Concorso d'Eleganza Villa d'Este Filmstars auf Rädern

Die schönsten und teuersten Oldtimer kommen jedes Jahr im Mai am Comer See zusammen. Diesmal lautete das Motto des Concorso d'Eleganza "Hollywood on the Lake". Nur die wenigsten Autos machten tatsächlich beim Film Karriere.
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Jeden Mai trifft sich auf der Anlage der Villa d’Este am Comer See die Crème de la Crème der Oldtimer-Szene. BMW hat seit 2006 die Schirmherrschaft.

Foto: Michael Specht
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Während es sich das Publikum auf der Terrasse der Villa d’Este gut gehen lässt, rollen hautnah die automobilen Kostbarkeiten vorbei, wie dieser Bugatti 59 von 1934.

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Meist sind es die Ehefrauen und Töchter reicher Oldtimer-Besitzer, die beim Concorso e’Eleganza Villa d’Este in zeitgenössischer Mode auftreten.

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Eine Experten-Jury begutachtet jedes Fahrzeug, achtet auf Originalität, Design und Technik. Der Mann in der Mitte ist Patrick le Quement, ehemaliger Design-Chef von Renault.

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Ästhetischer Maschinenbau Ende der Zwanzigerjahre. Hier ein 4,5 Liter großer Vierzylinder eines Bentley von 1928.

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Im damals 14.000 Dollar teuren Mercedes 540K Cabriolet gab es einen Achtzylinder-Reihenmotor mit Kompressor (Roots-Gebläse). Von der Baureihe 540 entstanden ab 1936 gerade einmal 444 Stück, sämtlich handgefertigt. Die Version Cabriolet A wurde lediglich 83 Mal gebaut. Ihr heutiger Wert geht in die Millionen.

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Der ehemalige Manager von Tennis-Legende Boris Becker, Ion Tiriac, besitzt eine der größten und teuersten Autosammlungen in Europa. Darunter befindet sich auch ein Mercedes 540 K, in den Dreißigerjahren einer der wenigen deutschen Luxuswagen, der mit rund 14.000 Dollar fast dreimal so viel kostete wie ein Cadillac V-16.

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Heute wäre es schlicht undenkbar, ein Auto zu kaufen und es dann zu einem Karosseriebauer zu bringen, um es dort komplett neu gestalten zu lassen. Genau dies tat der einflussreiche US-Autoimporteur Max Hoffman – seinetwegen gibt es unter anderem den Mercedes SL Roadster und den BMW 507. Hoffmann ließ das barocke britische Blech des Jaguar XK 120 SE bei Battista „Pinin“ Farina in Turin durch eine deutlich modernere Haute Couture ersetzen. Überflüssig zu erwähnen, dass dieser Jaguar ein Unikat ist. Bevor der Wagen 1955 in die USA verschifft wurde, drehte er sich noch im Rampenlicht des Genfer Autosalons.

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Immer wieder tauchen auf dem Concorso d’Eleganza automobile Raritäten auf. Wie zum Beispiel der kleine Ferrari 212 Export. In den Anfängen der Marke gab es eine unüberschaubare Anzahl an Karosserieversionen. Diese hier stammt von Vignale. Zwischen 1951 und 1952 entstanden lediglich 28 Wagen dieses Typs, die sich auf acht verschiedene Aufbauarten verteilten. Vom Cabriolet wurden nur zwei gebaut. Eines davon ist heute im Besitz von Peter Kalikow aus New York.

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Wie alle Ferrari vor 1953 war auch der 212 Export noch rechtsgesteuert. Fast barock wirken die Instrumente. Unter der Haube sitzt ein Zwölfzylinder mit nur 2,6 Liter Hubraum. Leistung? So viel wie ein heutiger Diesel-Golf, 150 PS.

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Kaum zu glauben, dass dieser "Countach für die Westentasche", wie manche Besucher den Lancia Stratos Zero auf dem Concorso d’Eleganza nannten, schon fast ein halbes Jahrhundert alt ist. Mehr Keilform geht nicht. Ausgedacht hat sich das der italienische Designer Nuccio Bertone.

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Als dieser dann den Stratos Zero bei Lancia im Werk vorstellen wollte und der Wärter die Schranke nicht öffnete, fuhr Bertone mit dem nur 84 Zentimeter flachen Gefährt einfach unter dem Balken durch. Seinen filmischen Einsatz hatte der Stratos Zero von 1970 in dem Michael-Jackson-Musikvideo „Moonwalker“.

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Das ist doch mal ein Angeber-Schriftzug am Heck: "Superfast". Aber Mitte der Sechzigerjahre, in Zeiten von 34-PS-Käfern und Ford Badewanne, war das auch keine Kunst, schon gar nicht, wenn man Ferrari hieß und einen Zwölfzylinder unter der Haube trug. Gestaltet wurde das Modell von Pininfarina. Der Ferrari 500 Superfast galt als das schnellste Serienauto überhaupt. Nur 36 Stück wurden gebaut. Den hier an der Villa d’Este gezeigten fuhr Peter Sellers, der trottelige Inspektor Jacques Clouseau im Film "Der rosarote Panther".

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Mein Name ist Harry, Harry Yeaggy. So könnte sich der Geschäftsmann aus Ohio immer dann vorstellen, wenn er im Aston Martin DB5 vorfährt. Harry besitzt einen einmaligen Aston Martin, exakt jenen, den Sean Connery alias James Bond im Film "Goldfinger" fuhr. Sie erinnern sich? Nebel- und Ölwerfer, Schleudersitz, Panzerplatte hinten, Maschinengewehr vorne, seitliche Reifenschlitz-Stange wie bei Ben Hur.

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Vor acht Jahren kaufte Yeaggy den Spezial-DB5 für 4,5 Millionen Dollar, etwa dem Zehnfachen, was ein normaler Aston Martin kosten würde. Der Verkäufer – er hatte den DB5 für mehr als 40 Jahre in seinem Wohnzimmer stehen – spendete den Betrag angeblich an eine Charity-Organisation.

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Vergangenes Jahr hat BMW die Restaurierung des 507 von Elvis Presley fertiggestellt, ein Millionenprojekt. Dass der "King of Rock n’ Roll" auch ein zweites Exemplar dieser Roadster-Ikone besaß, wissen die wenigsten. Allerdings fuhr Presley ihn nicht, sondern kaufte den Wagen als Geschenk für seine Filmpartnerin aus der Musikkomödie "Fun in Acapulco". Die Dame hieß Ursula Andress, besser bekannt als erstes "Bond-Girl". Ursprünglich wollte Elvis seiner Filmfreundin einen Cadillac schenken, der der Schweizer Schauspielerin aber zu groß und überladen war.

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Markant an diesem 507 von 1958 sind die dünnen Rohr-Stoßstangen, angefertigt von George Barris, jenem berühmten Filmauto-Veredler aus Hollywood. Ihm verkaufte Andress den 507 später.

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Was Männer so alles tun, um bei einer Frau zu landen oder sie um Verzeihung zu bitten, frei nach dem Motto: Je teurer das Geschenk, desto eher knickt die Gnädigste ein. Prinz Aly Khan versuchte es 1953 bei seiner Ex-Gemahlin Rita Hayworth mit einem Cadillac Series 62 kurz nach der Scheidung.

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Die Schleife spannte sich um einen speziellen Cadillac der Serie 62, für den Khan bei der Karosserieschmiede Ghia ein neues Kleid dengeln ließ. Italienisches Design kombiniert mit amerikanischer Großserientechnik. Den Caddy feuert ein V8-Benziner mit 5,4 Liter Hubraum an. Der Wagen ist heute im Besitz des Petersen Automotive Museums.

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Wohl kein anderes Auto war so oft in Filmen und Musicals eingebunden, so oft umlackiert worden und so oft über den Teich transportiert worden wie der Delage D8-120. Im Musical "Ein Amerikaner in Paris" rollten Gene Kelly und Nina Foch mit genau diesem viersitzigen Cabriolet über die Leinwand, allerdings in Babyblau, der Filmgesellschaft gefiel das Bordeaux-Rot nicht. Auch James Cagney benutzte (natürlich als Gangsterboss) dieses seltene französische Achtzylinder-Modell.

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