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Woher der Hass kommt: Die Ratte in uns
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Viel wird darüber gesprochen, warum Herabblicken und Hass auf andere derzeit so populär sind. Es gibt dafür eine einfache psychologische Erklärung - und damit eine Handlungsanweisung für den Umgang mit all der Verachtung.

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pit66 20.11.2016, 10:32
20. Meine Erfahrung ist eine andere...

Denn es gibt auch den aufwärtsgerichteten sozialen Vergleich. Wenn ich jemanden neu kennen lerne, stehe ich demjenigen grundsätzlich erst einmal unvoreingenommen gegenüber. Sei es ein H4-er, ein Mensch anderer Hautfarbe oder Religion. Und gerade aus der Ecke der H4-er (oder geringverdiener) erfahre ich oft diesen aufwärtsgerichteten sozialen Hass - auch Neid genannt. Der ist ebenso zerstörerisch für das Gesellschaftliche miteinander wie das arrogante wiederwärtige herabblicken auf andere. Klar verdiene ich viel Geld und kann mir einiges leisten, was Geringverdiener nicht können. Obwohl ich für meine finanziellen Verhälnisse extrem bescheiden lebe, läßt sich das nicht verbergen, alleine schon wenn ich gefragt werde, was ich denn berufliche mache. Was die Neider aber nicht sehen (oder als jammern auf hohem Niveau bewerten), ist (z.B. !) die Tatsache, das ich in 6 Monaten 300 Überstunden ansammle. Es wird zu oft darauf geschaut, was jemand hat. Was jemand dafür tut - oder auch auf was verzichtet wird - wird in diese Rechnung nicht mit einbezogen. Auch so entsteht Hass...

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coldwarrior 20.11.2016, 10:32
21. Stimmt nicht

ich bin Anfang 50 und kann Muslime nicht ab, weil die mir mit ihrer ewigen Empörtheit und ihrer dauernden Befindlichkeit gegen laissez faire und wegen ihres Glaubens auf die Nuss gehen und nicht in mein säkulares Weltbild passen

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Wurstbrot 20.11.2016, 10:32
22. privilegierte Kritik

Mich würde mal interessieren wie es auf schlau heißt, wenn privilegierte Leute aus Gründen der Aufrecherhaltung ihres gefühlt moralisch überlegenen Weltbildes gedankenlos als rassistisch bezeichnen, was eigentlich berechtigte Kritik ist.

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franz.v.trotta 20.11.2016, 10:32
23. Von wegen Hass

Der abwärtsgerichtete soziale Vergleich führt nicht zu Hass, sondern zu Mitleid. -- "Hass" ist im Übrigen heute ein Kampfbegriff. Wer zum Beispiel Merkels Politik der offenen Grenzen (Flüchtlingspolitik) kritisiert oder ablehnt, dem wird Hass zugeschrieben, Fremdenhass, Ausländerhass. Damit wird er ins Abseits gestellt und der Verachtung preisgegeben. Und sachlich muss man sich mit solchen (Un-)Menschen gar nicht mehr auseinandersetzen.

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helmut.alt 20.11.2016, 10:33
24. Kain und Abel

sind in der Bibel das Beispiel schlechthin, dass Hass zu Mord führen kann; sogar zu Brudermord weil die eigene Eitelkeit verletzt wurde. Die Menschen werden wohl immer mit dieser ererbten Eigenschaft umgehen müssen.

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spiegelobild 20.11.2016, 10:35
25.

Mich würde mal interessieren, was zum Beispiel die Spiegel Journalisten auf die Frage antworten würden: Verbreiten Sie Hass in Ihren Artikeln? Verbreiten Sie Verachtung auf Andersdenkende? Oder sind es nur die anderen, wenn es um Hass geht?
Aber ich fürchte, so weit wird es nie kommen, dass sich da mal alle ihre Gedanken über eigenes Handeln machen.
Dabei wollten wir immer an Gustav Heinemann denken: "Wer auf andere mit dem ausgestreckten Zeigefinger zeigt, der deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst." Das gilt auch für diesen Artikel.

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conny1969 20.11.2016, 10:35
26. Er hat es verstanden

Herr Stöcker hat die Sache klar erkannt. Ich erwarte jetzt das er mit seinem Wissen dort hingeht wo es am nötigsten ist und die er sonst nicht erreichen könnte. Ich könnte mir vorstellen das H. Stöcker vor einer großen Moschee steht und den Gläubigen erklärt das der Islam nicht besser ist, Schwule nicht schlechter wie jeder andere. Jeden Freitag eine neue Moschee. Seinen Urlaub kann er in Südafrika verbringen, als Belohnung sozusagen, die Apartheit wurde überwunden, der Rassenhass von beiden Seiten ist ja jetzt vom Tisch, die haben es geschafft. Was man hier alles lesen muss wird Woche für Woche immer verrückter. An Stelle des Belohnungssystems kann man sich auch mit Realitätsverweigerung beschäftigen. Auf die Ausführung wäre ich richtig gespannt.

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j.cotton 20.11.2016, 10:36
27. Rattenscharf

Zitat von lecker_schnipo
Genau, woher kommt der Hass auf Trump schon auf der Startseite von Spiegel Online? Ahh es sind die Ratten unter den Journalisten, dann mal weiter machen.
Natürlich gibt es (viel) Hass auf der Welt, hat ihn im Übrigen seit dem Beginn der Menschheit schon immer gegeben, wird auch von den meisten Kriegstreibern als probates Kampfmittel gefördert.
Da gibt es den extremen Hass der Islamisten, der Geknechteten, der Rechten und auch der Linken. Auch von Ehepartnern untereinander.
Was ich aber weit mehr sehe, ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand der Welt.
Und viele Besorgte sehen das Land, in dem sie wohnen, als ihre Welt an, eine ganz legitime Ansicht, übrigens.
Und die Presse, sollte sie sich nicht vollends zu Grunde richten, sollte sich weniger auf die wenigen Hasser konzentrieren bzw beziehen, sondern auf die Überzahl der Besorgten.
Damit es nicht mehr Hasser werden.

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coldwarrior 20.11.2016, 10:36
28. @#2

Volle Zustimmung! Inflationärer Gebrauch von Hass nervt. Antipathie gegen irgendwas? Hass! Abneigung gegen vermummte und verschleierte Menschen? Nazi und Hass! Das Wort wird dermaßen strapaziert durch die Generation Fratzenbuch die das englische hate was die Engländer oft für nicht mögen benutzen, korrumpiert haben

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sushiboi 20.11.2016, 10:36
29.

braucht sicher keine Ratschläge, bei denen mal wieder die alte Volksweisheit "Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht" zutrifft. Genauso wenig braucht es aber ausgrenzende und diskriminierende Bezeichnungen. Dass der Autor beim Volk "Hass" als Motivation vermutet, zeigt dass er versucht, die Lage elitär aus dem Elfenbeinturm de Wissenschaft zu beurteilen. Das konnte eigentlich nur schiefgehen.

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