Attentat von Sarajevo Die Pannen der Verschwörer

Der Mord an Österreichs Thronfolger Franz Ferdinand löste den Ersten Weltkrieg aus - dabei war es das dilettantischste Attentat der Weltgeschichte.
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Ankunft im Sonnenschein: Per Sonderzug erreichte Franz Ferdinand mit seiner Frau Sophie am Morgen des 28. Juni 1914 Sarajevo. Der Erzherzog schwitzte in seiner Generalsuniform, sie trug ein bequemes weißes Seidenkleid mit Sonnenschirm.

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Feierlicher Empfang: Nach der Begrüßung und einer kleinen Führung durch die Kaserne hieß es gegen 10.20 Uhr schnell weiter fahren. Die Zeit drängte: Franz Ferdinands Zug war mit über 15 Minuten Verspätung in Sarajevo eingerollt.

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Voll besetzt: In einem Autokorso machte sich das Thronfolgerpaar auf den Weg zum Rathaus. Das Fahrzeug, in dem Franz Ferdinand saß, trug das Kennzeichen "A III-118". Wie alle Fahrzeuge des Konvois war es von Privatleuten zur Verfügung gestellt worden.

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Mörder mit Pechsträhne: Kurz darauf schleuderte der Attentäter Nedeljko Cabrinovic seine Bombe auf den Erzherzog. Sein Sprengsatz verfehlte allerdings das Ziel, darüber hinaus wirkte die zwecks Selbstmord hastig geschluckte Giftkapsel nicht. Ordnungskräfte und Zivilisten fischten Cabrinovic schließlich aus dem Fluss.

Foto: Chris Ware/ Getty Images
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Betroffene Blicke: Ordnungshüter und Passanten bestaunen das Loch, das Nedeljko Cabrinovic beim ersten Anschlag mit seiner Bombe in den Straßenbelag gesprengt hatte. Es war gut 16 Zentimeter tief.

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Fahrt in den Tod: Nach kurzem Aufenthalt im sicheren Rathaus beschlossen Franz Ferdinand und die Verantwortlichen, den Besuch auf einer anderen Route fortzusetzen - doch niemand informierte die Chauffeure. Hier verlässt das Thronfolgerpaar das Rathaus zu seiner letzten Fahrt.

Foto: ASSOCIATED PRESS
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Menschlicher Schutzschild: Vor der Weiterfahrt stellte sich Graf von Harrach, ganz links im Bild, auf das Trittbrett. Auf diese Weise wollte er Franz Ferdinand mit seinem Körper vor weiteren Angreifern schützen. Von dieser Seite hatte Nedeljko Cabrinovic seine Bombe geworfen.

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Tödlicher Irrtum: Der nächste Attentäter, der erst 19-jährige Gavrilo Princip, schlug allerdings von der anderen Seite zu. Der Wagen mit Franz Ferdinand an Bord hielt zum Wenden fast direkt vor Princip an, der kurz entschlossen das Feuer eröffnete und Franz Ferdinand und Sophie tödlich verwundete.

Foto: AP
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Umstrittene Fotoikone: Nach den tödlichen Schüssen lynchte eine erzürnte Volksmenge den Mörder fast. Ob dieses berühmte Foto allerdings wirklich den ergriffenen Gavrilo Princip zeigt, ist umstritten. Nach Ansicht des Fotohistorikers Anton Holzer handelt es sich stattdessen um einen Tatverdächtigen namens Ferdo Behr.

Foto: Topical Press Agency/ Getty Images
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Tod im Gefängnis: 20 Jahre Gefängnis lautete das Urteil gegen den Mörder Gavrilo Princip. Dabei wollte sich Princip eigentlich nach ausgeführter Tat selbst mit Zyankali das Leben nehmen. 1918 starb er in der Haft an Tuberkulose.

Foto: Heeresgeschichtliches Museum/ dpa
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Im Tod vereint: Am 29. Juni 1914 wurden die Leichen der beiden Erschossenen aufgebahrt. In der Nacht zuvor war es in der Stadt zu antiserbischen Ausschreitungen gekommen.

Foto: Getty Images
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Abschied von Sarajevo: Mit militärischen Ehren wurde das tote Thronfolgerpaar nach Hause gebracht. In Wien war bei der Ankunft die gesamte Innenhalle des Südbahnhofs schwarz verhangen worden.

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Internationale Bestürzung: Zeitungen weltweit berichteten auf ihren Titelseiten über die Ermordung Franz Ferdinands. Die österreichisch-ungarische Regierung trachtete derweil danach, die Hintermänner aufzuspüren. Bald machten die Regierungen in Europa ihre Truppen mobil, der Erste Weltkrieg begann.

Foto: AFP
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Symbol eines Jahrhunderts: Das Auto, in dem Franz Ferdinand und Sophie erschossen wurden, kann im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien besichtigt werden.

Foto: Heeresgeschichtliches Museum, Wien
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Der Schauplatz heute: An der Stelle des Attentats steht heute das Museum Sarajevo, das auch den Mord an Franz Ferdinand und seine Folgen behandelt.

Foto: REUTERS
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