Neue Vorschriften für 2018 Diese Änderungen müssen Autofahrer und Radler beachten

Wie sieht das neue Symbol für Winterreifen aus, auf welchen Service dürfen sich Bahnreisende mit Fahrrädern freuen? Hier sind die wichtigsten Neueinführungen in Sachen Mobilität für 2018.
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Strengere Abgasuntersuchung
Ab dem 1. Januar 2018 reicht es bei der Abgasuntersuchung (AU) nicht mehr, sich allein auf die Onboard-Diagnose zu verlassen. Dann ist die sogenannte Endrohrmessung Plicht. "Bislang war es so, dass auf die Endrohrmessung verzichtet werden konnte, wenn beim Auslesen der Onboard-Diagnose kein Fehler festgestellt wurde", erläutert Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE). "Durch die Endrohrmessung kann jetzt sicher erkannt werden, wenn die Abgasreinigung nicht mehr einwandfrei funktioniert."

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Neue Grundlage für Berechnung der Kfz-Steuer
Ab dem 1. September wird der Kohlendioxidausstoß aller neu zugelassenen Pkw durch den sogenannten WLTP-Zyklus ermittelt. Auch die Kfz-Steuer wird dann auf Grundlage des neuen Messverfahrens berechnet - und das könnte bei vielen Steuerzahlern für höhere Tarife sorgen. Der Hintergrund: Das WLTP-Verfahren wurde eingeführt, um realistischere Verbrauchswerte zu ermitteln. Es löste das bisher gültige NEFZ-Verfahren ab. Bereits seit September 2017 werden alle neuen Fahrzeugtypen auf diese Weise getestet. Der WLTP ist strenger, es werden sich bei vielen Modellen wohl höhere Verbräuche und CO2-Emissionen ergeben - und weil die Kfz-Steuer unter anderem von den Kohlendioxidwerten abhängig ist, wird sie in diesen Fällen steigen.

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Neue Kennzeichnung für Reifen
Winter- und Ganzjahresreifen erhalten 2018 eine neue Kennzeichnung. "Diese Reifentypen müssen zukünftig mit dem neuen Alpine-Symbol gekennzeichnet sein, einer Schneeflocke vor einem Berg", sagt Tobias Goldkamp, Anwalt für Verkehrsrecht. Bisher war es auch ausreichend, wenn entsprechende Reifen mit den Buchstaben M+S beschriftet waren. Bei der Neuerung gibt es eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024. Bis dahin dürfen alte Reifen weiter genutzt werden, solange sie intakt sind und ausreichend Profil haben. Wer neue nach dem Jahreswechsel hergestellte Reifen ohne die neue Kennzeichnung kauft und bei winterlichen Bedingungen fährt, muss mit Bußgeldern rechnen.

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Neue Schadstoffklasse
Bei den Schadstoffklassen haben ab 1. September 2018 alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c zu erfüllen. Um diese zu erreichen, müssen die Hersteller bei der Abgasnachbehandlung aufrüsten: "Denn den Rußpartikelgrenzwert werden viele der neuen Benziner mit Direkteinspritzung wohl nur mit einem Partikelfilter schaffen", sagt Anja Smetanin vom ACE. Auch bei den NOx-Werten (Stickoxide) tritt eine Verschärfung ein. Es gilt dann ein Grenzwert auf dem Prüfstand im WLTP-Zyklus von 60 mg pro Kilometer. Wird bereits nach dem ab 1. September 2019 geltenden RDE-Verfahren (Real Drive Emission) gemessen, also im Realverkehr, liegt der Grenzwert bei 126 mg.

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eCall kommt
Verpflichtend wird für alle Neuwagen ab dem 1. April 2018 der Einbau eines eCall-Systems. Das elektronisches Notrufsystem besteht aus einem GPS-Empfänger für die Standortdaten und einer Mobilfunkeinheit. "Bei einem Unfall übermittelt das System automatisch die Standortdaten an die Rettungsleitstelle, wodurch die Einsatzkräfte im Zweifelsfall schnell an den Unfallort gelangen", sagt ACE-Sprecherin Smetanin. Bei einem heftigen Aufprall wird der Notruf automatisch ausgelöst. Daneben kann er aber auch manuell durch einen Knopfdruck abgesetzt werden. Mit dem Auslösen des Notrufs wird auch eine Sprachverbindung zur Rettungsleitstelle hergestellt.

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ICE-Reisende können Fahrräder mitnehmen (aber nicht viele)
Mit der Einführung der ICE-4-Züge - und damit seit diesem Dezember - gibt es erstmals Fahrradstellplätze in einem ICE. "Das ist ein Novum, denn bisher war die Mitnahme normaler Fahrräder im Fernverkehr nur in Intercity-Zügen möglich", sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad (pd-f). Mit acht Fahrradplätzen pro Zug sei das Angebot zwar noch recht überschaubar, aber immerhin ein Anfang.

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Neue Beleuchtungsvorschriften für Fahrradanhänger
Strengere Regeln gelten ab 2018 für Fahrradanhänger, die breiter als 60 Zentimeter sind. "Das trifft im Grunde auf alle Kinderanhänger zu", sagt Radexperte Koßmann. "Sie benötigen künftig zwei weiße Reflektoren an der Vorderseite und zwei rote Reflektoren der Kategorie 'Z' an der Rückseite." Vorgeschrieben ist auch eine rote Rückleuchte, wenn der Anhänger die Hälfte des Fahrradrücklichts verdeckt. Ist der Anhänger breiter als einen Meter, muss zusätzlich auch an der vorderen linken Ecke eine Frontleuchte installiert werden.

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