Afghanistan Das Gesicht des Feindes

Drei Bundeswehrsoldaten wurden am Karfreitag in Afghanistan getötet - sie waren mit modernsten Waffen ausgerüstet. Hilfe erhielten sie von internationalen Terror-Netzwerken.
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Aufständische Taliban westlich von Kunduz: Dutzende Vermummte und martialisch aufgerüstete Kämpfer stellen sich vor Kommandeuren und einem Milizen-Chef auf. Es sollen Propagandabilder werden, Dokumente ihrer neuen Stärke, sie wollen zeigen, dass man vor ihnen Angst haben muss.

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Die Extremisten in dem Unruhedistrikt Chahar Darreh im Norden Afghanistans werden unterstützt und trainiert von nichtafghanischen Gotteskämpfern aus den ehemaligen Sowjetrepubliken mit bester militärischer Ausbildung und modernster Bewaffnung - ausgebildete Profikiller. Sie posieren am Karfreitag vor einem brennendem Bundeswehrfahrzeug.

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An jenem Karfreitag verwickelten die Taliban die Bundeswehr in Kämpfe - drei deutsche Fallschirmjäger wurden getötet. Im Camp Kunduz wurde eine Trauerfeier abgehalten, bevor die Särge nach Deutschland gebracht wurden.

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Für die drei in Chahar Darreh getöteten Soldaten gab es am Freitag, 9. April, eine Trauerfeier im niedersächsischen Selsingen. Die Fallschirmjäger waren erst seit Mitte März in Afghanistan im Einsatz.

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Zu der Gedenkstunde kamen auch Kanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. "Ich verneige mich vor ihnen, Deutschland verneigt sich vor ihnen", so würdigte die Kanzlerin die getöteten Soldaten.

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Deutsche Soldaten beobachten Ende 2009 das Gelände in der unruhigen Region Chahar Darreh. In naher Zukunft werden größere gemeinsame Einsätze der US-Armee mit afghanischen Einheiten gegen die Taliban erwartet: Die Schlagkraft der Aufständischen soll verringert werden.

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Am Samstag, den 10. April, besuchte Karzai mit Isaf-Chef Stanley McChrystal die Krisenregion Kunduz. Ein kurzer Besuch mit Symbolcharakter: Er sollte signalisieren, dass die Nato trotz der heftigen Spannungen zwischen den USA und dem afghanischen Präsidenten weiter mit Karzai kooperiert.

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Denn das Verhältnis zwischen Afghanistans Präsident Hamid Karzai und seinen westlichen Verbündeten ist gestört: Die Beziehungen erreichten vorvergangene Woche einen neuen Tiefpunkt, als Karzai sich angeblich zu der Drohung verstieg, zu den Taliban zu wechseln, falls seine Alliierten ihn weiter unter Druck setzten.

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