Deutsch-amerikanische Beziehungen Merkel und die US-Präsidenten

Mit George W. Bush verstand sie sich überraschend gut, mit Barack Obama fremdelte Angela Merkel zunächst, dann entwickelten auch sie ein besonderes Verhältnis. Jetzt trifft die Kanzlerin den Neuen im Weißen Haus: Donald Trump. Die Zukunft der deutsch-amerikanischen Beziehungen ist so ungewiss wie lange nicht.
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Händeschütteln in Mainz: Bei seinem Deutschlandbesuch im Februar 2005 trifft George W. Bush auch Angela Merkel. Die CDU-Chefin ist damals noch Oppositionsführerin. Anders als Kanzler Gerhard Schröder unterstützte Merkel den Irakkrieg der Amerikaner. Im Inland kostete das 2002 ihrer Union den Wahlsieg, bei Bush machte sie damit jedoch Eindruck.

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Fast wie beim Familienfest: 2006 schneidet Bush in Trinwillershagen bei Stralsund Stücke von einem Wildschweinbraten herunter. Die Aufnahme geht um die Welt. Der rechtskonservative US-Präsident ist bei vielen Deutschen extrem unbeliebt. Die Kanzlerin aber kommt mit ihm vergleichsweise gut aus.

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Wie isst man einen Bismarck-Hering? Präsident Bush scheint es zu wissen. In Stralsund scherzt er mit Merkel. Es gibt viele solcher Bilder, die zeigen sollen: Nach den Jahren unterkühlter Beziehungen zwischen Schröder und Bush sind Deutsche und Amerikaner wieder dicke Freunde.

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Körperkontakt: Bushs direkte Art war für Merkel sicher aber auch gewöhnungsbedürftig. Dieses TV-Standbild stammt aus dem Sommer 2006. Beim G8-Gipfel in St. Petersburg schleicht sich Bush an die Kanzlerin heran und massiert ihre Schultern. Merkel reißt - offensichtlich erschrocken - die Arme hoch.

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Insgesamt elf Mal treffen sich Bush und Merkel während ihrer gemeinsamen Zeit als Regierungschefs. Hier sind sie beim G8-Gipfel in Heiligendamm zu sehen. Beim abendlichen Bier sitzen sie mit dem damaligen britischen Premier Tony Blair, dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso zusammen.

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Im November 2007 besucht Merkel Bush auf dessen Ranch im texanischen Crawford. Mit seinem Pick-up kutschiert der US-Präsident Merkel persönlich über das Gelände.

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Neuer Wind, neuer Kurs: Im Juli 2008 kommt Barack Obama erstmals in politischer Mission nach Deutschland - allerdings nicht als Staatsgast. Der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten ist noch im Wahlkampf - daher wird ihm ein Auftritt vor dem symbolträchtigen Brandenburger Tor verwehrt. Er redet stattdessen vor der Siegessäule, 200.000 Menschen bejubeln ihn.

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Die Wahl des Demokraten ist aus Sicht vieler Deutscher eine Erlösung nach acht Jahren Bush-Politik in Cowboy-Manier. Merkel bleibt jedoch skeptisch, ob Obama die hohen Erwartungen erfüllen kann. Im April 2009 kommt Obama nun auch als Präsident nach Deutschland und wird von Kanzlerin Angela Merkel anlässlich des Nato-Treffens in Baden-Baden empfangen.

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Dabei kommen auch die Ehepartner erstmals ins Gespräch. Merkel-Gatte Joachim Sauer empfängt First Lady Michelle Obama.

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Gastgeberwechsel: Kurz nach Obamas zweiter Deutschland-Visite reist die Kanzlerin im Juni 2009 nach Washington. Es ist ihr erster Besuch beim Präsidenten. Wirklich warm geworden sind die beiden noch nicht miteinander. Die nüchterne Merkel kann mit der messianischen Überhöhung der Person Obama nicht viel anfangen.

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Während ihrer Reise erhält Merkel den Eric-M.-Warburg Preis der "Atlantik-Brücke". In ihrer Rede betont sie demonstrativ die transatlantische Freundschaft.

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Historischer Moment: Am 3. November 2009 spricht Merkel vor dem US-Kongress in Washington - als erster deutscher Regierungschef seit Konrad Adenauer. Merkel hält eine sehr persönliche Rede, die Kanzlerin und Obama nähern sich weiter an, er nennt sie "eine starke Visionärin".

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Und schon wieder eine besondere Ehre für die Kanzlerin: Im Juni 2011 verleiht Obama Merkel die Medal of Freedom, die Freiheitsmedaille ist die höchste zivile Auszeichnung Amerikas. Auf die Annäherung folgt jedoch die erneute Entfremdung: Die NSA-Affäre und die Spähattacke gegen Merkels Mobiltelefon belasten die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

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Doch man rauft sich wieder zusammen, zu wichtig ist die Partnerschaft. Im Juni 2013 kommt Obama endlich zum offiziellen Staatsbesuch nach Berlin. Und der US-Präsident bekommt seinen großen Auftritt vor Brandenburger Tor.

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Wieder einmal Washington: Knapp ein Jahr später reist die Kanzlerin im Mai 2014 erneut in die US-Hauptstadt. Merkel und Obama demonstrieren Einigkeit in der Ukrainekrise.

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Dieses Foto von Merkel und Obama in der bayerischen Bergidylle beim G7-Gipfel in Elmau wird weltberühmt.

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Auch weil der US-Präsident schon hier beim gemeinsamen Auftritt überschwängliches Lob für die Kanzlerin findet, etwa für ihre Flüchtlingspolitik. Mit dieser stehe Merkel "auf der richtigen Seite der Geschichte".

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Obama auf Abschiedstour in Berlin: Der US-Präsident nennt Merkel mittlerweile seine wichtigste außenpolitische Partnerin, Merkel sagt, der Abschied von Obama falle ihr schwer. Sicherlich auch, weil sie ahnt was kommt: Der neue Präsident gilt als wesentlich unberechenbarer.

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Seit Januar ist nun Donald Trump der mächtigste Mann der Welt. Hier ist er bei der Amtseinführung mit seinem Vorgänger Obama zu sehen. Für Merkel bedeutet der Wechsel im Weißen Haus eine gewaltige Herausforderung.

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Trump leistet den Eid: Trumps Wahlkampf und seine ersten Wochen im Amt schüren heftige Zweifel, ob mit ihm das stabile Wertefundament des Westens erhalten bleiben kann. Der Republikaner schlug bislang nationalistische und fremdenfeindliche Töne an. Er attackierte die Justiz und sieht sich nach eigenen Angaben in einem Krieg mit den Medien.

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