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Job & Karriere

Alte Handwerksberufe Als Männer noch Fußbälle nähten

Wo heute in Berlin Handys verkauft und Werbeslogans kreiert werden, wurden früher Fußbälle genäht, Drehorgeln gebaut, Holzpantinen geschnitzt. Ein Bildband zeigt Fotos einer fast vergessenen Arbeitswelt.
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Dieser Mann arbeitete als Drehorgelbauer in der Fabrik der Familie Bacigalupo in Berlin. Er setzte Stifte und Klammern in die vorgezeichnete Walze. Das Bild entstand im Jahr 1929. Die Drehorgelfabrik an der Schönhauser Allee gab es noch bis 1977, doch der Job gehört zu den Handwerksberufen, an die sich heute kaum noch jemand erinnert. mehr... 

Foto: bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Willy Römer
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Dieses Foto entstand 1931 in einer Fußballfabrik in Berlin. Die Bälle wurden aus zwölf Lederteilen zusammengenäht und dann auf rechts gedreht. Damit ist dieser Mann gerade beschäftigt.

Foto: bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Ernst Gränert
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Dies ist einer der letzten Nagelschmiede aus Berlin. Bis zu 2000 Schuhnägel fertigte er in den dreißiger Jahren pro Tag.

Foto: bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Willy Römer
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Schriftgestalter hießen früher die Handwerker, die Buchstaben auf Schaufenster malten. Auch dieses Foto wurde in den dreißiger Jahren aufgenommen.

Foto: bpk / Friedrich Seidenstücker
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Köpenick war um 1900 herum für sein "weiches Wasser" bekannt. Deshalb wurde dort das erste deutsche Wäschereidienstgewerbe gegründet. Mehr als 4000 Frauen arbeiteten damals dort. Dieses Foto entstand 1951: Die Frauen waschen in der Genossenschaftswäscherei die Wäsche von 150 Betrieben.

Foto: bpk / Horst E. Schulze
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Der Scherenschleifer ist da! Im Jahr 1904 war dieser Ruf für die Kinder ein Signal, um auf die Straße zu laufen.

Foto: bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Willy Römer
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Eine Weberin bäumt die Fäden von der sogenannten Schärtrommel auf den Webstuhl auf. Das Bild entstand nach 1933.

Foto: bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Willy Römer
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Dieser junge Mann war 1936 Former- und Gießerlehrling. Er stellte Abgussformen her, in die später das flüssige Metall für Glocken oder Maschinenteile gefüllt wurde.

Foto: bpk / Kunstbibliothek, SMB, Photothek Willy Römer / Willy Römer
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Die Fotos stammen aus dem Bildband "Altes Handwerk. Vom Verschwinden der Arbeitswelt", herausgegeben und kommentiert von Michaela Vieser. Das Buch ist in der Edition Braus  erschienen und kostet 39,95 Euro.