Theater auf Berliner Brache Friede den Hütten

In Berlin-Kreuzberg leben über hundert Menschen auf einer Brachfläche: Einwanderer aus Osteuropa, Obdachlose, Aussteiger, Drogenabhängige. Eine Theatergruppe machte das Cuvry-Gelände nun zum Operndorf.
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Die Tänzerin Elsa Loy in der Berliner Cuvry-Brache: Sie gehört zu einer Künstlergruppe, die am Samstag das Gelände an der Schlesischen Straße bespielte.

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Leben in Holzhütten: Auf dem Gelände an der Spree wohnen seit zwei Jahren vor allem Einwanderer aus Osteuropa, aber auch Aussteiger, Obdachlose, Arme.

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Regisseurin Dominique Wolf stellte mit ihren Künstlern das Projekt "Wolfsfrieden" auf der Cuvry-Brache auf die Beine. In ihrem Ensemble versammelt sie Schauspieler, Tänzer und Sänger. Sie machten das Gelände zu einer Art Operndorf.

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Schauspielerin Sonja Chatterjee: Die Darsteller führten die Besucher mit ihren Theater- und Operneinlagen in die Hütten der Cuvry-Bewohner.

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Anderes Theater: Die Schauspielerin Miriam Ternes in einer Holzhütte. Besucher sagten, die Kulisse der Darstellungen sei beeindruckend, und zugleich sei der Gedanke irritierend, dass hier tatsächlich Menschen leben.

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Cuvry-Bewohnerin mit Kind: Die Regisseurin kommt schon seit Wochen hierher. Sie habe inzwischen das Vertrauen der Bewohner, sagte sie verschiedenen Medien.

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Sängerin Kristin Schulze beim "Wolfsfrieden": Jeder rechnet hier damit, dass das Gelände früher oder später geräumt wird. Es befindet sich in bester Lage an der Spree, ringsherum hat sich Kreuzberg in den letzten Jahren verändert - und verteuert.

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Angeblich hat der Besitzer der Brache die Räumung bereits beantragt, er plant offenbar den Bau eines Wohnkomplexes.

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Wolf zeigte nun nicht nur Theater auf dem Gelände, sondern brachte Besucher und Bewohner auch an einen Tisch, genauer: eine lange Tafel. Rund 130 Menschen leben auf dem Cuvry-Gelände. Zehn Euro Eintritt kostete "Wolfsfrieden", der Erlös soll den Bewohnern zu Gute kommen.

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Ein Zelt als Denkmal: Das Cuvry-Gelände wurde schon als erste Favela Berlins bezeichnet. Erst wurden Zelte errichtet, später kamen Holzhütten hinzu.

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Blick auf das Cuvry-Gelände: Orte wie diese sind es, die Berlin für viele interessant machen. Dabei haben sich einige der Bewohner dieses Leben sicher nicht gewünscht. Regisseurin Wolf nahm die Stimmen von Bewohnern auf, dem "Tagesspiegel" sagte sie, die Menschen wünschten, "dass der Müll abtransportiert wird", und sie wollten "in eine normale Toilette kacken".

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Cuvry-Bewohner Adam aus Polen: Auf dem Gelände fehlen Strom, eine Trinkwasserversorgung und sanitäre Anlagen. Touristen kommen hierher, als sei es ein Zoo. Nachts, wenn sie weg sind, kommt es häufig zu Auseinandersetzungen, Drogen sind ein Problem auf dem Platz. "Das Stück soll Frieden auf dem Platz und mit den Nachbarn schaffen", hatte Regisseurin Wolf der "Zeit" gesagt. Das scheint ihr am Samstagabend gelungen zu sein.

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