Unternehmenschef Die mächstigen Wirtschaftsfüher Chinas

In der chinesischen Wirtschaft sind einige Unternehmensgründer reich und erfolgreich geworden. Das sind die wichtigsten unter ihnen.
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Chen Feng, Jahrgang 1953, ist der Gründer der ersten privaten chinesischen Fluggesellschaft. Bevor er Unternehmer wurde, arbeitete er in der chinesischen Luftverkehrsbehörde und erhielt ein Lufthansa-Stipendium. Heute ist sein Mischkonzern HNA Großaktionär der Deutschen Bank. Denn Chen gab sich mit der von ihm 1993 gegründeten und bald sehr erfolgreichen Fluglinie Hainan Airlines nicht zufrieden. Er kaufte sich bei Hotelketten (Hilton, Radisson) ein, übernahm Flughäfen (Frankfurt-Hahn und Rio de Janeiro) und übernahm den amerikanischen IT-Konzern Ingram Micro für sechs Milliarden Dollar. Heute muss HNA unter Druck eigene Beteiligungen verkaufen. Es sieht so aus, als habe Chen sich übernommen.

Foto: Jason Lee/ REUTERS
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Der chinesische Auto-Boss Li Shufu hat mit seinem Einstieg als Großaktionär bei Daimler für Furore gesorgt. Dabei ist Li, Jahrgang 1963, ein alter Bekannter. Der Sohn eines einfachen Bauern startete schon 1984 ein Unternehmen für Kühlschrank-Komponenten und zählte damit – acht Jahre nach Ende der Kulturrevolution - zu den frühesten Firmengründern der Volksrepublik. Das erste Auto, das er 1998 bauen ließ, ähnelte einem Mercedes. Nicht nur im Westen, auch in der eigenen Heimat wurde Li dafür verlacht. Inzwischen aber ist seine Firma Geely ein weltweit angesehener Autohersteller – nicht zuletzt die erfolgreiche Übernahme von Volvo im Jahr 2011 machte aus Li einen ernstzunehmenden Konkurrenten im internationalen Geschäft.

Foto: AP/Song fan - Imaginechina
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Jack Ma ist der heute wohl bekannteste chinesische Privatunternehmer. Er wurde 1964 geboren, der Vater Fotograf, die Mutter Fabrikarbeiterin. Die Matheprüfung für den Schulabschluss schaffte er erst beim dritten Anlauf, aber er war gut in Englisch, wurde Englischlehrer und reiste 1994 das erste Mal in die USA. Dort bekam er seinen ersten Computer in die Hände. Der Rest ist heute schon Industriegeschichte. Mas 1999 gegründetes Unternehmen Alibaba hat heute weltweit nur noch einen Rivalen auf Augenhöhe: Amazon.

Foto: LUDOVIC MARIN/ AFP
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Pony Ma, Jahrgang 1971, zählt zur Generation der ersten chinesischen Internet-Unternehmer, die um die Jahrtausendwende ins Geschäft einstiegen. Mit ein paar anderen Studenten gründete er 1998 Shenzhen Tencent Computer Systems, heute nur noch als Tencent bekannt. Früh erfanden Mas Techniker einen erfolgreichen Messenger-Dienst namens QQ. Dann verließ sich Ma aufs Onlinespiel-Geschäft, doch der Durchbruch kam 2011 mit WeChat, dem chinesischen Whats-App, das viel mehr kann als das amerikanische Original. "WeChat ist alles zusammen: WhatsApp, Skype, Instagram und Facebook", sagt Roland-Berger Chef Charles-Édouard Bouée. Mit WeChat will Ma alle anderen Apps auf dem Smartphone ersetzen. Viele trauen ihm das zu. Mehr als eine Milliarde Chinesen benutzen WeChat bereits.

Foto: Bobby Yip/ REUTERS
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Ren Zhengfei, Jahrgang 1943, ist Chef und Gründer des chinesischen Technologiekonzerns Huawei, dem heute weltweit größten Telekom-Ausrüster. Er ist einer der ältesten Privatunternehmer des Landes und verkörpert das Gegenteil der Neureichenkultur Chinas: Er lebt bescheiden, hat bis heute keinen Fahrer, reist mit Taxi und Economy. Übernahmen anderer Unternehmen hat er stets abgelehnt, ebenso einen Börsengang. Dafür erfand er ein neues chinesisches Mitbestimmungsmodell: 80.000 wahlberechtigte Huawei-Angestellte (Ausländer sind nicht stimmberechtigt) wählen 60 Vertreter, die den siebenköpfigen Huawei-Vorstand wählen. "Huawei zeigt, wie Führung auf höchster Ebene in der Zukunft aussehen kann", sagt Management-Professor David De Cremer von der Universität Cambridge in Großbritannien.

Foto: Jean-Christophe Bott/ picture alliance / dpa
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