Aus in Pokalrunde eins Der Norden fliegt am häufigsten

Erste Runde, erste Pleite: Das erleben Bundesligisten gegen klassentiefere Klubs regelmäßig. Besonders oft bekommen das Werder Bremen und Erzrivale Hamburg zu spüren.
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Werder Bremen, elfmal in Runde eins ausgeschieden: Der Spitzenreiter kommt aus Bremen. Ein Aus in Runde eins, das ist für die Fans von Werder nichts Neues. Kein Klub scheiterte öfter gleich zu Beginn. Besonders bitter startete die Pokal-Saison 1994/1995, als Werder 1:2 gegen den FC Bayern verlor - allerdings nicht gegen die Stars, sondern gegen die zweite Mannschaft des Rekordmeisters (Bild). Thomas Radlspeck brachte die Bayern in Führung, dann unterlief Uli Borowka ein Eigentor. Der Anschlusstreffer von Wladimir Bestschastnych kam zu spät.

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Hamburger SV, elfmal in Runde eins ausgeschieden: Die Nordrivalen teilen sich Platz eins in diesem Ranking. Der Hamburger SV konnte das Erstrunden-Aus auch in der vergangenen Saison gegen Regionalligist Carl-Zeiss Jena nicht verhindern. Die wohl legendärste Niederlage widerfuhr dem HSV in der Saison 2004/2005 gegen den SC Paderborn (Bild). 2:4 verloren die Hamburger, doch die Niederlage sollte noch ein Nachspiel haben: Schiedsrichter Robert Hoyzer hatte die Partie manipuliert, es war der Ausgangspunkt des deutschen Fußball-Wettskandals.

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Borussia Dortmund, zehnmal in Runde eins ausgeschieden: Auch der BVB hat bereits eine stolze Sammlung von Erstrundenpleiten vorzuweisen. Gegen Viertligist Fürth waren 4000 Zuschauer Zeugen einer peinlichen Pleite: Oliver Zettl schoss den unterklassigen Klub in der Saison 1990/1991 mit zwei Toren in die zweite Runde, auch sein Teamkollege Achim Beierlorzer war erfolgreich. Für den BVB traf nur Flemming Povlsen.

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Hannover 96, neunmal in Runde eins ausgeschieden: Auch Hannover hat sich nur selten mit Ruhm bekleckert. 1992 gab es zwar den DFB-Pokalsieg, doch dem stehen neun Erstrundenpleiten gegenüber. Eine besonders bittere gab es gegen den Nordkonkurrenten VfL Wolfsburg, damals noch in der dritten Liga aktiv. In der ersten Runde der Saison 1987/1988 siegten die "Wölfe" 3:0. Torschützen waren Frank Plagge, Jörg Kretzschmar und Holger Fiebich.

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VfB Stuttgart, achtmal in Runde eins ausgeschieden: Die Pleite am Samstag in Bochum war das achte Erstrunden-Aus des VfB Stuttgart im DFB-Pokal. Einen historischen Abend erlebte der Klub in der Saison 1995/1996 gegen den SV Sandhausen: 15:14 für den Außenseiter stand es am Ende - allerdings nach Elfmeterschießen. Sage und schreibe 25 Elfmeter wurden verwandelt, bevor Hendrik Herzog an den Pfosten schoss und Sandhausen über den Einzug in die nächste Runde jubeln durfte.

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1. FC Köln, siebenmal in Runde eins ausgeschieden: Es gibt einige Teams, die in ihrer Bundesligageschichte siebenmal zum Auftakt gescheitert sind, unter anderem der 1. FC Köln. Viermal holte das Kölner Team den Cup, sechs weitere Male stand der Klub im Finale. Doch auch der Name SpVg Beckum gehört zur Kölner Pokal-Historie. Die Spieler um Bodo Illgner, Bruno Labbadia und Toni Polster traten 1995 bei dem unterklassigen Klub an - und blamierten sich. Im Elfmeterschießen verlor der FC 3:4, Labbadia verschoss den entscheidenden Versuch.

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Eintracht Braunschweig, siebenmal in Runde eins ausgeschieden: Ebenso oft wie der 1. FC Köln ist auch Braunschweig als Bundesligist in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal geflogen. In der vergangenen Saison gab es zum Beispiel ein 1:2 bei Arminia Bielefeld.

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Borussia Mönchengladbach, siebenmal in Runde eins ausgeschieden: Berti Vogts als "Terrier", Günter Netzer im Mittelfeld, Jupp Heynckes in Sturm und an der Seitenlinie Trainer Hennes Weisweiler - so sah die Gladbacher Mannschaft 1966/1967 aus. Doch auch die großen Namen halfen nichts, gegen den FC Schalke 04 war in der ersten Runde Schluss. 4:2 siegten die "Königsblauen", Günter Herrmann gelang ein Doppelpack in der Schlussphase.

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Eintracht Frankfurt, siebenmal in Runde eins ausgeschieden: Gegen den VfB Stuttgart kann man mal verlieren, keine Frage. Doch wenn es nur die VfB-Amateure sind, dann sieht die Sache etwas anders aus. Eintracht Frankfurt verlor in der Saison 2000/2001 nicht nur, sondern erlebte sogar ein Debakel: 6:1 siegte die Bundesligareserve der Schwaben. Das sind die Namen der VfB-Torschützen: Angelo Vaccaro, Jörn Schmiedel, Robert Vujevic (zwei Treffer), Ioannis Amanatidis (zwei Treffer).

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1. FC Kaiserslautern, siebenmal in Runde eins ausgeschieden: Zwei Pokalsiege hat der 1. FC Kaiserslautern in der Geschichte bereits feiern dürfen, doch es gab auch schon sieben Erstrundenpleiten. Zum Beispiel am 30. August 2003, als der FCK 1:4 bei Eintracht Braunschweig unterging.

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Hertha BSC, fünfmal in Runde eins ausgeschieden: Gegen Holstein Kiel gab es für die Berliner in der Saison 2002/2003 nichts zu holen, das 1:4 nach Elfmeterschießen bedeutete das frühe Aus. Doch Hertha ist nicht allein im Fünfer-Klub: Auch Rot Weiss Essen, Arminia Bielefeld, Bayer Leverkusen und VfL Bochum schieden jeweils fünfmal als Bundesligist in Runde eins aus.

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