbei geht" ob sie in anderen Ländern aufgrund ihrer Glaubensdoktrin die sg. RATTEN hervorrufen. Das ist mitunter sogar so gewollt. Warum suchen Sie die URSACHEN nicht dort, in diesen Ländern und setzen dergleichen Urheber nicht ebenso im Vergleich mit Tieren als "Schweine" ? Das wäre nämlich kein Schicksal, sondern eine treffende Analyse, die sich keiner von ihn zutraut, oder ?

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Hochbeet 20.11.2016, 12:08
211. Unsinnige Unterstellungen

Zitat von lecker_schnipo
Genau, woher kommt der Hass auf Trump schon auf der Startseite von Spiegel Online? Ahh es sind die Ratten unter den Journalisten, dann mal weiter machen.
Woher kommen Ihre Behauptungen? Wo lesen Sie von "Hass auf Trump"? Auch kommt jeder neue Artikel zunächst auf die Startseite und wandert im Lauf der Zeit weiter nach unten. Noch eine Frage: Gibt es auch kurzsichtige Dachse unter den Lesen?

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Sumerer 20.11.2016, 12:08
212.

Zitat von sonnen_klar
Vielleicht fällt irgendwann einmal auf, dass diese unpassenden Verhaltensweisen alles Instinkte sind, die im Überlebenskampf früheren Zeiten einmal ihren Sinn hatten. Durch die kulturelle Evolution haben sie ihren Zweck verloren, sind aber weiter in unseren Genen verankert. Doch das passt naürlich nicht zum Weltbild eines göttlich geschaffenen Wesens.
Ich persönlich halte eine kulturelle Verhaltenszweckgebung des Menschen aus Gründer der Erzielung eines Selektionsvorteils gegeben. Egal was auch immer er macht, aus dieser Nummer gibt es kein Entkommen für ihn.

Selbst das Jenseits ist dem Menschen nur versprochen worden, damit eine Priesterkaste daraus Nutzen ziehen konnte. Das fing schon im alten Ägypten an - wahrscheinlich auch schon viel früher - und zieht sich bis jetzt in jede noch so sehr fortentwickelte Gesellschaft.

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Sikozu 20.11.2016, 12:08
213.

Gut auf den Punkt gebracht.

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aopoi 20.11.2016, 12:08
214. Wirklich?

Zitat von josipawa
Eine Ansammlung von Schlagworten ergibt nicht zwingend eine schlüssige Argumentation. So höre ich also mit dem Lesen auf, so nach dem zweiten Absatz, bei Frau Berg, Frau Stoko..., Herrn Augstein und Herrn Müller auch schon mal früher.
Soweit schaffe ich es selten. Meistens reicht die Überschrift. Manchmal auch noch die 1. zwei Sätze dazu. Der Standpunkt der meisten Journalisten bei SPON ist bekannt und stur in die atlantische NATO-Brigade einzementiert.

Da verwundert es nicht, wenn so hysterisch auf Trump reagiert wird und auch noch kräftig nachgetreten wird. Bricht doch die eigene Weltsicht zusammen, da man sich doch selber die Meinungshoheit atestiert hat.

Das man dabei den Hass an den Tag bringt, den man den anderen vorwirft, fällt den Damen und Herren von kaufbaren Wortsammlungen nicht ein.

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abstinent 20.11.2016, 12:10
215. gut gesagt:

"Die wichtigste Schlussfolgerung aus dieser Erkenntnis ist diese: Das derzeit so häufig eingeforderte Verständnis für diejenigen, die GELD als Krücken fürs eigene Selbstwertgefühl benutzen, ist fehlgeleitet. Einem Alkoholiker hilft man ja auch nicht, indem man Verständnis für seine Sucht zeigt." Eben. ---
" Allerdings, so ehrlich muss man sein, ist es wahrscheinlicher, dass jemand das Auf-andere-Herabblicken zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens einsetzt, wenn es ihm nicht so gut geht." Irrtum: der Wohlhabende HAT seine Unterdogs, er muss sie nicht konstruieren. Sie sind die Stütze seines Selbstwertgefühls, solange sie mitspielen. Der Untertan muss seine Underdogs erfinden, das fällt auf, und das ist der ganze Unterschied.

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!Spiegelfechter! 20.11.2016, 12:10
216. Mit gutem Beispiel voran ...

... geht der Verfasser dieses Artikels in puncto abwärtserichteter Sozialvergleich: Hier ein Seitenhiebauf die Psychoanalytiker, dort einer auf Mario Barth, und noch ein paar andere quasi im Vorübergehen - und sich dabei ganz witzig und originell vorkommen. Das kritikwürdigste aber ist die Simplifizierung, die mitnichten das Phänomen Hass und Verachtung erklärt - geschweige denn eine echte Lösung anbietet. Das Belohnungsprinzip greift da viel zu kurz. Sozial konditionierter Mangel (Erziehung) an Empathiefähigkeit, Selbstwertschätzung sowie Respekt sind wesentlichere Zutaten für die Neigung zu Hass und Verachtung.

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einszweidreivierfünf 20.11.2016, 12:11
217. Man sollte seine Überzeugungen schon vertreten, anstatt sich mit Tieren zu vergleichen

Es ist vollkommen egal, mit welchem Tier sich der Mensch vergleicht, auch wenn es interessant sein mag, denn am Ende schaut der Mensch immer auf den Menschen, da kann er noch so viele Fabeln von Jean de la Fontaine u.a. lesen. Schlussendlich geht es darum, dass der Mensch sich seines Verstandes bedient. Bestimmte Anschauungen und Positionen kann man vernünftigerweise nicht vertreten. Es geht einfach nicht. Und sich auf die glückselige Insel der Affekte und Triebe zurückzuziehen, ist kein anständiges Verhalten mehr, sondern ein naives, bestenfalls pubertäres. Die Fähigkeit zur Vernunft besitzt jeder Mensch, auch der Süchtige und Triebhafte. Sie wollen es nur nicht wahrhaben. Jeder ist zu Reflexion, zum zweiten oder dritten Blick (nach dem Affekt), zur Verantwortung fähig und damit auch für jeden Mit-Menschen mitverantwortlich - ob der Einzelne will oder nicht, ob er diese Aufgabe annimmt oder nicht. Diese Verantwortung bleibt unleugbar. Das hat mit Ratten wenig zutun. Diese gründen keine Staaten, schreiben keine Verfassungen und sind auch nicht in der Lage Menschenrechte zu begründen oder Atomwaffen zu bauen. Wir sollten schon mutig genug sein uns als Menschen zu erweisen und uns nicht mit den schlechtesten dieser Gattung vergleichen. Wenn Neid, dann richtiger Neid, sozusagen als positiver, verantwortungsvoller Ehrgeiz uns mit den besten unserer Gattung zu messen. Mir fallen viele Vorbilder ein mit denen ich mich im optimistischen Sinne messen wollen würde.

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westerinen1967 20.11.2016, 12:12
218. Liegt daran,

Zitat von josipawa
Eine Ansammlung von Schlagworten ergibt nicht zwingend eine schlüssige Argumentation. So höre ich also mit dem Lesen auf, so nach dem zweiten Absatz, bei Frau Berg, Frau Stoko..., Herrn Augstein und Herrn Müller auch schon mal früher.
dass dich das Lesen von zwei Absätzen bereits überfordert, oder daran, dass du Meinungen, die deiner nicht vollständig entsprechen vollkommen ignorierst, da du Allwissenheit für dich voraussetzt?

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cobaea 20.11.2016, 12:12
219.

Zitat von 0711er
Eine Frage, der sich Journalisten und Politiker gerne praxisorientiert(er) widmen könnten ist: Ist es "Hass" wenn Menschen versuchen mitzubestimmen (oder "mitzugestalten" - klingt einen Tick politisch korrekter) wie Ihre Nachbarschaft in den kommenden Jahren aussehen sollte?
Wenn Menschen versuchen, mitzubestimmen oder -gestalten, wie ihre Nachbarschaft aussehen soll, hat das mit Hass nichts zu tun. Denn die Wortkonstruktion mit der Vorsilbe "mit-" drückt aus, dass sie das nicht alleine tun wollen und auch nicht alleine bestimmen wollen, sondern bereit sind, auch andere Meinungen und andere Vorstellungen zu akzeptieren und zuzulassen. Wenn sie die "Mitglestaltung" aber so versuchen, dass sie dabei alle abwerten, niedermachen, rausschmeissen wollen, die nicht gleich denken wie sie, nicht gleich aussehen wie sie oder nicht gleich glauben wie sie, dann ist das Hass.

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