Bundestagswahl Köpfe und Kleingedrucktes - Die Plakate der Parteien

Eine Blume, ein Baby, ein weißes Hemd - die großen Parteien haben ihre Kampagnen zur Bundestagswahl vorgestellt. Dabei setzen sie auf neues Design und alte Muster.
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Das zuletzt übliche CDU-Orange ist diesmal reichlich Schwarz-Rot-Gold gewichen, ansonsten bleibt alles beim Alten: Die Kanzlerin auf das Bild, dazu ein schwammiger Spruch - fertig ist das Unionsplakat. Die Konservativen setzen auch in diesem Wahlkampf voll auf Angela Merkel. Ist die Parteichefin doch mal nicht selbst zu sehen, geht es um die CDU-Klassiker: "Sicherheit und Ordnung", "eine starke Wirtschaft und sichere Arbeit" oder "mehr Respekt vor Familien".

Foto: CDU/ Laurence Chaperon
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"Die Zukunft braucht neue Ideen", steht neben einem freundlich dreinblickenden Martin Schulz. Ob der SPD-Kanzlerkandidat diese tatsächlich umsetzen darf, ist jedoch mehr als fraglich. In den Umfragen liegen die Sozialdemokraten abgeschlagen hinter der Union. Mit ihrer nun vorgestellten Kampagne hofft die SPD noch einmal auf neuen Schwung. Wie schon in der Vergangenheit wollen es die Sozialdemokraten ansonsten menscheln lassen: mit Arbeitern, Kindern, Rentnern in Großaufnahme.

Foto: SPD
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Die neue Hugo-Boss-Kampagne? Nein, doch nur die FDP. Typ: Modischer Macher - so wollen die Liberalen ihren Spitzenkandidaten inszenieren. In Schwarz-Weiß zeigen sie Christian Lindner - und das gleich in verschiedenen Varianten. Die One-Man-Show wird begleitet von jeder Menge Text. "Die Geduld wird zur Schlachtbank jeder Idee", heißt es da etwa - da muss man aber schon sehr genau hinsehen. Und sehr genau überlegen, was die Partei damit wohl sagen will.

Foto: FDP
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Nachdem die FDP ihre Kampagne veröffentlicht hatte, machten sich die Grünen darüber lustig: Auf Twitter teilten sie die Lindner-Plakate mit veränderten Botschaften, etwa: "Wen interessieren schon Inhalte, wenn man so ein geiler Typ ist?" Nur, die eigenen Botschaften der Grünen strotzen auch nicht gerade vor Kreativität: Erdball, Sonnenblume, Umwelt - und der Slogan: "Darum Grün." Stilisierte Symbolbilder sollen für die Themenfelder stehen: Bauklötze für Kinder, ein angenagter Apfel für Ernährung oder ein Eisbär für Klima.

Foto: Bündnis 90/ Die Grünen
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Bei den Linken ist das mit den Wahlplakaten so eine Sache: Es gibt zwei Spitzenkandidaten und zwei Parteichefs - mühsam hatten sie das in einem wochenlangen Machtkampf ausgerungen. Jetzt ist klar, alle müssen auf die Plakate: Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Katja Kipping und Bernd Riexinger. Den Werbeeffekt kann man anzweifeln. Ansonsten aber, das muss man den Linken lassen, geht es ums Programm: Abrüstung, höhere Renten, Millionärssteuer.

Foto: Gregor Fischer/ dpa
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Es ist eines der umstrittensten Motive in diesem Wahlkampf: Die in Bedrängnis geratene AfD-Chefin Frauke Petry posiert mit ihrem wenige Wochen alten Sohn. "Und was ist Ihr Grund, für Deutschland zu kämpfen?", steht daneben. Die Rechtspopulistin musste für die Aufnahme jede Menge Kritik einstecken. Sie instrumentalisiere ihr Kind für den Wahlkampf, hieß es. Das Plakat war Teil einer Aktion für Mitglieder, zur offiziellen Kampagne zählt es aber nicht. Stattdessen versucht es die AfD dort mit ziemlich fragwürdigen Wortspielen - etwa zwei halbnackten Frauen und dem Spruch: "Burka? Wir steh'n auf Bikinis."

Foto: AfD/ DPA
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