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Woher der Hass kommt: Die Ratte in uns
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Viel wird darüber gesprochen, warum Herabblicken und Hass auf andere derzeit so populär sind. Es gibt dafür eine einfache psychologische Erklärung - und damit eine Handlungsanweisung für den Umgang mit all der Verachtung.

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giovanni.manzalo 20.11.2016, 18:54
410.

Zitat von vonpreungesheim
aber ich bleibe bei meiner Meinung! Mein Haus hat den Namen Deutschland und das muss irgendwas mit der Sprache und der Kultur zu tun haben, an die ich gewöhnt bin. Leider bin ich sehr unwillig darin, mich umzugewöhnen an andere Sitten und Gebräuche. Da bin ich nun ein wenig dumm und unverschämt, aber das ist vollkommen in Ordnung.
Und nein, niemand zwingt Sie Ihre Mitbewohner zu lieben. Oder eine andere Kultur zu mögen oder schätzen zu lernen als bräsiges deutsches Spießertum. Aber wer sich nicht den Veränderungen anpassen will, der bleibt zurück. Egal, ob die Firma neue Technologie verwendet, oder ob er neue Nachbarn bekommt, die die Kultur bereichern. Es zwingt Sie ja auch niemand ins Ausland zu reisen, um andere Kulturen kennenzulernen. Schließlich interessiert es ja viele dort nur, ob es in ihrem Ferienghetto in Nordafrika auch Schnitzel mit Pommes gibt und nicht, ob der Koch seine Familie ernähren kann. Wenn Sie gerne zurückbleiben wollen, ist das ihr Problem. Sie sollten aber nicht auf die Idee kommen, dass Sie sich nicht an die Gesetze zu halten bräuchten, weil ihnen diese Veränderung nicht gefällt, mit der die Mehrheit der Mitbürger einverstanden ist. Weil nämlich die neuen Mitbürger gut qualifiziert sind, ehrgeizig und integrationswillig und ihre Rente erarbeiten. Ihre auch!

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mam71 20.11.2016, 18:54
411.

Zitat von larsmach
Ich würde nicht so weit gehen, dass Kritik an Hassrednern seinerseits Hass sei -
Zum Glück, so muss man nämlich doch feststellen, dass aus Bibel und besonders Koran 100mal so viel Hass tropft wie aus allen Reden Trumps zusammen. (Denken Sie nur mal an das ganze Gerede von einer "Hölle", dass schon Kleinkindern um die Ohren gehauen wird, wenn sie nicht richtig beten oder Teppich in die falsche Richtung zeigt...)

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InesH 20.11.2016, 19:01
412.

Zitat von BjoBa
Ausserdem differenziere ich, ob ein Professor einem dunkleren Menschen Schwarzer hinterherruft oder ein Bauarbeiter. Der Bauarbeiter hat normalerweise nicht so einen ausgefeilten Wortschatz und seltener die weitreichende Intuition dahinter.
Also mir persönlich ist es lieber, wenn ein Bauarbeiter seinem Kollegen so von Gerüst zu Gerüst zukräht - Ey, Schwattie, gehn wir nachher zusammen auf ein Bier? - als wenn ein führender, christlich sozialer Politiker was von fussballspielenden ministrierenden Senegalesen faselt und dass man die nie wieder los wird.

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chillig 20.11.2016, 19:03
413. Rassismusentzug?

"Man hilft ihm, indem man ihn dabei unterstützt, vom Alkohol loszukommen. Und zu diesem Zweck im Idealfall sein Leben so umzubauen, dass er andere Wege findet, sich wohlzufühlen."

Wie hilft man denn da? Umerziehung? Zwangsbildung? Sozialsystematische Wohltaten? Rassismusentzug in der geschlossenen Psychiatrie?

Sorry, das hört sich nach einer Schönheitskönigin an die für den Weltfrieden ist, aber ein seriöser Beitrag ist das nicht.

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jokaktus 20.11.2016, 19:24
414. Und ich habe mich immer gewundert

warum Herr Trump bei den Medien so verhaßt ist. Jetzt weiss ich es - es ist die Rattenmentalität ---

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ackermart 20.11.2016, 19:28
415. Sich besser fühlen...

sollen ja sogar manche, die geschnitten, gepeitscht oder auch "nur" geschlagen werden. Wahrscheinlich würde unser journalistisch vorgebildeter Fachpsychiater für pathologisch Sozialisierte dies in 50 Schattierungen von grauenhaftem Selbsthass differenzialdiagnostizieren, statt diese Spielart der Psyche einfach wie auch andere Nichthomogenitäten zu akzeptieren. Es wirkt letztlich hilflos auch nur den Hobbypsychologen zu geben, nur weil man derweil mit dem eigenen Hass-Verklärungslatain am Ende ist. Und warum soll die niedliche Ratte nun die Stelle unseres guten alten Schweinehundes einnehmen? ...Den so mancher nicht überwinden kann oder mag - hin zum so anstrengenden Hassen - und es drum viel lieber tut lassen. Womöglich kann sich der Autor ja selbst wenigstens akzeptieren mit der Tatsache, dass Psychiater - als quasi Berufskranheit - ihre Patienten zumeist alles andere als lieben. Sei denn es ist eine blande Spielart von Hass, die in professioneller Selbsttherapie dann und wann auch deren psychischer Gesundheit dienlich ist.

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giovanni.manzalo 20.11.2016, 19:36
416. Es geht nicht darum, was aus Trumps Reden tropft.

Zitat von mam71
Zum Glück, so muss man nämlich doch feststellen, dass aus Bibel und besonders Koran 100mal so viel Hass tropft wie aus allen Reden Trumps zusammen. (Denken Sie nur mal an das ganze Gerede von einer "Hölle", dass schon Kleinkindern um die Ohren gehauen wird, wenn sie nicht richtig beten oder Teppich in die falsche Richtung zeigt...)
Eher geht es darum, was nicht daraus tropft. Zum Beispiel ein Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten. Trump hat Kreide gefressen. Genau wie Hofer oder Strache, der im Wahlkampf natürlich auch nicht das sagt, was er bei Verbindungstreffen gesagt hat oder als er mit Wehrsportgruppen durch den Wald gerobbt ist. Trotzdem ist es schlimm genug, was er sagt. Zum Bespiel, dass sich Schauspieler entschuldigen sollen, weil sie es gewagt haben von der Bühne herab den Besucher Pence aufzufordern, sich für eine bunte und gleichberechtige Gesellschaft einzusetzen. Dafür das alle, egal welchen Glaubens, welcher Abstammung oder welcher sexuellen Orientierung gleichberechtigte amerikanische Bürger sind. Das hat Trump als Belästigung bezeichnet, die eine Entschuldigung der Schauspieler verlangt. Ich finde, das ist ein eindrucksvoller Einblick in Trumps Demokratieverständnis. Das Schlimmste ist aber vor allem, was er Andere unwiedersprochen sagen lässt, die ihn unterstützen, wie den KKK und andere rechtsextremistische US-Gruppierungen.

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sozialismusfürreiche 20.11.2016, 19:42
417. Das Problem dieser Leute

Zitat von germ
Kann es sein, dass sie unter schwerem Realitätsverlust leiden? Oder warum erzählen Sie hier so einen hanebüchenen Blödsinn? Meine Güte, ihr AfD-Fans scheint alle schwer gestört zu sein!
Diese Leute schaukeln sich auf Seiten wie z.B. PI-News hoch, aber auch noch vielen Anderen. Inzwischen gehen die da soweit, dass sie meinen eine eigene Sprache haben zu müssen, eigene Zeichen und Symbole (das Lamda der Identitären finden die schon ziemlich gut - dass es gewissen Ähnlichkeiten mit Runen hat ...), von mehr Aktionen und Widerstand ist da die Rede. Es ist schlimm und es wird nichts unternommen diese Menschen für jeden Straftatbestand eine Ermittlung aufzuerlegen und die Betreiber der Seite haftbar zu machen bzw. für volksverhetzende und Datenschutz verletzende Beiträge in Haftung zu nehmen. Das ist ja nicht die einzige Seite. Lesen sie mal Kommentare bei Yahoo oder unter NewRepublic etc .... von Facebook muß man gar nicht reden ....
Hochgerechnet sind das Millionen (weil mehr als 3-4 dutzend Beiträge wird eine einzelne Person kaum hinbekommen) die sich inzwischen dem Extremismus hingegeben haben und ihn auf diesen Plattformen ausleben.

Und so gut wie nichts wird bei der Strafverfolgung unternommen. Eine Schande. Noch nicht mal eine Möglichkeit Online und anonym (ich traue manchen Ermittlern nicht bedingungslos und muss meine Familie schützen) kann man solche Dinge zur Anzeige bringen. Das wäre aber dringend nötig, dass man sowas in Dtld des 21. Jahrhunderts tun kann. Straftat ist Straftat und keine Petze oder Denunziation und schon gar nicht undemokratisch. Die Demokratie lebt davon dass die Regeln eingehalten werden. Das passier leider immer weniger von der rechten Seite.

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Gleichstrom 20.11.2016, 19:47
418.

Warum sind Ratten immer das Negativbeispiel?

Ich kann an ihnen ausschließlich gute Eigenschaften erkennen. Fressen den letzten Dreck, und das auch noch gern, die machen sauber, sie sind hartnäckig, geschickt, dreist, ... Sympathische Tiere. Das Problem sind die Menschen, die ihnen Paradiese in den Lebensraum bauen, um sie dann an deren Wänden zu vergiften, bevor sie hineingefunden haben...

Das Herabblicken, die Filterblasenrealität, ja, das macht den Menschen offenbar dumm. Wegen unverständlich verteilter Toleranz und Intoleranz, gegenüber Hass und Titten, könnte man in Erwägung ziehen, Facebook staatlicherseits ein wenig zu drangsalieren, das freie Wirtschaften zu behindern - oder dem zu groß gewordenen Spielzeug eines dümmlich-naiven Milliardärchens (... herabblicken und so, muß ich auch...) auf sonsteine Weise seinen unangemessen großen Einfluß zu nehmen...

Ratten sind noch in vielen weiteren Punkten äquivalent zum Menschen. Bei freiem Zugang zu Rauschmitteln wird der gleiche Anteil süchtig bei beiden Spezies, die umfassende Einsicht in die Schädlichkeit, mithin auch übertreibend propagiert, schützt den Menschen offenbar nicht besser als die Ratte die unmittelbare Kater- oder Entzugserfahrung. Wir täten gut daran, unser hohes Podest zu verlassen.

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vonpreungesheim 20.11.2016, 19:47
419. Realitäten sind subjektiv.

Zitat von germ
Kann es sein, dass sie unter schwerem Realitätsverlust leiden? Oder warum erzählen Sie hier so einen hanebüchenen Blödsinn? Meine Güte, ihr AfD-Fans scheint alle schwer gestört zu sein!
Und es geht um Interessen. Mein Interesse ist es, dass ich, wenn ich aus dem Haus gehe, Menschen treffe, die meine Sprache sprechen und mit mir in kulturellen Fragen vom Grundsatz her d' accord sind. So fühle ich mich wohl. Wenn ich über den Bahnhofsvorplatz der Stadt gehe, in der ich lebe, möchte ich keine Drogen aggresiv aufgeschwatzt bekommen. Ist auch so ein obskures Interesse von mir. In meinem Interesse liegt auch, dass dass die Sozialsysteme des Landes, in dem ich lebe, in Zukunft finanzierbar bleiben und ich nicht schutzlos der Willkür des kapitalistischen System ausgeliefert werden kann. Wenn ich eine günstige Wohnung suche, habe ich Interesse daran, möglichst wenig Mitbewerber zu haben. Interesse habe ich auch daran, nicht von islamistischen Attentätern unsanft und spontan vom Leben zum Tode befördert zu werden. Zu meinen Interessen gehört auch, dass ich Frauen gerne ins Gesicht schaue und mein weibliches Umfeld im Bikini ins Freibad und unbelästigt von der Disko nachhause gehen kann. Interesse habe ich auch daran, dass meine schwulen Bekannten und jüdische Mitbürger ohne Ängste auf die Straße gehen können. Ich fühle mich im Übrigen kulturell ausreichend bereichert und habe an einer darüber hinaus gehenden Bereicherung kein Interesse. So what. Ich möchte das Land, in dem schon meine Vorfahren lebten, nicht als Rettungsboot für die gesamte Welt zur Verfügung stellen, ist nicht in meinem Interesse (und auch nicht im Interesse der demografisch ausblutenden Länder). Aufgrund meiner Interessen muss ich die Partei finden, die ich wähle. Ob das die AfD wird? Ich habe nun mal Interessen und wenn sie berücksichtigt werden, fühle ich mich wohl. Da bin ich ganz Ratte. Übrigens ganz famose Tiere, hatte lange Zeit damit zu tun. Ich mochte sie gerne, obwohl Joseph Goebbels da wohl anderer Meinung gewesen wäre. Aufgrund der schweren Vergangenheit wurde den Deutschen leider eingetrichtert, dass sie niemals mehr ihre eigenen Interessen verfolgen dürfen. Zum Glück sind wir mit dieser verqueren Einstellung in Europa isoliert. Übrigens bedeutet Politik immer, einen Ausgleich der Interessen zu finden und so Gesellschaft zu gestalten. Aber vorher muss ein jeder seine Interessen vertreten, indem er die geeignete Partei wählt. Theoretisch jedenfalls soll das so funktionieren...

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