"A Whale" Enttäuschung im Kampf gegen die Ölpest

Das Ölleck im Golf von Mexiko ist vorerst abgedichtet - doch Hunderte Millionen Liter Öl sind seit April ins Meer gelangt. Ob sie eingesammelt werden können, ist unklar: Der Test mit dem umgebauten Supertanker "A Whale" hat sich als vollständiger Fehlschlag erwiesen.
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Supertanker "A Whale": Das gewaltige Schiff hat sich als ungeeignet für die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko erwiesen.

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"A Whale" an der Mississippi-Mündung (30. Juni): Nach dem ersten Einsatz befand sich statt Öl nur Wasser im Bauch des Schiffs. TMT Shipping Offshore, Besitzerfirma der "A Whale", erklärte das enttäuschende Ergebnis damit, dass das Öl-Wasser-Gemisch zu dünnflüssig gewesen sei. Das habe vor allem an dem Lösungsmittel gelegen, das schon seit Beginn der Ölpest in großen Mengen auf dem Ölteppich verteilt worden sei.

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Umgebauter Tanker: Die "A Whale" hat auf jeder Seite zwölf Öffnungen, durch die das ölige Wasser einströmen soll. In den Tanks des Schiffs soll dann einfach die Gravitation die Arbeit erledigen: Das leichte Öl schwimmt - zumindest theoretisch - oben. So lässt es sich durch mehrfaches Umpumpen vom Wasser trennen.

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Neue Kappe: Die zuletzt von BP angebrachte Auffangglocke hat die bisherigen Tests erfolgreich absolviert - es strömt kein Öl mehr aus dem beschädigten Bohrloch.

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Sonnenuntergang im Krisengebiet (Bay St. Louis, US-Bundesstaat Mississippi): Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge 2,3 bis 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. Das entspricht der 58- bis 112fachen Menge, die 1989 bei der Ölkatastrophe der "Exxon Valdez" in Alaska ausgelaufen war.

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Verschmutztes Wasser im Golf von Mexiko: Endgültig wird das Ölproblem erst gelöst sein, wenn die Entlastungsbohrung abgeschlossen ist - und das leckende Bohrloch dauerhaft versiegelt.

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Verschmutztes Wasser im Golf von Mexiko (am 15. Juli 2010): BP soll auch für das Öl, das die Firma seit Beginn der Ölpest aufgesammelt hat, Gebühren bezahlen. Das fordern US-Regierungsvertreter. Seit Mai wurden rund 130 Millionen Liter Öl aufgesammelt. Ein Teil davon wurde verbrannt, aber BP hat auch damit angefangen, einen Teil des Öls zu verkaufen. Das Geld soll eine Naturschutzstiftung bekommen.

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Verseuchter Strand (bei Belle Terre, US-Bundesstaat Louisiana): Die Rettungs- und Aufräumarbeiten an der Golfküste werden mindestens bis in den Herbst dauern.

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Ausströmendes Öl: Die Ölpest ist die schlimmste Umweltkatastrophe in der US-Geschichte und bedroht Flora und Fauna sowie wichtige Wirtschaftszweige wie Tourismus und Fischerei.

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Kontrollierte Verbrennung von Öl (am 15. Juli 2010): BP hat wegen der Kosten für die Beseitigung der Schäden etwa die Hälfte seines Börsenwerts verloren.

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Tote Qualle im Golf von Mexiko: Nach wie vor sind etwa 30 bis 35 Prozent der Küstengewässer für die Fischerei gesperrt.

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Fotograf auf Tauchfühlung mit Öl (Rich Matthews in Venice, US-Bundesstaat Louisiana): Weite Teile der US-Küste sind verseucht, darunter das ökologisch sensible Mississippi-Delta. Viele Badestrände sind durch Teer verschmutzt.

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Auf zum Großreinemachen (in Grand Isle, US-Bundesstaat Louisiana): Hier machen sich Aufräumarbeiter per Bus auf den Weg zu verseuchten Strandabschnitten.

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Ölpestbekämpfer Thad Allen: Der frühere Küstenwachen-Admiral leitet den Kampf der US-Regierung gegen die Ökokatastrophe.

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Verschmutzter Pelikan (auf Queen Bess Island ): Immer mehr Tiere werden vom Öl verseucht.

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Verseuchtes Wasser vor den Chandeleur Islands: "Obwohl die Bohrtechnik in den vergangenen Jahrzehnten rapide Fortschritte gemacht hat, ist der Umgang mit den Ölkatastrophen dem nicht gefolgt", schrieb der Experte Arne Jernelöv, der schon das Unglück der Bohrinsel "Ixtoc" 1979 im Golf von Mexiko untersucht hat, unlängst im Wissenschaftsmagazin "Nature".

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Ölverschmutzter Pelikan (auf Queen Bess Island): Experten fordern ein offenes Informationssystem, unter Umständen unter Leitung des Uno-Umweltprogramms Unep, um aus Ölkatastrophen zu lernen.

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Ölverschmierter Pelikan (in der Barataria Bay, US-Bundesstaat Louisiana): Generell kann die Natur Öl durchaus verkraften. Doch stellen sich ölfressende Mikroorganismen nicht so schnell auf die riesigen Mengen eines Unglücks ein - und Tiere wie dieses werden massiv in Mitleidenschaft gezogen.

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Tote Schildkröte: "Aufgrund der Informationspolitik weiß eigentlich kein Mensch, wie viel Öl nun ins Meer geströmt ist", kritisierte zum Beispiel Gunnar Gerdts von der Außenstelle Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI).

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Verseuchte Ökosysteme im US-Bundesstaat Louisiana: Ölverschmutztes Wasser in Port Sulpher

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Schlechte Zukunftsaussichten: Ein junger Reiher im Ölschlamm

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Mühselige Arbeit: Hunderte von Booten wie dieses versuchen, Öl aus dem Wasser zu fischen.

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Allein auf weiter Flur: Ein Einsatz des umgerüsteten Supertankers "A Whale" zur Unterstützung der kleineren Boote hat sich immer wieder verzögert.

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Verölter Pelikan: Die Überlebenschancen dieses Tieres dürften schlecht sein.

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