Paris im Mai 1968 Vom Protest zur breiten Bewegung

Brennende Barrikaden, eingesperrte Fabrikdirektoren, Präsident De Gaulle geflohen: Im Mai 1968 stand Frankreich am Rand der Revolution. Neben Daniel Cohn-Bendit war Alain Geismar einer der Anfüher der rebellierenden Studenten. Auf einestages erinnert er sich an vier Wochen, in denen alles möglich schien.
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Der Morgen danach: Nachdem sich tausende Studenten in der Nacht zum 11. Mai 1968 auf der Rue Gay-Lussac im Quartier Latin in Paris Straßenschlachten mit der Polizei geliefert und Barrikaden errichtet hatten, liegt die Straße am nächsten Morgen voller umgeworfener Autos.

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Unruhen in Paris: Polizisten stürmen am 6. Mai 1968 durch eine Wolke aus Tränengas auf protestierende Studenten zu.

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Studentenführer Geismar: Alain Geismar, Vorsitzender der Gewerkschaft der Uni-Assistenten, spricht am 22. Mai 1968 per Megafon zu einer Protestversammlung. Mit Daniel Cohn-Bendit und Jacques Sauvageot war Geismar einer der führenden Köpfe des Pariser Mai 68, der fast die Regierung De Gaulle gestürzt hätte, im Ergebnisdann aber zu einer Rechtswende und Stärkung des Gauliismus führte.

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Am Boden: Mai 1968 - Ein Demonstrant liegt auf dem Boden. Im Hintergrund ist zu sehen, wie Polizisten weitere Demonstranten zu Fall bringen und hierbei auch ihre Schlagstöcke einsetzen.

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Abgeführt: Mit Knüppeln bewaffnete Polizisten führen am 11. Mai 1968 eine Gruppe verhafteter Studenten durch die infolge der nächtlichen Straßenkämpfe verwüsteten Straßen des Quartier Latins ab.

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Daniel Cohn-Bendit: Studentenführer Daniel Cohn-Bendit am 13. Mai 1968 auf einer Demonstration in Paris. Während der Proteste 1968 besetzten die Studenten unter anderem die Universität La Sorbonne.

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Studentenunruhen in Paris: Protestierende Studenten bewerfen am 1. Mai 1968 Polizisten mit Pflastersteinen.

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Steinewerfer: Studenten schleudern bei einem Streik am 3. Mai 1968 Steine in Richtung der Polizisten.

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Nach einer wahren Begebenheit: "Die Schönheit ist auf der Straße." Plakat aus dem Jahr 1968, gestaltet nach einem bekannten Pressefoto des Mai '68, das eine junge, einen Pflasterstein schleudernde Frau vor einer Tränengaswand im Quartier Latin zeigt.

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Vor der Sorbonne: Studenten rennen während eines Handgemenges am 11. Juni 1968 durch Tränengasschwaden. Viele von ihnen benutzen Mülltonnendeckel, um sich zu schützen.

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Polizeieinsatz: Während einer Studentendemonstration am 6. Mai 1968 in Paris sind viele mit Schlagstöcken und Schutzschilden ausgerüstete Polizisten im Einsatz. Der "Mai '68"in Frankreich gipfelte in der größten Streikbewegung, die Europa im zwanzigsten Jahrhundert erlebt hat.

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Barrikaden: Polizisten klettern am 11. Mai 1968 über eine von Studenten während einer Demonstration errichtete Barrikade aus Pflastersteienen im Quartier Latin in Paris.

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La bourgeoisie a peur!: Unter dem Plakat des schlagstockschwingenden CRS-Mannes ein Plakat der Bewegung des 22. März 1968 mit der Schlagzeile "Die Bourgeoisie hat Angst!"; es fordert "Alle Macht den Arbeitern!"

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Feuerbarrikade: Studenten füttern am 23. Mai 1968 im Latin Quartier in Paris eine Feuerbarrikade aus Müll mit weiteren Holzkisten an. Während der Nacht war es zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen.

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Demonstrationsstopp: Mitglieder der French National Students Union (UNEF) bilden am 25. Mai 1968 eine Kette, um die Schaulustigen vom Betreten des Boulevard Saint-Michel im Quartier Latin in Paris abzuhalten. Andere Studenten halfen, die Trümmer von drei Nächten Randale wegzuschaffen, nachdem Premierminister Georges Pompidou das Versammlungsrecht zeitweilig aufgehoben und eine Razzia bei Demonstranten angeordnet hatte.

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Dekorierte Sorbonne: 2. Juni 1968 - Studenten gucken aus den Fenstern der Universität Sorbonne in Paris, die sie mit roten Flaggen dekoriert haben. Davor liegen Autos, die die Studenten in der Nacht zuvor für ihre Barrikaden verwendet hatten. Die Unruhen waren ausgebrochen, als bekannt wurde, dass ein Student - bei der Flucht vor der Polizei während einer Demonstration - ertrunken war.

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Wahlrecht mit 21: "Unter 21-jährige: Hier ist Euer Wahlzettel." Das Wahlalter lag 1968 in Frankreich noch bei 21 Jahren. Plakat, 1968.

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Blutige Kämpfe: Während der studentischen Proteste im Mai 1968 in Paris wird ein blutüberströmter Student von einem Polizisten abgeführt.

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Mund halten!: "Sei jung und halte den Mund!" Plakat, 1968.

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"Der Kampf geht weiter": Plakatwand im Quartier Latin in Paris 1968.

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Pouvoir Populaire: Oben wird "Volksmacht" gefordert, unten lautet die ironische Forderung: "Nicht mehr als 40 Barrikadenstunden pro Woche!" Plakat, 1968.

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"De Gaulle - Rücktritt": Ein Demonstrant trägt während einer Kundgebung der Gewerkschaft CGT am 29. Mai 1968 in Paris ein Abbild von De Gaulles Kopf und ein Schild mit dem Wort "Rücktritt" - die Protestanten forderten eine Regierung des Volkes.

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"L'Etat c'est moi": "Der Staat bin ich." Gegen de Gaulle und den bürgerlichen Staat formiert sich der Widerstand. Plakat, 1968.

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Mit Tränengas und Feuer: Nachdem die französische Regierung ein Einreiseverbot für den Studentenführer Daniel Cohn-Bendit beschlossen hatte, kam es am 23. Mai 1968 zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Studenten im Pariser Quartier Latin.

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Die Ruhe nach dem Sturm: Zwei Pariser Bereitschaftspolizisten stehen am 11. Mai 1968 neben umgestürzten Autos Wache.

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Gewerkschafts-Demo: Vom Place de la Republique kommend tragen Gewerkschaftsarbeiter bei einer Massendemonstration am 24. Mai 1968 Transparente und Schilder.

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Streikende Renault-Arbeiter: Dieses Foto vom Mai 1968 zeigt die streikenden Arbeiter von Renault in ihrer Fabrik in Boulogne-Billancourt in der Nähe von Paris.

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Wandzeitungsvielfalt: Eine Wand in Paris (1968) ist mit Plakaten tapeziert.

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Straßenbarrikade: Eine von Demonstranten errichtete Barrikade in der Nähe der Renault-Fabrik in Flins bei Paris am 7. Juni 1968. Zuvor war es zu hefitgen Auseinandersetzungen zwischen den Streikenden und der Polizei gekommen.

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