Forum: Wissenschaft
Zu viel Nitrat im Grundwasser: Deutschland droht Strafe von 850.000 Euro - pro Tag
Wolfgang Weihs /dpa

Die Bundesregierung hat über Jahre zu wenig gegen die Belastung des Grundwassers mit Nitrat aus der Landwirtschaft unternommen, mahnt die EU. Deutschland bekommt nun eine letzte Frist von acht Wochen, um das zu ändern.

Seite 10 von 22
schamot 25.07.2019, 17:21
90. Frau Klöckner

Sie tragen persönlich die Verantwortung für das Vergiften der Bevölkerung zu Gunsten von industriellen Fleischinvestoren.( Bauern kann man das ja nicht nennen.) Wie wollen Sie das aus ihrem Privatvermögen bewältigen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simmentaler 25.07.2019, 17:38
91.

Zitat von ardbeg17
rote Gebiete - hahaha. Wer hier weiß eigentlich, dass oft eine einzige Messstelle über dem Grenzwert reicht, um den gesamten Grundwasserkörper "rot" darzustellen? Egal, ob hunderte andere Brunnen und Messstellen in Ordnung sind? Und egal, ob die positive Messstelle auf einer Vogelwiese, im Gemüseanbaugebiet oder tatsächlich im gefüllten Acker liegt?! Bitte melden, wer weiß davon?
Also ich weiss davon, und die meisten Bauern hier in der Region auch. Auch der Bauernverband weiss davon. Warum dieser es versäumt hat, in der Öffentlichkeit und insbesondere die Nicht-Grünen Politiker darauf hinzuweisen, ist schleierhaft. Das ist jetzt kein Grünen-bashing, es ist aber davon auszugehen, dass die Grünen in NRW und Niedersachsen, die ja diese eine-Messstelle-macht-den-ganzen-Körper-rot-Idee hatten, sich noch daran erinnern. Dass Frau Klöckner nicht aufgeklärt wurde, ist wirklich beschämend. Der Bauernverband hätte auch bereits früher vernünftiger arbeiten können. Präziser passend für den Aufwuchs, weniger Gesamtmenge, dafür im Winter Transport von Gülle in die Ackerbaustandorte. DORT hätte die Politik natürlich im Gegenzug Lager für die Gülle genehmigen müssen. Der Dünger hätte preiswerter vor Ort gebracht und zum optimalen Zeitpunkt ausgebracht werden können und den Tierhaltern wären die Güllelager bei nassem Frühjahr nicht übergequollen. Denn grössre Güllelager haben die Behörden auch dort oft nicht genehmigt, und auf Matsch kann man keine Gülle fahren.
Es ist absolut grotesk, wie mit dem Thema umgegangen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bwk 25.07.2019, 17:38
92. Armes Deutschland

Unser Staat ist nicht souverän. Nur so kann ich mir vorstellen, dass die EU (!) Deutschland wegen zu hoher Nitratlast im Grundwasser zur Zahlung einer Strafe (!) zwingen kann. Wobei ich durchaus der Meinung bin, dass deutsche Gesetze zur Grundwasserqualität notwendig und von deutschen Behörden durchzusetzen sind. Wenn die EU uns regiert, wozu brauchen wir dann noch die über 700 Abgeordneten in Berlin, die Bundesregierung und die zahllosen Ministerien?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willyt303 25.07.2019, 17:42
93. Zurück zu der Gülleverordnung von 2005

bis zum Jahr 2005 galt der Landwirt darf nur soviel Vieh halten wie er auch Flächen dafür hat. Diese Regelung wurde durch Herrn Seehofer geändert und das Ergebnis sehen wir jetzt. Also zurück zur alten Regelung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simmentaler 25.07.2019, 17:46
94.

Zitat von schüttelkugel
Was Sie nicht sagen! Erstens scheinen Sie den Unterschied zwischen Grundwasser und dem Wasser, das bei Ihnen zu Hause aus der Leitung kommt nicht zu kennen. (Das wird nämlich in einem aufwändigen und teuren Prozess extra für Sie gereinigt und trinkfähig aufbereitet). Und zweitens hat sich hierzulande dermaßen viel Sch*** - pardon: Gülle in Hülle und Fülle - angesammelt, dass der gemeine Bauer das ganze Zeug gleich in x-facher Ausfertigung auf die Felder spritzt. Mehr als notwendig, weil er gar nicht mehr weiß, wohin damit. So verkommen unsere Felder zu Halden für Altlasten. Ist halt bequem und preiswert.
Der Kreis Coesfeld gehört zu den landwirtschaftlichen Intensivregionen der Republik. Er ist zu gut 40% "rot", d.h. die Grundwasserkörper sind auf gut 40% der Kreisfläche "nitratverseucht". In den Aussenbereichen des Münsterlandes gibt es etliche Gehöfte (Stichwort "Münsterländer Parklandschaft") mit eigener Wasserversorgung. Diese Brunnen müssen jährlich vom Gesundheitsamt untersucht werden. Nach Ihrer Theorie und dem tenor der Medien incl. der EU sollten hier also ca. 55% Proben unter dem Grenzwert erwartet werden. Das Gesundheitsamt Coesfeld hat vor kurzem berichtet, dass ca. 95% der Proben unter dem Grenzwert sind - bei angeblich über 40% Verseuchung. Erklären Sie mal!
Ach ja, der Kreis Borken hat tatsächlich mehrere rote Messtellen, gehäuft im Bereich Reken. Welches bekannte Unternehmen sitzt da? Was produzieren die?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simmentaler 25.07.2019, 17:53
95.

Zitat von proffessor_hugo
Diese Strafzahlungen sollen bitte die Verursacher bezahlen.... ergo die Landwirte. Aber ohne Kompensation bei der Einkommensteuer.....
Die Strafzahlungen sollen die Verursacher zahlen - sehr gute Idee. Die Strafe ist dafür, dass D so miserable Grundwasserwerte gemeldet hat. Angenommen, sie wären weit besser (also so gut, dass die EU eigentlich nichts zu meckern hätte) und jemand hätte ein System ausgeheckt, dennoch möglichst schlechte Zahlen zu liefern. Wer ist dann an den schlechten Zahlen schuld, die zur Strafzahlung führen?
Wenn es Ihnen gelingt, Politiker wie Herrn Remmel nachträglich für seine Volksverdummung zu sanktionieren, wäre das überraschend, aber gerecht. Sollte natürlich generell für Politiker, Entscheider und Influencer aller Lager gelten, die die Leute verschaukeln (gäbe eine lange Liste).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geri&freki 25.07.2019, 17:58
96. Verursacher-Prinzip konsequent anwenden!

Die Rechnungen der EU daher bitte an den Deutschen Bauernverband weiterreichen! Keine Sozialisierung von Strafgeldern!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berlin142 25.07.2019, 18:00
97. Das Problem: sie werden es nicht ändern

Zu viel Einfluss haben gerade in der CDU und im Landwirtschaftsministerium die großen Agrarbetriebe besonders aus Niedersachen und NRW. Also wird man einfach das Geld zahlen (das zwar dann anderswo fehlt, aber was kümmern uns solche tumben Dinge wie Bildung oder Sozialhaushalt). Man wird sich nicht mit den Leuten anlegen. Und letzten Endes bezahlt ja der Bund nicht die Wasserrechnung, also...
JT

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simmentaler 25.07.2019, 18:00
98. Desinformation

Zitat von willyt303
bis zum Jahr 2005 galt der Landwirt darf nur soviel Vieh halten wie er auch Flächen dafür hat. Diese Regelung wurde durch Herrn Seehofer geändert und das Ergebnis sehen wir jetzt. Also zurück zur alten Regelung.
Unsinn. Er durfte nicht mehr Gülle ausbringen als vorher, sondern musste bzw. muss den Überschuss woanders unterbringen. Kostete damals schon 5€/m^3, heute über das doppelte. Die Holländer zahlen noch weit mehr. Was allerdings anfangs schief gelaufen ist, war die Überwachung (auch und gerade unter den grün geleiteten Ministerien). Es wurde zwar wie immer alles zertifiziert und unterschrieben, aber zunächst wenig kontrolliert. Und es mussten erst einige Betrüger erwischt werden, bevor sich alle an die Regeln hielten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geri&freki 25.07.2019, 18:03
99. Komiker?

Zitat von siryanow
Nun also zuviel Nitrat im Grundwasser und immer noch diese Hype um die Gruenen. Allen Ernstes. Nach Jahrzehnten Anwesenheit der Gruenen in Parlamenten und davon jahrelanger Regierungsbeteiligungen, nicht zu reden von den anderen Parteien. Wohin haben sie die Umwelt gebracht ? Gibt es irgendeinen Grund diesen “ Profis” zu trauen . Dann versuche ich es lieber mit dir Schuelern , Amateuren oder Komikern
Die Tatsachen auf den Kopf zu stellen ist noch lange keine Komik. Anders kann man Ihren Beitrag nicht verstehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 22