CES 2020 Smarte Windeln und Anti-Schnarch-Kissen: Die ersten Gadget-Highlights aus Las Vegas

Am Dienstag beginnt die CES, die wichtigste Gadget-Messe der Welt. Einige Neuheiten hat sich unser Reporter schon vor Messebeginn angeschaut.
Aus Las Vegas berichtet Matthias Kremp
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Willkommen im Messegetümmel von Las Vegas: Am Vorvorabend der CES gehört ein Besuch der "CES Unveiled" zum Pflichtprogramm der meisten Journalisten. In einem großen Ballsaal zeigten dort viele Aussteller schon vorab einige ihrer Neuheiten.

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Zu diesen Neuheiten zählt der Liebhabe-Roboter Lovot, um den sich immer wieder Trauben von Menschen versammelten. Die kuschelige Maschine soll Gefühle simulieren und diese bei Menschen auslösen. Dazu merkt er sich beispielsweise, wer sich besonders intensiv mit ihm beschäftigt hat und fährt scheinbar begeistert auf diese Person zu, wenn sie den Raum betritt. Wenig Begeisterung löst der Preis aus, der in Japan bei rund 2500 Euro plus Steuern liegt und zu dem noch monatliche Gebühren von knapp 100 Euro hinzukommen.

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Alles andere als niedlich wirkt dagegen der Roboter Reachy von Pollen Robotics. Seine Aufgabe ist allerdings auch eher, Forschern als Entwicklungsplattform zu dienen. Angesichts der Preises von 17.000 Dollar mag es verwundern, dass ihm ein winziger Raspberry Pi als Steuerungscomputer dient. Im Vorfeld der CES reichte das immerhin dafür, dass man mit ihm Tic-Tac-Toe spielen konnte.

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Geht es nach der US-Firma Kohler, wird bald auch die Darmentleerung smart. In die "intelligente" Toilette Numi 2.0 wurden dafür eine Alexa-Steuerung und eine Heizung für die Sitzfläche integriert. Da wirkt es schon fast selbstverständlich, dass dieses Klo mit Warmwasser spült, mithin also ein Warmspüler ist.

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Gegen das Schnarchen soll das Smart Pillow von 10Minds helfen. Bemerkt das App-gesteuerte Kissen, dass man schnarcht, pumpt es je nach Kopflage verschiedene Luftkissen auf, um den Kopf in eine andere Position zu drehen und so die Atemgeräusche zu stoppen. Ob das 380-Dollar-Gadget wirklich funktioniert, ließ sich im Messelärm freilich nicht ausprobieren.

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Eine wirklich sinnvolle Erfindung zeigt Bosch auf der CES. Sogenannte virtuelle Sonnenblenden sollen im Auto künftig die Augen des Fahrers schützen. Eine Kamera überwacht dazu dessen Augenbewegungen. Die Elektronik verdunkelt daraufhin die entsprechenden Bereiche der Sonnenblende, um auszuschließen, dass der Fahrer geblendet wird. An einem Prototyp ließ sich das System schon testen.

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Mateo heißt diese smarte Fußmatte fürs Badezimmer. Natürlich wird auch sie per App gesteuert. Beim Drauftreten misst sie das Gewicht und andere Parameter des Nutzers. Eine Besonderheit: Wer da gerade auf der Matte steht, erkennt das Gerät am Fußabdruck des Nutzers. Und wenn die Software dabei feststellt, dass man schief steht oder die Füße einseitig belastet, empfiehlt sie entsprechende Ausgleichsübungen.

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Nachdem aus Apples Ladematte AirPower nie ein richtiges Produkt wurde, versucht die Firma Pitaka ein vergleichbares Produkt auf den Markt zu bringen. Ganz leicht wird das nicht, denn sinnvoll lassen sich darauf nur AirPods Pro, Apple Watches und iPhones kabellos laden. Drei weitere Geräte kann man per Kabel befüllen. Eine kleine Schublade soll derweil zur Unterbringung kleiner Dinge diesen. Auf dem Messestand steckte darin ein Kondom. Ob das recht klobige Gerät wirklich die 250 Euro wert ist, die es einmal kosten soll?

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Ein klein wenig Technik reicht Hersteller Safe-Tec schon aus, um diesen 200 Dollar teuren Fahrradhelm namens Tyr Plus als smart zu bezeichnen. Denn über ein Mikrofon kann man vom Helm aus Amazons Alexa auf einem per Bluetooth gekoppelten Handy aufrufen. Die vorne und hinten eingebauten LEDs dienen beim Abbiegen zum Blinken und können als Bremslicht verwendet werden.

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8K-TVs sind das nächste große Ding, wenn es um große Fernseher geht. Und so wundert es nicht, dass LGs Chefentwickler Tim Alessi stolz den 8K-OLED-TV LG GX präsentierte. Innerhalb der LG-Pressekonferenz spielte das Gerät dennoch nur eine Nebenrolle.

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Samsungs Fernseher "The Sero" dagegen wurde unerwartet vom Nebendarsteller zum Publikumsliebling, weil er so anders ist als herkömmliche TV-Geräte. Ursprünglich war das Gerät schon im April angekündigt worden, doch jetzt ist es erstmals einem großen Publikum gezeigt worden. "The Sero" soll ein großes Manko ausräumen, das man oft beim Betrachten von Handyvideos hat. Sind diese nämlich hochkant aufgezeichnet worden, haben sie auf einem herkömmlichen TV breite schwarzen Ränder an den Seiten.

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"The Sero" aber soll seine Orientierung dem mit ihm verbundenen Smartphone anpassen. Bei der Präsentation des Geräts klappt das freilich nicht immer so wie vorgesehen.

Foto: Matthias Kremp/ DER SPIEGE
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Eine gute Idee präsentierte die koreanische Firma Jenax: flexible Akkus. Sie könnten beispielsweise in Armbänder eingebaut Smartwatches zu längeren Laufzeiten verhelfen. Noch ist das allerdings nur der fromme Wunsch der Entwickler.

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Smarter wickeln: Pampers zeigt auf der CES seine sogenannte Lumi-Windel. Per App soll sie tech-affinen Eltern beispielsweise anzeigen, wie hoch der Feuchtigkeitspegel in der Windel schon ist und wie das Baby geschlafen hat.

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Ein Traum für Weinliebhaber: Der "Wine Cellar", als "Weinkeller" aus der Signature-Serie von LG, soll unterschiedliche Weinen bei den jeweils für sie optimalen Temperaturen lagern und auf Wunsch auch rütteln können. Wenn Sie jetzt fragen, was das kostet, ist das nicht das richtige Produkt für Sie.

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Mit den RZ-S300W - eine fürchterlich technokratische Bezeichnung - steigt Panasonic in den Markt für kabellose In-Ohr-Kopfhörer ein. Mit 120 Dollar sind die Kopfhörer nicht besonders teuer, doch wenn man eine aktive Geräuschunterdrückung wünscht, muss man 180 Dollar für die besser ausgestatteten RZ-S500W anlegen.

Foto: John Locher/AP
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Das erste neue 5G-Smartphone der Messe ist das TCL 10 5G. Trotz AMOLED-Display und moderner Funktechnik soll das Android-Gerät weniger als 500 Euro kosten und wäre damit ein Preisbrecher. So richtig vorgestellt werden soll es noch einmal Ende Februar, dann auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

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Und was wollen die hier? Manche orakelten, Panasonic habe wohl einfach keine echten Neuigkeiten gehabt. Deshalb hätten dann diese Herren die Bühne der Unternehmens-Pressekonferenz betreten müssen und sich nach Leibeskräften bemühen, sich als überforderte imperiale Sturmtruppen zu präsentieren.

Foto: John Locher/ dpa
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