Netzbildergeschichten Elf Webcomics aus Deutschland

Sie sind manchmal Geheimtipps und wachsen meist im Wochentakt - Webcomics bieten jede Menge Lesestoff. Elf Tipps aus Deutschland, zu Themen von Fantasy bis Filmklischees.
1 / 11

1. Episch - "The Wormworld Saga"

Daniel Lieske erzählt in seinem Comic zum Durchscrollen die Geschichte des Grundschülers Jonas, der durch ein Tor in die farbenfrohe Wormworld gelangt. Die prächtig ausgestattete Fantasy-Welt erinnert an indische Epen wie das Mahabharata und wird vom eingekerkerten Gott Unurtha bedroht. Laut einer uralten Prophezeiung kann nur Jonas ihn besiegen. Zeichner und Autor Lieske war Grafiker für Computerspiele, heute arbeitet er in Vollzeit an seiner Comic-Saga.

http://www.wormworldsaga.com 

Foto: Daniel Lieske
2 / 11

2. Alltäglich - "Heldentage"

Drei bis fünf Panels, schwarzweiß - so sieht das Leben des Berliner Zeichners Felix Görmann im Comicformat aus. Als sein Alter Ego Flix schildert er in "Heldentage" sein Leben zwischen Zeichentablet, Yogamatte und Vaterschaft. Immer komisch, oft nachdenklich und manchmal albern. Hin und wieder bricht Flix aus dem Alltag aus und verwandelt sich in "Coffeeman", der seinen einsamen Feldzug gegen Thermoskannenplörre und Instantkaffee führt.

http://www.der-flix.de/index.php 

Foto: Felix Görmann
3 / 11

3. Reduziert - "Erzählmirnix"

Ein Dialog und zwei Menschen, die sich nicht verstehen. Das sind die Eckpfeiler der Comics von Nadja Hermann, in denen meistens zwei Strichfiguren gnadenlos aneinander vorbei reden. Die Autorin und Comiczeichnerin greift bei "Erzählmirnix" die Aussagen von Impfgegnern, besorgten Bürgern, Pseudowissenschaftlern und die Diskussionskultur - eher Unkultur - im Internet auf.

https://www.facebook.com/Erzaehlmirnix-303019143112863 

Foto: Nadja Hermann
4 / 11

4. Nerdig - "Das Leben ist kein Ponyhof"

Der Alltag von Sarah Burrini ist alles andere als alltäglich. Lebt sie doch mit dem melancholischen Elefanten Ngumbe, dem durchgedrehten Pilz El Pilzo und dem schweigsamen Pony Butterblume in einer WG. Zumindest, wenn man ihrem Webcomic "Das Leben ist kein Ponyhof" Glauben schenkt. Seit sieben Jahren zeichnet Burrini ihren semiautobiographischen Webcomicstrip. Der dritte Sammelband, "Das Leben ist kein Ponyhof - Nerd Girl gibt nie auf" erscheint im Juli.

http://sarahburrini.com/wordpress/ 

Foto: Sarah Burrini
5 / 11

5. Zwergisch - "Gert & Grendil"

Die Abenteuer der beiden Zwergenkumpel Gert und Grendil schildert Mario Bühling auf seiner Website Katzenfuttergeleespritzer. Wie es sich für ein zünftiges Fantasyabenteuer gehört, sind die beiden bärtigen Biertrinker gemeinsam mit dem Zauberer Rufus und der Halblingdame Liddy auf der Suche nach einem magischen Ring - der gleichzeitig eine Klobrille ist. Fans von "Der Herr der Ringe" und dem Rollenspiel "Dungeons & Dragons" kommen hier auf ihre Kosten.

http://www.katzenfuttergeleespritzer.de/comics/gert-grendil/ 

Foto: Mario Brühling
6 / 11

6. Schwungvoll - "Schisslaweng"

Marvin Clifford ist eigentlich ein ganz normaler Comiczeichner. Wenn er denn nicht gerade Fahrstunden bei Batman nimmt, vom Nerd-Zombie aus der Nachbarschaft genervt wird oder enttäuschte Fans ihm den Auftragskiller aus der "Hitman"-Spielereihe auf den Hals hetzen. Auch persönliche Themen wie die Trennung von seiner Freundin thematisiert Clifford in "Schisslaweng". Der Titel ist Berlinerisch und bedeutet soviel wie "Schwung" oder "kleiner Kunstgriff".

http://www.schisslaweng.net/ 

Foto: Marvin Clifford
7 / 11

7. Filmisch - "Tales From The Couch"

Hauptfiguren der Geschichten von der Couch sind die Vogelscheuche Mr Kürbis und der Roboter Robby. Mr Kürbis verkörpert das Horror-Genre, Robby steht für Science-Fiction. Gemeinsam machen sie sich über Genrekonventionen in Filmen und Games lustig. "Tales From The Couch" ist ein Newcomer, gestartet haben Zeichnerin Caro Podeswa und Autor Timo Thees ihre Reihe im März 2016. Bislang sind immerhin 45 Seiten zusammengekommen.

http://tales-from-the-couch.de/ 

Foto: Caro Podeswa & Timo Thees
8 / 11

8. Jugendlich - "Fahrradmods"

Maßanzüge, Parkas, Soulmusik: Die Mod-Subkultur war in den Fünzigerjahren in Großbritannien weit verbreitet und erlebte in den Achtzigerjahren auch auf dem Festland eine Wiedergeburt. In seinem autobiographischen Webcomic "Fahrradmods" schildert Tobi Dahmen seine Jugend als Mod und seine Leidenschaft für diesen Lebensstil. Der fast 400 Seiten starke Webcomic ist mittlerweile in Buchform erschienen.

http://www.fahrradmod.de 

Foto: Tobi Dahmen
9 / 11

9. Musikalisch - "Kauboi und Kaktus"

Ein wandelndes Skelett mit Cowboyhut und ein sprechender Kaktus gehen per Floß auf große Flussfahrt. Die Abenteuer der beiden besten Freunde erzählt Christian Schmiedbauer in seinem Comic "Kauboi und Kaktus: Süßwasserpiraten". Die Geschichte des Knochenmannes und seines stachligen Begleiters ist einer der wenigen Webcomics mit Soundtrack: Zu jedem Strip hat sich Schmiedbauer einen passenden Song ausgesucht und diesen als Netzvideo eingebunden.

http://www.kauboiundkaktus.de/ 

Foto: Christian Schmiedbauer
10 / 11

10. Netzaffin - "Beetlebum"

Johannes Kretzschmar besucht das Museum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, findet eine tote Kröte im Schlosspark oder lässt sich auf der Cebit zum Cyborg machen. Seine Erlebnisse wandelt er auf "Jojos illustrierter Blog" in Bilder mit Sprechblasen und Witz um. Digitales und Netzkultur fließen in den Comic-Blog des Zeichners und Computerwissenschaftlers mit ein.

http://blog.beetlebum.de/ 

Foto: Johannes Kretzschmar
11 / 11

11. Triebgesteuert - "Nigunegu"

Martin ist ein stabil gebauter bärtiger Nerd, Arne ein schüchterner Hänfling. Die beiden sexuell frustrierten Twens sind am weiblichen Geschlecht interessiert, aber kommunikativ herausgefordert. Was für ein Glück, dass es in ihrer Stadt einen Guru in Liebesdingen gibt. Der Name der "Bromantic Comedy" von Oliver Mielke und Hannes Radke kommt von den drei Hauptfiguren: Nice Guy Arne, Nerd Martin und ihrem Guru.

http://www.nigunegu.de/ 

Foto: Oliver Mielke & Hannes Radke