Arabischer Frühling Das Jahr der Revolutionen

Es begann in Tunesien: Beflügelt vom Erfolg der Jasmin-Revolution gehen im Jahr 2011 Millionen Araber auf die Straße. Dikatoren stürzen, Regime zerbröckeln, doch der Wechsel läuft oft langsamer, als die Demonstranten hoffen.
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Nach Diktatur verreist: Tunesiens Machthaber Zine el-Abidine Ben Ali flieht am 14. Januar aus dem Land - der Startschuss für den Arabischen Frühling, eine Welle von Revolutionen erfasst die Region.

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Massendemonstration in Tunis am selben Tag: Das Volk geht gegen den Herrscher auf die Straße, Ben Ali flieht nach Saudi-Arabien.

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Die Jasmin-Revolution in Tunesien beendet 24 Jahre Schreckensherrschaft durch den Ben-Ali-Clan.

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Flucht des ersten Paares: Zuerst steuert die Maschine mit Ben Ali und seiner Frau Leila Trebalsi Malta an, dann fliegt der Pilot weiter ins saudische Dschidda.

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Schlange vor einem Wahllokal in Tunis: Im Oktober wählen die Tunesier dann eine verfassungsgebende Versammlung. Wahlsieger werden die gemäßigten Islamisten.

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Umsturz auch in Ägypten: Das Zentrum wochenlanger Proteste ist der Tahrir-Platz in Kairo. Auch am 11. Februar versammeln sich Hunderttausende Demonstranten zu einem "Tag des Zorns".

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Am Abend kündigt Präsident Husni Mubarak nach wochenlangen Protesten seinen Rücktritt an. Er fliegt in den Küstenort Scharm el-Scheich. Ab August wird ihm der Prozess gemacht.

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Prozessauftakt im Käfig: Ägyptens gestürzter Präsident Mubarak, seine Söhne Gamal und Alaa, Ex-Innenminister Adli und weitere Getreue müssen sich nun vor Gericht verantworten. Die Vorwürfe gegen Mubarak senior lauten Amtsmissbrauch, Korruption und die Verantwortung für die blutige Niederschlagung der Proteste. Mubarak erlebt den Prozess auf dem Krankenbett. "Ich bestreite alle Anklagepunkte", sagt er mit fester Stimme.

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Die Proteste auf dem Tahrir-Platz flammen im Laufe des Jahres immer wieder auf. Heftige Auseinandersetzungen gibt es im November, bei Protesten gegen den Militärrat, der nach Mubarak die Macht übernommen hat. Der Wandel in Ägypten zieht sich hin.

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Diktatorendämmerung: Gestern Mubarak und Ben Ali, heute Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi - und wer stürzt morgen? Plakat auf einer Demonstration in Barcelona am 24. Februar.

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Kurz nach dem Sturz Mubaraks beginnt auch im Nachbarland Libyen ein Aufstand gegen Diktator Gaddafi. Mitte März greift die Nato ein - offizielles Ziel ist der Schutz der Zivilbevölkerung vor den Luftangriffen durch die libysche Armee, die noch treu zu Gaddafi steht. Die abstürzende Maschine ist eine der libyschen Luftwaffe.

Foto: PATRICK BAZ/ AFP
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Trotz heftigen Nato-Bombardements gibt es ein monatelanges blutiges Patt zwischen Aufständischen und Gaddafi-Truppen. Der Diktator zeigt sich im April in Tripolis und verkündet Durchhalteparolen.

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Wende im August: Der Kampf verlagert sich in die Hauptstadt Tripolis, die Gaddafi und seine Anhänger bisher noch halten konnten. Nun ist die Festung des Diktators in Bab al-Asisija gefallen, das schwergesicherte Gelände wird gestürmt, die Gebäude werden geplündert.

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Tod des Diktators: In diesem Abwasserkanal soll sich Gaddafi vor seiner Festnahme am 20. Oktober versteckt haben. Er wird noch lebend aus der Röhre gezerrt, stirbt aber wenig später unter immer noch ungeklärten Umständen.

Foto: THAIER AL-SUDANI/ REUTERS
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Protestwelle in der arabischen Welt: Unter anderem im Jemen und im kleinen Königreich Bahrain gibt es Proteste gegen die Herrscher - hier hält eine Demonstrantin im März einen Koran in Bahrains Hauptstadt Manama in die Luft. Dort lehnt sich die mehrheitlich schiitische Bevölkerung gegen das sunnitische Königshaus auf - Saudi-Arabien schickt Truppen in den Nachbarstaat, um den Aufstand zu unterdrücken.

Foto: HAMAD I MOHAMMED/ REUTERS
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Auch in Syrien zieht sich der Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad in die Länge. Oppositionelle und Deserteure begehren auf, das Regime geht hart gegen Proteste vor. Nach Uno-Angaben starben bereits mehr als 4000 Menschen in Syrien. Das Foto zeigt Demonstranten in der Ortschaft Hula nahe der Protesthochburg Homs.

Foto: HANDOUT/ REUTERS
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