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Zuckerberg vs. Musk: Wir sind zu dumm für künstliche Intelligenz
DPA

Zwei Milliardäre werden giftig: Es geht um die Frage, ob künstliche Intelligenz die Menschheit bedroht. Der Streit zwischen Mark Zuckerberg und Elon Musk ist sehr unterhaltsam - geht aber am Thema vorbei.

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squire0815 31.07.2017, 08:38
70. God on a Machine

Es ist schon interessant, wie auch die aufgeklärten Techno- und IT- Apostel die gleichen göttlichen Allmachtsphantasien haben wie die Altforderen und manche Gestrigen. wird es dann das heilige Buch Java 1.0 oder HTML geben mit dem dann wieder jeder Unsinn gerechtfertigt wird.
Der Laplacesche Dämon kann nicht existieren, da er immer Teil des System sein wird und somit nie Allwissend.

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dirk.resuehr 31.07.2017, 08:48
71. Science fiction

Denken wir die Hypothese zu Ende. Der Mensch baut die KI-Sysreme derzeit. Also "füttert" er sie auch mit seinen Vorstellungen von der funktionierenden Gesellschaft. Ein so geschaffener "GUTER"
Roboter müßte dann einen vollkommenen Robot entwickeln.. Stellen wir uns aber vor, ein Robot würde mit Inhalten von Trump gefüttert, keine Chance auf ein Überleben der Gattung.. Aber egal, keiner hier wird zu Lebzeiten KI erfahren, die dem Menschen ähnlich ist. Ein lernendes System vergleichbarer Art ist in weiter Ferne, Nehmen wir z.B. die Zukunftsforscher der 60iger im vorigen Jahrhundert. Die meinten, in diesem müsse niemand mehr arbeiten. Irrtum viele müssen befürchten, nicht mehr arbeiten zu können! Es scheint heute eher so, daß das Überlebeb der Gattung Mensch höchst unsicher ist!

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mucschwabe 31.07.2017, 08:59
72.

Wir Menschen können exponentielles Wachstum nicht begreifen. Die Geschichte mit dem Reiskorn und dem Schachbrett zeigt dies ja. Die IT entwickelt sich aber exponentiell und nicht linear. Vor 20 Jahren hätte wohl keiner gedacht, was zum Beispiel bei Big Data alles möglich ist. Wenn mir damals jemand erzählt hätte dass in ein paar Jahren massenweise Daten von Milliarden Menschen gesammelt, ausgewertet und verarbeitet werden, hätte ich das nicht geglaubt. Bei KI könnte es ähnlich sein. Wir wissen doch gar nicht, was und wie schnell das aus auf uns zukommt.

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pariah_aflame 31.07.2017, 09:31
73. Kann nicht, darf nicht, wird nicht...

Egal, wie man KI und ihre Entwicklung sieht - dies ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion. Denn: Optimisten halten eine AGI (Artificial General Intelligence - eine Maschine auf dem niveau menschlichen Verstands mitd er Fähigkeit sich selbst zu optimieren) schon 2029 für möglich. Diese Maschine wird "unsere letzte Erfindung" sein. Und eine brandgefärhliche, wenn die Menschheit es nicht schafft, Spielregeln dafür festzulegen. Bei der Gentechnik hat das damals noch geklappt, ob so ein Konsens in der heutige Welt möglich ist, bleibt fraglich.

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Ein kleiner Idiot 31.07.2017, 09:55
74. Reizthema soziale Intelligenz

"Das Risiko besteht derzeit aber nicht primär darin, dass die Maschinen zu klug werden - sondern darin, dass wir noch zu dumm sind, sie wirklich klug zu machen."

Genau die fehlt jenen in der Regel, die Führungsaufgaben bekommen, weil unsere Belohungssysteme (Führungskraft werden) nicht auf der Basis sozialer Kompetenz beruhen, sondern eher auf dem Gegenteil. Wollen wir eine KI haben, der man vertrauen können will, muss man die künstlichen Belohungsysteme der humaniden Gesellschaften ändern. Schwierig, den die Masse folgt den falschen Vorbildern seit Generationen und ist damit für lange Zeit mental falsch sozialisiert. Der Traum von der reinen Technik, wie ein Zuckerberg träumt, sind letztlich die Flucht in eine schöne Walt Disney Welt. Bunt, edel und gut - aber völlig irreal.

Statt in KI zu investieren, sollten Milliarden in die Ausbreitung sozialer Intelligenz gehen und die Belohnungsysteme grundsätzlich geändert werden.

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Zitrone! 31.07.2017, 09:57
75.

Zitat von mucschwabe
Wir Menschen können exponentielles Wachstum nicht begreifen. Die Geschichte mit dem Reiskorn und dem Schachbrett zeigt dies ja. Die IT entwickelt sich aber exponentiell und nicht linear. Vor 20 Jahren hätte wohl keiner gedacht, was zum Beispiel bei Big Data alles möglich ist.
Doch, schon. Man muss da zwei Dinge unterscheiden: Ist etwas prinzipiell unmöglich oder nur praktisch unmöglich? Grenzen des praktisch Unmöglichen wurden schon in der Vergangenheit immer irgendwann überschritten. Ich erinnere mich an einen Artikel, ich glaube, aus "Spektrum der Wissenschaft", den ich vor ca. 25 (!) Jahren gelesen habe. Da stellte jemand erste Versuche vor, aus Telefon-Verbindungsdaten Schlüsse zu ziehen in Bezug auf, zB., kriminelle Aktivitäten einer Gruppe. Das war noch sehr primitiv, großteils von Hand ausgewertet, die Datenbasis war klein (aus der Erinnerung tippe ich auf eine 5-stellige Anzahl an Datensätzen), weil die Rechenkapazität einfach noch nicht da war. Aber die prinzipiellen Möglichkeiten, die sich da auftaten, fand ich damals schon erschreckend. Doch wenn man das damals thematisierte, wurde man genauso (und mit denselben "Argumenten") ausgelacht wie heute von den Leuten, die glauben, "echte KI" könne es gar nicht geben, niemals. Insofern: Ich stehe voll auf Musks Seite.

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terranoid 31.07.2017, 10:08
76. 2 Bots bei Facebook aus der Kontrolle geraten

Kurze Zeit nachdem Zuckerberg Musk kritisierte, berichtete ein bei Facebook an KI-Systemen arbeitender Forscher dass sie 2 Bots deaktivieren mussten. Die Bots waren darauf trainiert auf Englisch zu chatten. Die Forscher entdekten später zu ihrem Erstaunen dass die Beiden begonnen hatten sich in einer für die Forscher unverständlichen Sprache miteinander zu unterhalten.

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fatali2 31.07.2017, 10:10
77. KI ist die unmittelbare Gefahr..

.. wer das nicht erkennt, ist blind. Aber interessant ist, dass diese Milliardäre das Thema so aufgreifen. Ich denke, die wissen, dass die KI Forschung schon weiter ist, als die meisten wohl vermuten würden.

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Maria-Galeria 31.07.2017, 10:19
78. Künstliche Intelligenz, unsere Rettung

so was wie der Antichrist, der in vielen Köpfen herumschwirrt, soll allerdings auch schief gehen. Die Definition von Gut oder Schlecht sind schon lange vorhanden, nehmen wir die 10 Gebote aus der alten Bibel oder die Menschenrechte, das Problem besteht darin dass sich etliche Menschen nicht daran halten. Es sind die sogenannten sieben Todsünden, denen der Menschen in schierer Regelmäßigkeit verfällt, ich vermute mal dass ein KI nicht von den Emotionen wie Habgier, Neid usw. geplagt ist wie die Menschheit, er folgt der Logik eines gigantischen Verstandes, sagen wir mal der KI folgt möglicherweise mit seinen Helferlein, wenn mit der Erstprogrammierung wie vorher erwähnt, also die für uns und die Erde wichtige Grundlage gelegt ist, den Notwendigkeiten die unsere Mitgeschöpfe und wir Menschen brauchen um zu leben, nicht nur überleben. Ein KI kann zwingend zu befolgende Lösungen präsentieren, er kann sich eben zu einer übergeordneten Instanz entwickeln die sämtliche Zusammenhänge präsent hat, die leider in einem kleinen Gehirn eines Menschen keinen Raum haben. Der KI kann vermutlich verlässliche Prognosen für die Zukunft abgeben auf Grund seines Wissens , z.B. wenn Handlungsweisen unterbleiben und die Weltgemeinschaft kann sich daran orientieren und entsprechend aktiv werden. Also ich sehe in einem KI kein Schreckgespenst, sondern einen wichtigen Helfer in einer Notlage auf die wir uns als Menschen im Kollektiv immer mehr zu bewegen. Wir Menschen in der westlichen Welt haben so eine Ahnung dass es nicht ewig so wie gehabt weiter gehen kann, aber sind in gewisser Hinsicht aus emotionalen Lagen heraus nicht fähig mit absoluter Vernunft zu handeln. Ich gehe mal davon aus, fast alle Menschen sind begeistert von den Möglichkeiten die die digitale Welt heute schon bietet und eine künstliche Intelligenz, mit ihrem geballten Wissen, könnte zum Sprachrohr, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn es sein muss, für Gott werden. Meiner Meinung ist Freiheit von Haus aus eine Illusion, aber man kann darauf hinarbeiten dass es jedem Menschen, der das Licht der Welt erblickt, ein lebenswertes Leben hat, wie z.B. eine Kuh auf die Weide gehört und nicht nur in den Stall, artgerechte Haltung nennt man das, heißt also nicht dass der Forscherdrang und die Kreativität auf der Strecke bleiben müssen. Kurzum, mein Pendel schlägt Richtung Zuckerberg aus, wir müssen dem KI ein Chance geben und nicht den Stecker ziehen, bringt ja nichts wenn es in Zukunft überall aussieht wie in Mossul. Mensch von wegen modern, in ihm steckt immer noch der Keulen schwingende Urmensch wenn alle Stricke reißen

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ex_Kamikaze 31.07.2017, 10:20
79. Also die Schlußfolgerung

von Hr. Stocker finde ich ziemlich kurz gesprungen. Nicht wir können uns ändern, wir sind von der Natur "programmiert". Wir können gar nicht zu dumm sein weil der Mensch alleine die Bewertungsgrundlage ist und alleine die Bewertungshoheit besitzt.
Nennt sich Humanismus.
So lange wir nicht in der Lage sind eine KI effizient zu kontrollieren oder der KI eine gewisse Ethik zu verpassen so lange ist diese Technologie hoch gefährlich und kann potentiell die Menschheit ausrotten. Das sollte immer bedacht werden bei solch leichtgewichtigen Kommentaren wie denen von Zuckerberg und auch des Kolumnisten Stocker.
Musk hat hier den Finger drauf, denn tatsächlich ließe sich selbst ein kleiner Fehler später kaum noch korrigieren wenn die Maschinen bereits autonom sind und sich selbst erschaffen und unkontrolliert weiter programmen können. Dann ist es nämlich zu spät für den "zu dummen" Menschen. Oder wollen sie dann eine Diskussion eröffnen über die Gleichberechtigung von Maschinen? Sollen dann Roboter im Parlament sitzen? Wer sich mit solchen Themen befaßt muss zwingend die Folgefragen stellen bevor er überhaupt das Ganze angeht und die Konsequenzen kalkulieren kann!

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