Champions-League-Analyse Warum Messi und Barcelona versagten

Erneut ist der Titelverteidiger gescheitert. Warum Lionel Messi und der FC Barcelona kein Mittel gegen Atléticos Defensive fanden, erklärt die grafische Analyse. Außerdem: Der FC Bayern zittert kurz bei Benfica.
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FC Barcelona - Atlético Madrid 0:2: Die Mannschaft um Lionel Messi ging mit einem knappen 2:1-Vorsprung in das Rückspiel bei Atlético. Seit Barcelona-Trainer Luis Enrique im Amt ist, hatte sein Team alle sieben Pflichtspiele gegen Atlético gewonnen. Und dann war da noch eine andere Statistik, die ihnen Mut machen sollte: Das letzte Mal waren die Katalanen nach einem Hinspielsieg vor elf Jahren gegen den FC Chelsea gescheitert – zu Beginn der Ära Messi. Doch all diese beeindruckenden Serien halfen nichts: Barcelona scheiterte. Warum?

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Strafraumszenen waren selten. Die Gastgeber jubelten dennoch erstmals nach 36 Minuten und gingen aufgrund der Auswärtstorregelung auch in der Gesamtabrechnung in Führung. Antoine Griezmann überraschte Barcelonas Defensive und Torhüter Marc-André ter Stegen mit einem Kopfball.

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Messi sieht seinen Arbeitsbereich in der letzten Zeit zunehmend in der Zentrale. Im rechten Halbfeld tauchte er in Madrid seltener auf. Mittig vor dem Strafraum konnte er seinem Team aber nicht im nötigen Maß helfen. Auch dieser von ihm getretene Freistoß in der 32. Minute verfehlte das Ziel deutlich.

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Auch in der zweiten Hälfte fiel das Bollwerk der Hausherren trotz großen Drucks nicht in sich zusammen. Zwar befreite sich Atlético nur sehr selten von dem Druck Barcelonas, doch die Deckung hielt den Gegner immerhin fern vom eigenen Strafraum. Durch einen Handelfmeter erhöhte Griezmann kurz vor Schluss sogar auf 2:0.

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Barcelona hatte aber auch Pech. Nicola Rizzoli versagte den Katalanen einen Handelfmeter in der Nachspielzeit. Der Protest von Messi und Co. zeigte keine Wirkung. Der Favorit schied wie vor zwei Jahren im Viertelfinale bei Atlético aus. So bleibt eine Serie bestehen: Noch nie hat ein Team in der 24-jährigen Geschichte der Champions League seinen Titel verteidigen können.

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Benfica – Bayern München 2:0: Das Spiel in Lissabon begann für Manuel Neuer und Co. mit einem Rückschlag. In der 27. Minute verschätzte sich der Keeper bei einen Chip in den Strafraum - und Raúl Jiménez nutzte die Chance, mit einem Kopfball das Hinspielergebnis zu egalisieren. Die Bayern-Fans mussten für einige Minuten zittern.

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Erst in den Schlussminuten wurde Torjäger Lewandowski noch aufs Feld geschickt.

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Dank dieser Qualitäten der eigenen Mannschaft blieb den Fans ein längerer Angstzustand erspart. Arturo Vidal nahm in der 38. Minute eine zu kurze Abwehr von Benficas Keeper Ederson Moraes direkt und legte mit seinem 1:1 den Grundstein für die Halbfinalteilnahme.

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Zum Sieg reichte es trotz eines Müller-Tores nicht, da Talisca mit einem Freistoß ins rechte Eck den Schlusspunkt setzte. Bayern kam verdient weiter, das weitgehend chancenlose Benfica wurde mit viel Applaus verabschiedet.

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