Comeback eines alten mexikanischen Getränks Prost Pulque

Mezcal oder Tequila kennen viele. Doch das eigentliche Nationalgetränk Mexikos, der Pulque, geriet viele Jahre in Vergessenheit. Nun erlebt der alkoholische Agavensaft eine Renaissance.
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Antonio Gomez extrahiert die zuckerhaltige Flüssigkeit Aguamiel aus einer kaktusähnlichen Maguey-Pflanzen. Seit Jahrhunderten brauen Mexikaner so Pulque. Das bierähnliche Getränk geriet in den Siebzigern aber aus der Mode - Bauernsache, hieß es damals. Die Erzeuger verschwanden.

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Dieser Trend scheint sich zu drehen: Eine Frau auf dem Pulque-Festival in Santiago Cuautlalpan trinkt den fermentierten Agavensaft. "Früher war Pulque nur für Unterklasse", sagte Festivalveranstalter Carlos Eladio.

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Teilnehmer eines Pulque-Trinkspiels auf dem Festival: Die Azteken aus den zentralen Hochländern Mexikos hatten das Getränk einst verehrt und für die höchsten sozialen Klassen und die schönsten Anlässe reserviert. Heute ist Pulque in zahlreichen Geschmacksrichtungen und Stärken verfügbar - für Hipster auch mit Erdbeergeschmack.

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Junge Pulque-Trinker in einer Bar in Mexico City: Der Drink kommt weg vom Arme-Bauern-Image. Je größer die Produzenten werden, desto mehr haben sie mit Steuerauflagen, Hygienestandards und Anforderungen an die Buchhaltung zu kämpfen. Viele wollen daher lieber klein bleiben.

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Eine Pulqueria in Mexico City: Das Getränk ist zunehmend angesagt. Pulque-Produzent Gomez sorgt sich daher bereits um die Anbauflächen. "Wir müssen Magueys anbauen und uns um die Felder kümmern. Andere Leute wollen hier Häuser bauen", sagt er.

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Kritiker bemängeln, dass Pulque unter unhygienischen Bedingungen produziert werde. Fans weisen das zurück. "Viele Ärzte verschreiben es sogar als Medizin", sagt Pulque-Bauer Gomez.

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Antonio Gomez aus Tepotzotlan auf seiner Ranch. Er gewinnt das Aguamiel auf die altmodische Art - indem er das breiige Innere der Maguey aushölt und mit einem Sog die Flüssigkeit herauszieht.

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So sieht das Aguamiel in der Pflanze aus.

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In Kunststoff-Tanks vergärt die Flüssigkeit zu Pulque. Häufig reichen schon zwölf Stunden.

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Ramon Cruz füllt das Pulque ab. Nach dem Zusatz von Säften kann es etwa nach Guave, Mango oder Kokos schmecken. Das fertige Getränk hat etwa sechs Prozent Alkohol.

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