Rom Ein Weltreich aus Beton

Wasserleitungen und Fernstraßen, Arenen, Kloaken und Wohnblocks - Roms famose Großbauwerke bestanden zum guten Teil aus einem ebenso festen wie erstaunlichen Grundstoff: Beton.
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Seit 1900 Jahren wölbt sich diese Kuppel über das Pantheon in Rom - und gilt noch immer als erdbebensicher. Für viele Jahrhunderte war sie die größte Kuppel der Welt, erst im vergangenen Jahrhundert konnten moderne Ingenieure diese Meisterleistung der Römer übertreffen. Das Geheimnis: Sie besteht nicht aus Steinen, sondern aus Beton.

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Die Wände vieler Bauten der Republik sind äußerlich hübsch in Stein gefasst. Mauerkerne und oft auch Fundamente aber bestehen aus jenem kolossalen Klumpatsch, der im Lateinischen "opus caementitium" heißt. Zu sehen ist hier der Titusbogen auf dem Forum Romanum in Rom, der an die Eroberung Jerusalems im Jahre 70 n. Chr. erinnert.

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Ein Mauerrest in Ostia, der die effiziente Bautechnik zeigt: Flache Ziegel dienen als Rahmen; die Fläche wird gefüllt mit dem netzförmigen "opus reticulatum" - nach innen spitzen, also gut im Kern verankerten Ziegeln. Gefüllt ist er mit unregelmäßigem Bruchstein und Zement.

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Die Römer waren Meister der Maskerade: Die Außenwände täuschen vor, dass die Aquädukte vollständig aus Steinen bestehen. Tatsächlich aber dienten diese nur als Einschalungen und als hübsche Hülle, hinter der sich der Beton versteckt.

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Namenlose Ingenieure schufen die Voraussetzung für eine Effizienz, die die Blitzexpansion zu einem Weltreich mit Großstädten, Frisch- und Abwasserleitungen sowie 100.000 Kilometern Fernstraßen erst möglich machte.

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Dank der Fernstraßen konnte die Römer ihre Truppen schnell durch das Reich schicken, und auf diese Weise die gigantischen Grenzen sichern.

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Beton ermöglichte nicht nur die Verteidigung des Reiches, sondern auch Luxus für breite Bevölkerungsgruppen, wie hier die Badeanstalt "Capo di Bove".

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Ganze Städte zogen die Römer in kurzer Zeit in allen Winkeln ihres Reiches hoch, dank des Betons. Die gut ausgebaute Infrastruktur, wie hier an diesem Aquädukt in Spanien zu sehen, sicherte den Einfluss der Römer.

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Auf dem Beton bauten die Römer ihr Weltreich - und würdigten ihn sogar auf der Trajanssäule von 113 n. Chr.: Es zeigt Legionäre bei Mauerarbeiten - sie rühren die graue Matsche von Hand an und schleppten sie mühsam in Körben zur Baustelle.

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Die Cloaca Maxima - hier eine historische Aufnahme seiner Öffnung zum Tiber - war der größte und bedeutendste Abwasserkanal der römischen Metropole. Seine Seitenwände bestehen überwiegend aus Stein, aber Betonwölbungen bilden die Decken.

Foto: Alinari Archives/ Alinari via Getty Images
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