Bundesliga-Prognose Warum nicht Bayer(n)?

Heavy-Metal-Fußball - das war einmal? Nicht bei uns. Bayer Leverkusen wird sein Tempo nochmals erhöhen, und damit Erfolg haben. Ganz vorne landet aber ein anderer. Dreimal dürfen sie raten, wer. Das ist unsere Bundesliga-Prognose für 2015/2016.
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Bayern München: Wenn nicht durch irgendwelche dubiosen fiskalischen Umstände die zeitnahe Auflösung des Gesamtvereins beschlossen wird, wird der FC Bayern auch in der kommenden Spielzeit Deutscher Meister werden. Er wird es allerdings schwerer haben als in den Vorjahren. Die Artikel über die langweilige Bundesliga werden diesmal erst ungefähr ab dem 20. Spieltag verfasst. Der Kader ist einfach zu stark für irgendeine andere Voraussage. Es tut uns ja auch leid. Spannung aber wird's immerhin in einer Frage geben: Wie viele Gelbe Karten sammelt Arturo Vidal? Prognose: Platz 1.

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Bayer Leverkusen: Der Hochgeschwindigkeitsfußball von Roger Schmidt geht in seine zweite, ausgereiftere Testphase. Rückkehrer Christoph Kramer wird dafür sorgen, dass das Tempo hochgehalten wird, die jungen Wilden Hakan Calhanoglu, Julian Brandt und Karim Bellarabi machen mit bei der Bolzerei. Und vorne knipst der ewige Stefan Kießling. Joachim Löw darf sich also spätestens im November wieder über die Frage freuen, warum dieser Stürmer nicht… (langsam ausblenden). Prognose: Platz 2.

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VfL Wolfsburg: Noch einmal so eine Saison von Bas Dost und Kevin De Bruyne? Kaum vorstellbar. Und Zugang Max Kruse dürfte durch die Attraktionen der Autostadt regelmäßig abgelenkt sein. Der Kader von Trainer Dieter Hecking ist natürlich immer noch extrem stark. Aber diesmal reicht es nicht zur Vizemeisterschaft. Die Dreifachbelastung, Sie verstehen. Prognose: Platz 3.

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Borussia Dortmund: Der Spielplatz von Elternzeitler Thomas Tuchel ist jetzt wieder das Stadion. In Dortmund ist nicht nur der Trainer von dem Wunsch beseelt zu zeigen, was in ihm steckt. Auch Mats Hummels, Marco Reus und offenbar selbst Henrich Mchitarjan haben erheblichen Wiedergutmachungsbedarf. Eine günstige Konstellation für eine starke Saison. Aber auch wenn Geschäftsführer Watzke den Leuchtturm BVB als zweite Strahlkraft der Liga ansieht: Vierte Strahlkraft ist nach der Vorsaison auch schon ein Erfolg. Prognose: Platz 4.

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Borussia Mönchengladbach: Lars Stindl statt Christoph Kramer, Josip Drmic statt Max Kruse – wenn das mal gutgeht. Es geht gut, zumindest einigermaßen. Schließlich hat Lucien Favre bisher fast jeden hinbekommen. Aber das Niveau der Vorsaison zu halten und gleichzeitig Champions League zu spielen, ist dann doch ein sehr ambitioniertes Unterfangen. Das gerade so unter den Top Five endet. Prognose: Platz 5.

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Schalke 04: Auf Königsblau ist Verlass. Spätestens im Winter wird über Trainer André Breitenreiter diskutiert, an der Aufstellung herumgemäkelt. Kevin-Prince Boateng bastelt auf der Tribüne Papierflieger, und am Ende der Spielzeit sagen Clemens Tönnies und Horst Heldt, dass sie verstanden haben. Und dann gibt’s wieder Freibier. Hauptsache, es gelingt ein Derbysieg gegen Dortmund. Und das dürfte nicht das größte Problem sein. Prognose: Platz 6.

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VfB Stuttgart: Beim VfB scheint man gewillt, alles anders zu machen als in der Vergangenheit. Das fängt schon mal damit an, dass man diesmal nicht gegen den Abstieg spielt. Ansonsten ist nach den Kehrwochen von Sportdirektor Robin Dutt personell kein Stein auf dem anderen. Der Busfahrer dürfte so ziemlich der einzige im Verein sein, der seinen Job behalten hat. Der Wille zum kompletten Neuanfang, so etwas muss auch mal belohnt werden. Ein einstelliger Tabellenplatz ist zudem auch das Mindeste, was dem Ego des neuen Trainers Alexander Zorniger entspricht. Prognose: Platz 7.

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FC Augsburg: Die Erwartungshaltung gestiegen, die Europa League im Kreuz, Piotr Trochowski als Königstransfer – normalerweise geht so etwas bei Vereinen der Kategorie FC Augsburg eher nach hinten los. Trainer Markus Weinzierl und Sportdirektor Stefan Reuter werden mit ihrem Sachverstand zwar alles tun, um die Folgen abzumildern, eine Saison wie die vorangegangene wird es aber nicht mehr geben. In Augsburg wird man sich daran gewöhnen, dass man nicht in jeder Spielzeit den FC Bayern schlagen kann. Prognose: Platz 8

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1899 Hoffenheim: Bei Hoffenheim fehlt einem als Berichterstatter Jahr für Jahr die Fantasie und Kreativität zu einer ungewöhnlichen Saisonprognose. Das Team von Markus Gisdol wird wie immer starke Phasen haben, trotz oder wegen Kevin Kuranyi zwischenzeitlich an den europäischen Plätzen schnuppern und am Ende wieder da landen, wo es immer landet. Im Niemandsland. Und damit der Region seiner Heimat entsprechend. Prognose: Platz 9.

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Hamburger SV: Es kann gar nicht sein, dass dieser Hamburger SV aus der Vorsaison nichts lernt. Es kann nicht sein, dass er wieder dieselben Fehler macht, Trainer im Dutzend ein- und freistellt. Es muss doch so sein, dass die Verantwortlichen die entsprechenden Lehren ziehen und das Team sich mindestens im Mittelfeld platziert. Also diesmal keine Relegation. Oh, das war der Text von der Vorsaison. Der aus diesem Jahr wurde entwendet. Prognose: Platz 10.

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Eintracht Frankfurt: Mit Armin Veh (Foto) hat die Eintracht ihren adäquaten Coach zurückgeholt. Beide ähneln sich. Wenn es läuft, freuen sie sich, wenn es nicht läuft, hält sich der Frust auch in Grenzen. Der Ehrgeiz allerdings auch. Die Tore von Alexander Meier, sofern er schnell fit wird, werden die Eintracht aber schon wieder in einigermaßen sichere Tabellenregionen bringen. Prognose: Platz 11.

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1. FC Köln: Peter Stöger (Foto) und Jörg Schmadtke haben aus dem "Effzeh" ein angenehm langweiliges Team geschaffen, immer mit Blick auf die Realitäten, immer die eigenen Möglichkeiten angemessen einschätzend. Saisonziel muss es jetzt sein, die Zahl der 0:0-Spiele auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Mit dem Risiko, dass man auch mal ein Spiel mehr verliert als in der Vorsaison. Prognose: Platz 12.

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Mainz 05: Die Elf von Trainer Martin Schmidt (Foto) ist eine homogene, unaufgeregte Mannschaft, betreut zudem von einem (noch) sträflich unterschätzten Trainer, der die Mainzer Linie von Klopp über Tuchel fortsetzen könnte. Dennoch wiegen die Abgänge von Torjäger Shinji Okazaki und Mittelfeldspieler Johannes Geis zu schwer, um schnell aufgefangen zu werden. Prognose: Platz 13.

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Werder Bremen: Werder Bremen ist eine Wundertüte. In der Vorsaison spielten sie zeitweilig wie ein Absteiger, vorzugsweise unter Robin Dutt, und zeitweilig wie ein Europa-League-Aspirant, unter Viktor Skripnik. Wenn Aron Jóhannsson den wechselwilligen Franco di Santo nur ansatzweise ersetzen kann und Zugang Anthony Ujah (Foto) sofort Bock auf Toreschießen hat, wenn die jungen Spieler im Team sich weiterentwickeln, dann, ja, dann kann es auch in der neuen Saison starke Momente geben. Ziemlich viele Wenns. Zu viele. Prognose: Platz 14.

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Hertha BSC: Hauptstadtfußball – man denkt an Real Madrid, an den FC Chelsea, an PSG und die Roma. Hauptstadtfußball in Deutschland wird dagegen auch in der kommenden Spielzeit eine eher anstrengende Angelegenheit. Zugang Mitchell Weiser (Foto) zum großen Hoffnungsträger zu stilisieren, weil er mal ein paar Spiele beim FC Bayern gemacht hat, macht die Situation der Hertha recht gut deutlich. Der Klassenerhalt wird wieder das einzige Ziel sein, und Berlin wird erst wieder dann in höheren Regionen sein, wenn der Flughafen fertig ist. Prognose: Platz 15.

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Hannover 96: Abstiegskampf ist eigentlich keine Kategorie, in der 96-Präsident Martin Kind denkt. Da geht es ihm anders als Michael Frontzeck, der sich in seiner Trainerlaufbahn wahrscheinlich nichts anderes mehr vorstellen kann. In der Vorsaison ist man erst am letzten Spieltag aufs sichere Ufer gelangt. Das hatte man vor allem der Leitfigur Lars Stindl zu verdanken. Der ist jetzt weg. Prognose: Platz 16.

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FC Ingolstadt: Für den Bundesliga-Neuling ist das alles ein großes Abenteuer. Sponsor Audi hin oder her: Die Bundesliga ist eigentlich zu groß für den FC Ingolstadt und sein gemütliches Fußballumfeld. Trotzdem wird das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl ein paar überraschende Ergebnisse erzielen, bis zuletzt um den Klassenerhalt mitspielen und den Abstiegskampf am Ende nur knapp verlieren. Man wird in Ingolstadt noch lange von dieser Saison sprechen. Und gegen die Bayern dürfte gar das Stadion voll sein. Prognose: Platz 17.

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Darmstadt 98: Glaubt man der Vorberichterstattung, ist die Attraktion des SV Darmstadt vor allem sein maroder Umkleidekabinentrakt am Böllenfalltor und der beeindruckende Vollbart von Marco Sailer (Foto). Das Sensationsteam aus der 2. Liga hat alle Sympathien des Underdogs auf seiner Seite. Allein: Das wird nicht viel nützen. Darmstadt ist das Paderborn der Saison 2015/2016. Prognose: Platz 18.

Foto: Andre Hirtz/ dpa
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