Botanische Sammlung Besuch im Humboldt-Heiligtum

Unterirdischer Schatz: In zwei riesigen Kellern unter dem Botanischen Museum Berlin-Dahlem lagern die Mitbringsel der großen Amerika-Expedition Alexander von Humboldts. Die historischen Kostbarkeiten sind streng gesichert. SPIEGEL ONLINE zeigt, was sonst nur wenige Forscher zu Gesicht bekommen.
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Regal im Wildenow-Herbar: In dem Raum unter dem Botanischen Museum Berlin-Dahlem lagert bei konstant 18 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit der größte Teil der pflanzlichen Fundstücke, die Alexander von Humboldt auf seiner legendären Amerika-Expedition von 1799 bis 1804 gesammelt hat.

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Hohe Sicherheitsvorkehrungen: Es gibt gerade einmal zwei Schlüssel für den Raum mit der Humboldt-Sammlung.

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Pantoffelblume aus Peru: Die 200 Jahre alten Pflanzenexemplare werden noch heute regelmäßig für die Forschung genutzt, zum Beispiel wenn Inventarlisten der Flora südamerikanischer Länder erstellt werden müssen. "Das ist Arbeitsmaterial, das sind keine heiligen Reliquien", sagt Museumschef Hans Walter Lack.

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Herbar-Direktor Vogt: "Die Sachen können noch einmal 200 Jahre hier liegen. Da sehen die noch immer genauso aus", sagt der Wissenschaftler. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es weiterhin gelingt, Schädlinge aus den Sammlungen herauszuhalten.

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Feuerlöschanlage: Im Brandfall können die gasdichten Hallen mit Stickstoff geflutet werden.

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Blatt der Paranuss: Humboldt und sein französischer Begleiter Aimé Bonpland brachten 8000 bis 9000 Bögen mit Pflanzen nach Europa. "Viel ist schon vorher dem Schimmel, den Ameisen und Termiten zum Opfer gefallen", sagt Lack. Das Expeditionsprogramm war gewaltig, nur so lässt sich die beeindruckende verbleibende Ausbeute erklären.

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Fruchtkapsel und Samen der Pananuss: "Botanik hat bei dieser Expedition eine wichtige Rolle gespielt", erklärt Wissenschaftler Hans Walter Lack.

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Im Wildenow-Herbar: Die Räume bekommen nicht viele Menschen zu Gesicht, nur ausgewählte Forscher dürfen hier hinein, etwa hundert bis 200 Gastwissenschaftler pro Jahr Jahr. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch.

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Farn der Gattung Cyathea (Kupferstich): Insgesamt 19 großformatige Bände mit Pflanzenzeichnungen erschienen in den Jahren nach der Expedition in Paris. Humboldt delegierte diesen Teil der Arbeit aber zum großen Teil. Er kümmerte sich nur um die Aufsicht.

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Museumsdirektor Lack mit Gästen: Dass die Schätze heute überhaupt noch existieren, grenzt an ein Wunder. Wildenows Sammlung hat den Krieg nur mit Glück überstanden, im Gegensatz zum Beispiel zu den vier Millionen Blättern im Berliner Hauptherbar, die im Jahr 1943 verbrannten.

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Kolorierter Kupferstich: Die gedruckten Abbildungen wurden in Paris mühevoll von Hand gefärbt.

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