Forum: Wissenschaft
Zeitumstellung: Wieder ein 25-Stunden-Sonntag
Martin Gerten/dpa

Um drei Uhr morgens ist wieder einmal an der Uhr gedreht worden: Ab jetzt gilt die Winterzeit. Die EU-Kommission will die Zeitumstellung eigentlich abschaffen, doch die Mitgliedstaaten sind sich noch nicht einig.

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ManfredKretschmer 27.10.2019, 17:16
1. Zeitumstellung

finde ich geil, ich möchte, dass diese Regelung beibehalten wird. Für alle nachfolgenden Foristen: Wir haben zur Zeit die mitteleuropäische Zeit (MEZ), die bis 1980 galt - für mich die meiste Zeit meines bisherigen Lebens. Was bis heute Nacht lief, war die MESZ (mitteleuropäische Sommerzeit). Winterzeit gibt es hier im europäischen Raum noch nicht. Bitte beim Kommentieren berücksichtigen.

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peter.teubner 27.10.2019, 17:18
2. Wie sieht die

Zoneneinteilung eigentlich aus? Das was wir Mitteleuropäische Zeit nennen erstreckt sich über zwei Zeitzonen. Griechenland, liegt in der gleichen geografischen Zone wie Polen, hat aber eine Stunde früher Sonnenaufgang. England liegt eine Stunde später, aber geografisch wie Spanien. Bei uns in Stockholm würde die Sonne, bei ganzjähriger Winterzeit, um Zwei Uhr morgens aufgehen, was hätten wir davon? Und an die Wissenschaft: Beweise bitte, Beweise die stichhaltiger sind als der normale Menschenverstand, der sagt: Die Sonne geht im Westen der Zeitzone eh eine Stunde später auf, im Winter bei uns in Stockholm scheint sie im Minimum nur etwa 6,5 Stunden. Machen wir nun mehr Unfälle im Sommer oder im Winter als die Spanier, die ganz andere Sonnenzeiten haben. Bitte, bitte eine Antwort, die logisch nachvollziehbar ist und nicht gefühltes Unbehagen.

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safran64 27.10.2019, 17:35
3.

Mit dem BREXIT-Verlauf im Hinterkopf - in da gab es sogar Stichtage - kann man davon ausgehen, dass das Ende der Zeitumstellung in der EU niemals kommen wird. ;)

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Stereo_MCs 27.10.2019, 17:52
4. Endlich wieder Normalzeit

Kurze 5 Monate wieder alles Ordnung wenn morgens der Wecker klingelt. Danach dann wieder 7 Monate Saure Gurken Zeit. Was wird das morgen früh schön.

So wie sich alle Fachleute einig sind, 12 Monate "Sommerzeit" wäre im Winter eine Katastrophe. Im Dezember an trüben Tagen erst um fast 10:00 hell, das kann es ja wohl nicht sein, wenn Arbeiter und Schüler D. viele Stunden früher aufstehen müssen.

Und ich vermute fast, dieses Kind würde auch noch leben, hätten wir nicht diese idiotische "Sommerzeit":
https://www.bild.de/regional/koeln/k...4978.bild.html

An diesem Tag war erst um exakt 07:50 Uhr Sonnenaufgang. Und es war ein eher trüber Tag, ich wohne da. Sprich, um 7:50 war es da noch nicht mal ansatzweise hell.
Kein Wunder, dass der auf einer völlig freien Fläche einfach ein Kind auf dem Rad übersieht. Nix toter Winkel usw.

Hier das selbe. Ein Wunder, dass das Kind nicht tot ist. Wieder 7:50, auch dort noch nicht wirklich hell.
https://www.bild.de/regional/muenche...4302.bild.html

In beiden Fällen wäre es mit Normalzeit taghell und 1h "wacher" gewesen und und so die Chance, dass all diese vielen vielen tot gefahrenen Menschen morgens nicht unter die Räder gekommen wären, deutlich größer.
Wie viele Kinder wollen wir morgens vor Acht im Dunklen noch verlieren, nur wegen dieser bescheuerten "Biergarten Zeit"?

Von den volkswirtschaftlichen Schäden durch ein Heer von mehr übermüdeten Schüler, Studenten und Arbeitern morgens nicht zu reden.

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rechercher 27.10.2019, 18:26
5. Meiner Meinung nach ...

Meiner Meinung nach haben Sie vollkommen recht. Ihre Argumente waren und sind genau die meinen, wenn es um dieses lästige Thema geht. inklusive Biergarten-, Kleingarten-, bzw. Balkon-Zeit.

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georg69 27.10.2019, 19:47
6.

In Bezug auf die Zeitumstellung wird viel behauptet, kaum etwas davon aber wirklich belegt. Die Tagesabläufe der Menschen sind mittlerweile dermaßen unterschiedlich, dass es ohnehin keine optimale Zeit für alle gibt. Je länger es aber abends hell bleibt, desto mehr Menschen können diese Zeit für Bewegung im Freien nutzen. Das hat nachweislich einen Effekt auf die Gesundheit. Die aktuelle Regelung ist gar nicht so schlecht, wenn man länger darüber nachdenkt und die Alternativen berücksichtigt.

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martin0569 27.10.2019, 19:50
7. Peinliche Geschichte

Die Art und Weise, wie in Deutschland mit der Daylight-Saving-Time umgegangen wird, gehört für mich zu den Geschichten, wegen denen ich im Ausland manchmal versuche zu verheimlichen, dass ich Deutscher bin! Es gibt kaum etwas peinlicheres! Sogar vermeintliche Wissenschaftler oder Ärzte lassen sich in diesen Schwachsinn hineinziehen und behaupten, es sei ein medizinisches Problem... Mega-Bullshit! In allen anderen Ländern lacht man über Deutschland bzgl. dieser Geschichte! Und Ärzte fragen sich, wieso sich deutsche Ärzte darauf einlassen, bewusst falsche Geschichten zu erzählen??? Ich hoffe und bete, dass die halbjährliche Zeitumstellung dauerhaft bleibt. Ich persönlich finde es in jeder Hinsicht perfekt. Ansonsten würde ich mich innerhalb der EU vor allem schämen, Deutscher zu sein...

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Hamberliner 27.10.2019, 20:08
8. Re: Wie sieht die

Zitat von peter.teubner
Zoneneinteilung eigentlich aus? Das was wir Mitteleuropäische Zeit nennen erstreckt sich über zwei Zeitzonen. Griechenland, liegt in der gleichen geografischen Zone wie Polen, hat aber eine Stunde früher Sonnenaufgang.
Nein, eine Zeitzone erstreckt sich nicht auf zwei Zeitzonen, sondern auf eine, auf sich selbst, genauso wie Du beim Blick in den Spigel hoffentlich nicht zwei Perter Teubners siehst, sondern nur einen.

Wie man aus einer entsprechenden Karte ganz im Norden ablesen kann gibt es von der Natur oder Physik vorgegebene Zeitzonen, die so definiert sind, dass in der Mitte jeder Zeitzone die Halbzeit zwischen Sonnenauf- und Untergang (Mittag) um exakt 12 Uhr Mittags stattfindet. Die tatsächlichen Zeitzonen sind durch Anpassung an die Staatsgrenzen daraus entstanden, wobei Frankreich und Spanien von Natur aus in die Westeuropäische Zeit gehört hätten, sich aber für die Mitteleuropäische Zeit entschieden haben, und der äußerste Westen Chinas sogar um drei Zeitzonen von der natürlichen Zeitzone abweicht. Die Westgrenze Deutschlands und die Ostgrenze Polens entsprechen aber in etwa den Grenzen der natürlichen Zeitzone Mitteleuropäische Zeit. Die Mitte, der Meridian wo die Halbzeit zwischen Sonnenauf- und Untergang (Mittag) um 12:00 Uhr MEZ stattfindet, entspricht in etwa der deutsch-polnischen Grenze, d.h. die Osteuropäische Zeit, die man nicht in Mitteleuropäische Sommerzeit hätte umbenennen brauchen, unterscheidet sich von Deutschland deutlich mehr als die Westeuropäische Zeit, denn sie entspricht den Verhältnissen in der Ukraine und der westlichen Türkei.

HTH

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baseman 27.10.2019, 20:16
9. Wenn Sie Ihre Gedanken weiterführen

Zitat von Stereo_MCs
Kurze 5 Monate wieder alles Ordnung wenn morgens der Wecker klingelt. Danach dann wieder 7 Monate Saure Gurken Zeit. Was wird das morgen früh schön. So wie sich alle Fachleute einig sind, 12 Monate "Sommerzeit" wäre im Winter eine Katastrophe. Im Dezember an trüben Tagen erst um fast 10:00 hell, das kann es ja wohl nicht sein, wenn Arbeiter und Schüler D. viele Stunden früher aufstehen müssen. Und ich vermute fast, dieses Kind würde auch noch leben, hätten wir nicht diese idiotische "Sommerzeit": https://www.bild.de/regional/koeln/k...4978.bild.html An diesem Tag war erst um exakt 07:50 Uhr Sonnenaufgang. Und es war ein eher trüber Tag, ich wohne da. Sprich, um 7:50 war es da noch nicht mal ansatzweise hell. Kein Wunder, dass der auf einer völlig freien Fläche einfach ein Kind auf dem Rad übersieht. Nix toter Winkel usw. Hier das selbe. Ein Wunder, dass das Kind nicht tot ist. Wieder 7:50, auch dort noch nicht wirklich hell. https://www.bild.de/regional/muenche...4302.bild.html In beiden Fällen wäre es mit Normalzeit taghell und 1h "wacher" gewesen und und so die Chance, dass all diese vielen vielen tot gefahrenen Menschen morgens nicht unter die Räder gekommen wären, deutlich größer. Wie viele Kinder wollen wir morgens vor Acht im Dunklen noch verlieren, nur wegen dieser bescheuerten "Biergarten Zeit"? Von den volkswirtschaftlichen Schäden durch ein Heer von mehr übermüdeten Schüler, Studenten und Arbeitern morgens nicht zu reden.
dann sollte man im Winter die Uhr um 2 Stunden zurückstellen, damit es auf jeden Fall morgens hell ist. Sonnenaufgang z.B, in München am 1. Dezember um 7:43 und am 1. Januar um 8:03. Plädieren wir doch für die Doppelwinterzeit; naja, dann sterben nach Ihrer Logik die Menschen halt abends, wenns auch wieder dunkel ist. ... oder wir bleiben am besten gleich alle zu Hause bis es von 6 - 18 Uhr wieder hell ist.
Verunfallte und getötete Menschen gegen die "Biergartenzeit" aufrechnen zu wollen halte ich für ziemlich geschmacklos!

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