Brezelkäfer-Prototyp Rekonstruktion einer Rostlaube

Irgendwo in Litauen rostete jahrelang ein roter Käfer vor sich hin. Ein Schrottauto - einerseits. Andererseits jedoch eine Sensation, denn der Wagen ist, wie sich herausstellt, einer von drei noch erhaltenen VW-Prototypen. Ein Buch erzählt jetzt die Geschichte dieses Autos.
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Hochzeit: In der Werkstatt der Grundmanns in Hessisch Oldendorf wurde nach vielen tausend Arbeitsstunden Restaurierung zusammengefügt, was zusammengehört. Nämlich die Bodenplatte und die Karosserie des Käfers vom Typ 38, eines der ältesten erhaltenen Exemplare dieses Wagens überhaupt. Im Automobiljargon nennt man diesen besonderen Moment Hochzeit.

Foto: Axel Struwe Fotodesign
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Das Buch zur Restaurierung: Der Band "Der erste Brezelkäfer" beschreibt ausführlich in Wort (Clauspeter Becker) und Bild (Axel Struwe) die Rekonstruktion des Typs 38, der jetzt wieder in alter Eleganz erstrahlt.

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Wiesenfund: Das Bild zeigt den frühen VW-Prototypen in desolatem Zustand, wie er im Jahr 2003 auf einer Wiese in Litauen entdeckt worden war. Viele Originalteile fehlten da bereits - und das charakteristische Brezelfenster war durch eine modernere Heckscheibe ersetzt worden.

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Traugott Grundmann: Der VW-Experte und -Sammler nahm gemeinsam mit seinem Sohn Christian das Projekt "Brezelkäfer-Restaurierung" in Angriff. Jetzt ist das in den Originalzustand zurückversetzte Auto das Schmuckstück ihrer Sammlung in Hessisch Oldendorf. Im Juni nächsten Jahres übrigens findet dort das nächste internationale VW-Veteranentreffen statt; zu der Veranstaltung 2009 kamen mehr als 1450 Autos.

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Konstruktionszeichnung: Auf diesem Blatt aus dem VW-Archiv ist die technische Grundkonstruktion des späteren VW Käfer millimetergenau niedergelegt.

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Langsame Rückbildung: Der Käfer in der Werkstatt in Hessisch Oldendorf. Das typische Brezelfenster und das Lüftungsgitter mit den 46 Schlitzen sind bereits wieder fest mit der Karosserie verschweißt.

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Herzkammer: Ein Blick ins Heck des Autos, wo der Vierzylinder-Boxermotor mit einem Hubraum von 985 Kubikzentimetern und einer Leistung von 23,5 PS wieder so charakteristisch rasselt und röchelt wie am ersten Tag.

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Porsche-Konstruktion: Das Fahrgestell des Käfers mit der Fahrgestellnummer 3806, ehe die Karosserie aufgesetzt und das Innenleben des Autos installiert wurden.

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Traum in hellgrau: Der Sattler Marcus Raeke aus Minden kümmert sich um die Wiederaufbereitung der Sitze. Die Bezüge sind übrigens aus einem Restposten des Original-Stoffes aus dem Jahr 1938 geschneidert.

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Alte Pracht: Der fertig restaurierte Brezelkäfer glänzt nun wieder in schwarzem Nitrolack. Das Modell mit der Fahrgestellnummer 3806 aus dem Baujahr 1938 gehörte einst zum Fuhrpark von Robert Ley, damals Chef der Deutschen Arbeitsfront und Leiter des nationalsozialistischen "Kraft durch Freude"-Programms (KdF).

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Perfekte Arbeit: Wer dieses Auto heute sieht, ahnt nicht mehr, dass es noch vor wenigen Jahren auf einer Wiese nördlich von Vilnius vor sich hin rottete.

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Er läuft wieder: Das Bild von Fotograf Axel Struwe entstand bei einer Ausfahrt rund um Hessisch Oldendorf. Das Auto sei ein "Solitär deutscher Automobilgeschichte", urteilte Autor Clauspeter Becker nach der Fahrt in dem schwarzglänzenden Prachtstück.

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