50 Jahre Containerschifffahrt nach Deutschland Die Globalisierungskiste

Vor 50 Jahren legte das erste Containerschiff in Deutschland an - mit gerade mal 110 Containern. Heute wird alles in den Blechkisten transportiert. Die Geschichte der Containerschifffahrt in Bildern.
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Kaffee, Bananen, Elektronik, Kleidung - in Containern wird mittlerweile fast alles über die Weltmeere nach Deutschland geschifft. Vor 50 Jahren legte das erste Containerschiff in Bremen an.

Foto: Christoph Schmidt/ dpa
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Am 5. Mai 1966 lief die "Fairland" der amerikanischen Rederei Sea-Land mit 110 Containern an Bord in den Bremer Überseehafen ein. Damit war sie das erste Containerschiff, das Deutschland anlief. Im Bremerhaven wurde in den folgenden Jahren das seinerzeit größte Container-Terminal Europas gebaut. Das Foto aus dem Jahr 1983 zeigt einen Containerfrachter.

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Die "Bell Vanguard" war das erste deutsche Containerfrachtschiff. 1966 wurde es im Hamburger Hafen ausgeliefert. Bis zu 60 Container fanden auf dem Schiff Platz.

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1968 startete ein regelmäßiger Vollcontainerdienst zwischen der amerikanischen Ostküste und Europa. Er begann mit dem Einlaufen des Containerschiffs "American Lancer" im Hamburger Hafen. Nur sieben Tage benötigte der Frachter für die Strecke, damit gehörte er zu den schnellsten Vollcontainerschiffen seiner Zeit.

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Die internationale Hilfsorganisation Care verlädt 1981 im Hamburger Hafen Lebensmittel in Containern für bedürftige Menschen. Bis die Verladung so problemlos lief, gab es einige Probleme, wie Zeitzeugen berichten: So sei es vorgekommen, dass Kunden die Ware nicht gut genug verpackt hätten, sodass Fässer in den Containern hin und her rollten. Auch seien Produkte zusammengepackt worden, die eine chemische Reaktion auslösten. Damit nicht genug,..

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...es sei wohl auch vorgekommen, dass ein Schiff nicht ablegen konnte, da ein Container nicht gefunden wurde. Schon 1972 ein seltener Anblick: Ein Arbeiter, der Stückgut entlädt. Zu dieser Zeit wurde bereits ein großer Teil der Ware in Containern transportiert.

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Erfinder des Containers ist der der Amerikaner Malcom McLean. Schon in den Fünfzigerjahren hatte der Spediteur die Idee, Ware in Großbehältern zu transportieren. An der Ost- und Golfküste der USA startete dann der Transport mit Containern, bis die Frachter Ende der Sechzigerjahre auch nach Europa fuhren.

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Der Größenvergleich: Mensch und Container. Ein 20-Fuß-Container hat die festgelegte Länge von gut sechs Metern und ein maximales Gesamtgewicht von 20 Tonnen - die Größe ist mittlerweile das Standardmaß der Frachtschifffahrt. Außerdem gibt es 40-Fuß-Container, Kühl- und ventilierte Container.

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In Kühlcontainern werden Bananen, Zitrusfrüchte, Saisonobst, Fleisch, Fisch und Milchprodukte verschifft. Für Kaffee oder andere Ware aus den Tropen gibt es ventilierte Container. Die am Tag entstehende warme, wasserdampfreiche Luft wird ausgetauscht und die Ware so abgekühlt.

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Containerschiffe begeistern noch heute die Menschen. Als die MSC "Zoe" 2015 in den Hamburger Hafen einlief, tröteten die Schiffshörner die "Star Wars"-Melodie. Hunderte Schaulustige beobachteten das Spektakel. Das Containerschiff war seinerzeit das Größte der Welt.

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Der Frachter MSC "Oscar" ist gemessen an seinem Transportvolumen das größte Containerschiff der Welt. 19.224 Container finden auf dem Megafrachter Platz. Er ist 395 Meter lang und 59 Meter breit.

Foto: Ingo Wagner/ dpa
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Die abgekühlte Konjunktur in China und Russland spüren die Häfen unmittelbar. Allerdings kommen die Standorte damit unterschiedlich gut zurecht...

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...der Rotterdamer Hafen meldete für 2015 ein halbes Prozent Minus beim Containerumschlag, Antwerpen legte dagegen um fast acht Prozent zu. In Deutschlands größtem Hafen in Hamburg ist der Containerumschlag im vergangenen Jahr auf das Niveau von 2006 abgesackt.

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Die Hafenwirtschaft sieht den Hauptgrund für die schlechte Situation am Hamburger Hafen in der ausstehenden Elbvertiefung. Umweltschützer lehnen die mittlerweile neunte Vertiefung des Flusses kategorisch ab. Der Fall liegt nun beim Leipziger Bundesverwaltungsgericht.

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