Wrestler André The Giant "Er war ein Riesentyp"

Seine Fans nannten ihn staunend "Das achte Weltwunder", Gegner im Ring erbleichten, bei seinen Zechgelagen schaffte er schon mal über 100 Dosen Bier. Der Franzose André Roussimoff prägte mit lautem Getöse das Bild des Wrestlings - und litt doch unter seinem Riesenwuchs.
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Langjähriger Wegbegleiter: Eine Fotografie von Wrestling-Promoter George Scott und André the Giant, die Scott jahrelang in seinem Portemonnaie mit sich trug. George Scott war selbst von den Fünfziger- bis zu den Siebzigerjahren als Wrestler tätig und wurde dann einer der großen Promoter des inszenierten Kampfsports.

Bereits als Zwölfjähriger hatte André mit 1,91 Meter seine Eltern und seine Geschwister überragt. Es lag am Riesenwuchs, der schon während seiner Kindheit diagnostiziert wurde. Bei dieser Erkrankung produziert der Körper vermehrt Wachstumshormone. Später stellten Ärzte zudem Akromegalie bei André fest - ein krankhaftes Wachstum der Extremitäten.

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imago

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Räuberbande: André the Giant posiert mit seinen Schauspielkollegen Mandy Patinkin (Mitte) und Wallace Shawn (vorn) für ein Produktionsfoto des Films "The Princess Bride" von 1987. Die Verfilmung des Romans, den William Goldman 1973 für seine beiden Töchter geschrieben hatte, stellte Regisseur Rob Reiner vor eine Herausforderung. Für die Rolle des Riesen Fezzik verpflichtete er auf Anraten Goldmans den Wrestler André, den der Autor bei einem Match im Madison Square Garden gesehen hatte.

Foto: ddp images/ Concorde
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Alle Hände voll: Der Mann in Schwarz (Cary Elwes, links) und Fezzik, der Riese (André the Giant, rechts) in einer Szene des Films "The Princess Bride" von 1987. "Er nannte jeden von uns 'Boss', und das war schon unglaublich, weil er so groß war", sagte Elwes in einem Interview über seinen riesigen Kollegen. "Er hat mir damals so viel über sich erzählt. Ich vermisse ihn sehr."

Foto: ddp images/ Concorde
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Der verlorene Sohn: Eine der wichtigsten Dynamiken des Wrestlings ist die Unterteilung in "Babyfaces" und "Heels". Während die "Faces" gut und rechtschaffen auftreten, ziehen die "Heels" mit bösartigem Verhalten den Zorn des Publikums auf sich. Die Wrestling-Kämpfe folgen bei der Auseinandersetzung zwischen "Gut" und "Böse" einer genauen Inszenierung. André gehörte bis Mitte der Achtzigerjahre zu den beliebten "Faces", bevor er in einem werbewirksamen Auftritt auf die Gegenseite wechselte - und 1988 gegen seinen Zögling Hulk Hogan antrat.

Foto: RICHARD DREW/ ASSOCIATED PRESS
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